Category Archives: Projekte

Soester Handballjugend spielt für Nepalprojekt

Die A-jugendlichen Handballer des Soester Turnvereins wollen am kommenden Samstag, den 22.10.2011, eine möglichst große Gewinnsumme erspielen. Der Sponsor des Handballturniers, die CEMEX WestZement GmbH aus Beckum, stellt 6000 Euro als Gewinnsumme für die Jugendlichen zur Verfügung. Die Idee des damaligen Geschäftsführers Hans-Peter Oßner (2009): „Wir möchten Jugendliche dazu anhalten, über soziales Engagement nachzudenken.“ wird durch dieses Turnier hervorragend gefördert.

Die Soester Sportler wollen mit ihrer Gewinnsumme den Ausbau eines Sportplatzes und den dazugehörenden Utensilien (Bälle, Tore, Trikots etc.) in Devighat, Nepal unterstützen. Weiter Projektdetails sind unter diesem Link: Projektbeschreibung Nepal ersichtlich.

Die Kurzbeschreibung des Turniergedankens: Handballjugend spielt für karitative Einrichtungen ist unter diesem Link nachzulesen.

2144 Euro für syrisches Kinderheim – Sieger bei der Allgäu-Orient-Rallye

 Eine Spende in Höhe von 2144,97 Euro nahm der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung am 1.10.2011 bei der Siegerehrung der Allgäu-Orient-Rallye in Empfang. Das Team Nr. 29 „Platz 004 … denn ein Kamel ist nicht genug“ um Elisabeth Stüber, Maria Oberstadt, Rita Spitzweck, Fred Fiedler, Urs Hanke, Markus Meißner und Michael Kain hat bei Aktionen rund um die Rallye diese stolze Summe gesammelt. Das Geld ist für das Heim für behinderte Kinder in Salamiyah, Syrien, bestimmt. In der Hermann-Hesse- und Schwarzwaldstadt Calw fand die diesjährige Siegerehrung der Rallye statt. Die planmäßige Siegerehrung in Jordanien musste ja bekanntlich ausfallen, da das Ziel in diesem Jahr wegen der Unruhen in Syrien nicht erreicht werden konnte.

Team 29 und der Vorstand bei der Spendenübergabe

Neben den Kindergarten in Velipoje, Albanien, er wurde von mehreren Teams mit Hilfsgütern angefahren, wird nun auch das syrische Kinderheim von der Allgäu-Orient-Rallye profitieren. Die gespendeten Gelder erreichen trotz der politischen Situation das Heim für behinderte Kinder in Salamiya. Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung sagt an dieser Stelle allen Spendern und Unterstützern noch einmal ein herzliches Dankeschön, Schukran.

Reisebericht aus Nepal

Bericht unserer nepalesichen Freundin Situ Chitrakar über den Besuch des 1. Vorsitzenden der Jürgen Wahn Stiftung im September 2011. Bei seinem Besuch in Nepal konnte sich Klaus Schubert von der wirkungsvollen Arbeit unserer Partner überzeugen. Hier der Bericht  (englisch). : 2011.09_Devighat Report (7,5 MB pdf-Datei)

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Togo ruft!

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Am 5. Oktober 2011 fliegen Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake im Auftrag der Jürgen Wahn Stiftung zum zweiten Mal gemeinsam nach Togo, um im Norden dieses armen afrikanischen Landes im Dorf Animadé Projekte der Stiftung zu besuchen. Dieses Mal reisen sie auf Einladung einer Gartenbau-Kooperative in Animadé als Abgesandte des Senioren Experten Service, SES-Bonn.

Der SES finanziert die Reisekosten und eine umfangreiche Versicherung. Dafür stellen sich die beiden Reisenden der Gartenbau-Kooperative als sachkundige Berater zur Verfügung. Klaus Dehnert spezialisierte sich auf die Einrichtung einer Tröpfchenbewässerung im etwa 2 ha großen eingezäunten Garten und auf den Bau von Toiletten, die Kompost erzeugen. Hans-Werner Gierhake gibt Anleitungen bei der Strukturierung des Gartenareals sowie bei Anlage der Beete und Gartenwege.

K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit
K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit

Die Gartenbau-Kooperative gründete sich 2010 als freiwilliger Zusammenschluss von Dorfbewohnern aus Animadé. Sie versuchen, mit Anleitung eines Gärtners den Gemüse- und Obstanbau unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten zu betreiben. Das bedeutet den Einsatz von Geld, die Erzeugung von Produkten und deren Verkauf, mit dem Ziel, einen finanziellen Überschuss zu erwirtschaften. Mit diesem Vorhaben betreten die Einwohner von Animadé ein für sie absolutes Neuland in soziologischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Die Mitarbeiter der Jürgen Wahn Stiftung und Experten aus Togo werden dieses Vorhaben gemeinsam planen und unterstützen. Diese Verbindungen zu knüpfen ist eine weitere Aufgabe der beiden Togoreisenden.

Die Jürgen Wahn Stiftung stellte der Kooperative als Startkapital 5500 Euro zur Verfügung. Die weitere Finanzierung soll durch Mikrokredite ermöglicht werden, die eine Bank in Togo bereitstellt. Durch diese Einrichtung soll die Kooperative finanziell selbständig werden. Damit wird nach fast 20-jährigen Bemühungen in Animadé der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem  weiteren Projekt realisiert.

Nutznießer des Gartenbau-Projekts ist zunächst die Schulspeisung des 2005 in Animadé gegründeten Patenschaftsprojekts, das alle Schulkinder des Dorfes täglich mit einer warmen Malzeit versorgt. Hierbei hilft zwar immer noch die Jürgen Wahn Stiftung finanziell, aber sie bietet der Kooperative Zeit in einer finanziell abgesicherten Umgebung wirtschaftliches Denken und Handeln zu erlernen. Ein Teil der Gartenerzeugnisse soll auf dem Markt im Dorf und in den benachbarten Orten verkaufen werden. Das kann dann der Weg zur endgültigen planerischen und finanziellen Selbständigkeit der Gartenbau-Kooperative von Animadé sein.

H.-W. Gierhake filmt im Garten von AnimadéH.-W. Gierhake filmt im Garten von Animadé

Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake freuen sich, auf die Begegnung mit Menschen, die sie im letzten Jahr kennen und schätzen lernten. Insbesondere denken sie dabei an Erika und Jacques M’Bata, die sie in Lomé empfangen, in ihr Haus aufnehmen und versorgen. Ohne ihre Unterstützung wäre das gesamte Unternehmen nicht möglich.

Nach ihrer Rückkehr berichten die beiden Reisenden an dieser Stelle von ihren Erlebnissen und sie geben der Jürgen Wahn Stiftung umfangreiches Informationsmaterial für diese Webseite sowie für den kommenden Rundbrief.

 

 

Spenden richten Sie bitte an

Sparkasse Soest – BLZ 41450075 – Konto 222 02

Volksbank Hellweg – BLZ 4460116 – Konto 222 202 900

Stichwort: Togoreise 2011

Projektbesuche in Nepal, Sambia und Togo

In diesem Jahr finden wieder Besuche unserer Projekte statt. Z.Z. ist der 1. Vorsitzende Klaus Schubert in Nepal um in Devighat das Projekt: Devighat Child Club zu besuchen. Im Gepäck hat er einen Vorstandsbeschluß über die Bewillung eines Anbaus über 3800 Euro. Für das Jugendzentrum soll ein Toilettengebäude mit Sanitärausstattung errichtet werden.

Natalie und Linda informieren sich z.Z. in Sambia über den Fortgang der Projekte in Kazama und Kazembe. Beide sind bereits zum zweiten Mal vor Ort. Hierzu auch der folgende Link: www.kindernhoffnungschenken.de.

Im Oktober fliegt unser Patenschaftskoordinator Klaus Dehnert mit Werner Gierhake nach Togo. Wie im letzten Jahr werden beide die Projekte vor Ort begutachten um nach Ihrer Rückkehr den Paten und Spendern ausführlich berichten zu können.

Alle Besuche werden durch die jeweiligen Besucher selbst finanziert. Sie gehen, wie immer, nicht zu Lasten der Spender. Nach der Rückkehr wird sicherlich reichlich Informationsmaterial zur Verfügung stehen.

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Garten-Kooperative versorgt Schulkantine mit Gemüse in Animadé

Im Dorf Animadé im Norden Togos betreut die Jürgen Wahn Stiftung seit 2005 rund 120 Schulkinder mit einem Patenschaftsprogramm. Dadurch bekommen die Mädchen und Jungen der sechsjährigen Grundschule alle zwei Jahre ihre Schulkleidung, jährlich das erforderliche Lernmaterial und täglich eine warme Mahlzeit aus der Schulkantine.

Die Nahrungsmittel werden auf dem Markt eingekauft. Aber frisches Gemüse und Kräuter sollen nun bald in einem eigenen Garten gewonnen werden. Dafür macht sich die Gruppe „Freunde der Jürgen Wahn Stiftung“ stark, die vor drei Jahren von engagierten Studenten und Auszubildenden gegründet wurde. Diese jungen Menschen stammen aus Animadé und fühlen sich der Entwicklung ihres Dorfes verpflichtet.

Mitglieder dieser Gruppe organisierten gemeinsam mit dem Gärtner Monsieur Agbarine aus Défalé die Bewirtschaftung eines etwa 2000 m2 großen eingezäunten Gartens. Dazu riefen Sie eine Garten-Kooperative ins Leben, der Dorfbewohner bei Zahlung eines kleinen Beitrags beitreten können. Aber auch die Schulkinder beteiligen sich im wöchentlichen Werkunterricht mit Begeisterung an der Gartenarbeit.

Ziel dieser Kooperative ist die regelmäßige Versorgung der Schulkantine mit frischem Gemüse sowie mit Kräutern und Gewürzen. Obstbäume sollen Schatten spenden, aber natürlich auch schmack- und nahrhafte Früchte wie Mango, Apfelsinen und Zitronen liefern. Mitten im Garten befindet sich ein umfangreiches Wasserbecken, das durch eine Solarpumpe aus einem Tiefbrunnen gespeist wird. Dieses Becken bietet die Grundlage für die Einrichtung einer Bewässerungsanlage mit sparsamer Tröpfchenbewässerung.

Dass die Bemühungen erfolgreich sein werden, zeigt ein 2007 begonnenes Pilotprojekt. Ein dabei angelegtes Beet liefert schon gute Ernten an Gemüse, Salat, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Erdnüssen. Nun sollen weitere Flächen aufbereitet werden, wobei die Kooperative unter der Leitung des Gärtners eine sachgerechte und gewissenhaft durchgeführte Gartenpflege garantiert. Das erforderliche Kapital für die Anschaffung der Geräte, der Bewässerungsanlage, der Samen und Pflanzen stellte die Jürgen Wahn Stiftung schon mit einer Spende von 5.500 Euro zu Verfügung.

Klaus Dehnert, der als Patenschaftskoordinator den Ort Animadé in den beiden letzten Jahren besuchte, wird im Oktober 2011 gemeinsam mit Hans-Werner Gierhake aus Soest wieder dort sein, um zu sehen, wie weit das Projekt gediehen ist. Auf längere Sicht verfolgt er mit dem Gartenbauprojekt noch ein weiteres Ziel: Die Garten-Kooperative soll Schule machen und die Entwicklung von Hausgärten fördern.

Als spontane Initiative der Jugendlichen des Dorfes besitzt das Gartenbauprojekt auch eine politische Relevanz. Sie zeigt, dass die junge Generation Eigenverantwortung übernimmt, wie es bisher nur in Ansätzen der Fall war. Der Leiter der Kooperative, unser junger Freund Nandji Tantar, beschreibt sein Ziel folgendermaßen: „Wir wollen durch unsere Aktivitäten der Bevölkerung zeigen, dass wir selbst in der Lage sind, unsere Situation zu verbessern und wir danken der Jürgen Wahn Stiftung, dass sie uns bei diesen Bemühungen finanziell und ideell großzügig unterstützt“.

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte (Guatemala) zu Besuch

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Am 31.Mai 2011 besuchte Dr. Christian Aponte die Jürgen Wahn Stiftung e.V. in Soest. Dr. Aponte ist der Partner der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala und zusammen mit seiner Frau Initiator von verschiedenen Projekte. Vor interessierten Zuhörern hielt er einen interessanten Vortrag über das Thema: „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft.“ Eindrucksvoll schilderte er das Leben der armen Menschen am Rande des Existenzminimums. Er zeigte beispielhaft die Lebensumstände der Menschen auf, die in Armut und Hunger am Rande der Müllkippe in Guatemala leben. Dort, in dem Projekt „Casita Amarilla“, bietet er, mit der Organisation CAFNIMA und der Hilfe durch die Jürgen Wahn Stiftung, vor allem den Kindern eine Möglichkeit aus dem Dunstkreis der Müllkippe auszubrechen. Rund 150 Kinder erhalten hier eine Betreuung, erleben Gemeinschaft außerhalb von Banden und erhalten eine schulische Ausbildung. Ohne schulische Ausbildung würden sie ein Leben ohne Perspektiven auf Verbesserung haben.

Als weiteres Beispiel der erfolgreichen Arbeit schilderte Dr. Aponte  das Mikrokredite-Projekt. An diesem Projekt sind über 500 Personen beteiligt, die durch Kleistkredite von 150 $ die Möglichkeit erhalten, sich in eine Erwerbstätigkeit zu begeben. Dadurch schaffen sie eine Verdienstmöglichkeit und steigern vor allem ihr Selbstwertgefühl. Sie werden in die Lage versetzt, zur Ernährung der Familie beitragen zu können. Die Kredite werden verzinst und in Raten zurückgezahlt. Z.Z. gibt es keine Rückstände in der Rückzahlung des Geldes. Das Projekt soll noch auf 600 Personen ausgebaut werden. Dann ist der Punkt erreicht, dass dieses Projekt der Mikrokredite sich vollständig selber trägt.

Abschließend beantwortete Dr. Aponte noch spezielle Fragen. Auch freuten sich die beiden Praktikantinnen Marie und Saskia, die im letzten Jahr aus Soest in Guatemala gewesen sind, auf ein Wiedersehen.

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Intressierte Zuhörer

Die Zuhörer lauschen der Übersetzung aus dem Spanischen von Klaus Schubert

 

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Vortrag: Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Einladung

Dr. Christian Aponte aus Guatemala-City spricht am Dienstag, dem 31. Mai 2011, um 19:30 Uhr im Gemeindehaus der St.Petri-Gemeinde, Petri-Kirchhof 10, über das Thema „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft“.

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Als Koordinator der Hilfsprojekte der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala berichtet Dr. Aponte über die erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf der Mülldeponie arbeiten und die in der Casita Amarilla die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung erhalten.

Aponte erläutert das Konzept der Mikrokredite und zeigt Beispiele auf, wie Frauen und Männer mit einem Kleinstkredit eine Chance für eine berufliche Zukunft erhalten.

Hierzu laden wir alle Interessierte herzlich ein.

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Sie wissen, was „Hilfe zur Selbsthilfe“ bedeutet

In den Sommerferien des Jahres 2010 trafen sich 40 junge Männer und Frauen in Animadé im Norden Togos zur Aktion „Nützliche Ferien“. Es sind junge Menschen aus der Gegend, die sich als Studierende an den Universitäten von Lomé und Kara oder als Auszubildende im Berufsbildungszentrum der Kleinstadt Pya weiterbilden. Um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren, schlossen sie sich zur „Vereinigung der Lehrlinge, Studenten und Gymnasiasten des Plateaus von Animadé“ zusammen.
Unter der Leitung ihres Vorsitzenden Nandji Tantar kamen sie zusammen, um sich in ihren Heimatorten nützlich zu machen und der älteren Generation Beispiele der Selbsthilfe zu geben. In fünf Gruppen befassten sie sich mit den Themen: Ferienunterricht, Aufforstung, Sensibilisierung, Kultur und Verpflegung.
Im Ferienunterricht lehrten sie Kinder der Grundschulen in Mathematik, Französisch und Englisch. Die Kurse wurden gut besucht, weil die Aktion von den Eltern unterstützt wurde.

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Mitglieder der Aktion „Nützliche Ferien 2010“ bei einer Pflanzaktion.

In der Aufforstungskampagne pflanzten sie unter der Leitung eines Gärtners viele hundert Obst- und Nichtobstbäume. Damit wirkten sie der Entwaldung entgegen und sorgten gleichzeitig für zukünftig frisches Obst. Sie legten Brandschneisen an, um den Erfolg ihrer Mühe zu sichern. Nandji Tantar schreibt: „Wer einen Baum vor seinem Tod gepflanzt hat, hat nicht umsonst gelebt.“
Die Gruppe Sensibilisierung wandte sich an die Dorfbevölkerung mit dem Thema: „Lasst uns unsere Gemeinde sauber halten, denn unser Überleben hängt davon ab“. Dabei ging es um die Hygiene in den Gehöften, an den Wasserstellen und auf den öffentlichen Plätzen. Schließlich machten sich die jungen Teilnehmer klar, dass sie die zukünftige Generation sind und lernen müssen, ehrlich zu sein nach dem Motto: „Was für den Anderen bestimmt ist, soll ihm auch zukommen“.
Die Gruppe Kultur unterhielt die Mitglieder und die Bevölkerung durch Schauspiele, Gesänge, Konzerte und lustige Geschichten aus ihren Sitten und Gebräuchen. Bei den Aufführungen war sogar die togolesische Presse anwesend, die später darüber berichtete.
Die Abteilung Verpflegung versorgte die Teilnehmer während drei Wochen mit Speisen. Nandji Tantar schreibt: „Ich konnte mit Freude sehen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Mahlzeiten gestärkt wurden.“ Er selbst und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des leitenden Komitees ernteten viel Lob und Anerkennung. „Macht so weiter, denn wir glauben, dass viele Jugendliche in eure Fußstapfen treten werden“, sagte man ihnen.
Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung unterstützte das Unternehmen mit 1.000 Euro und ist überzeugt, dass dieses Geld gut angelegt ist, denn die Aktion erfüllt in besonderer Weise unser Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“

 

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Jugendzentrum in Devighat fast fertig gestellt

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Ramesh und Nasala Chitrakar berichten: „Obwohl das Gebäude des Jugendzentrums in Devighat noch nicht ganz fertig gestellt war, trafen wir uns dort im Oktober mit elf Jugendleitern und 18 Jungen und Mädchen des Ortes zu einer ersten Gesprächsrunde.

Wir diskutierten mit ihnen darüber, wie erfolgreich die Arbeit im Club bisher gewesen ist und drückten unsere Freude darüber aus, dass wir nun ein eigenes Gebäude mit einem großen Grundstück haben. Es wurde beschlossen, die letzten Arbeiten am Gebäude so schnell wie möglich auszuführen.

Aber wir mussten auch feststellen, dass es noch an Möbeln, Spielen und Musikinstrumenten mangelt. Trotzdem wurde entschieden, das Programm des Devighat Child Club wie beschlossen durchzuführen.

Dazu gehört das monatliche Treffen der Clubmitglieder und die Teilnahme am hinduistischen Tihar-Fest, einem 5-tägigen Festival, das jeweils Anfang November stattfindet. An drei Festtagen, „Deusi“ genannt, nehmen nur Jungen teil. Für die
Mädchen ist ein einziger Festtag vorgesehen, der „Bhailo“ genannt wird. Diese Begriffe bezeichnen Lieder, die von Kindern und Teenies gesungen und getanzt werden, während sie von Haus zu Haus ziehen, Geld und Nahrungsmittel einsammeln und dafür Glück und Segen wünschen.

Die 16-jährige Babita Chitrakar leitete für längere Zeit die Geschäfte des Devighat Child Club als Sekretärin. Nachdem sie jetzt den Abschluss des 10. Schuljahrs erreicht hat, möchte sie sich als Krankenschwester ausbilden lassen. Sie sagt: „Meiner Tätigkeit im Club
habe ich viel zu verdanken, denn bevor ich dem Devighat Child Club beitrat, war ich völlig unerfahren. Aber durch die Arbeit im Club habe ich viel gelernt, was mir jetzt weiter hilft.“ Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung plant, Babita bei der Ausbidung finanziell behilflich zu sein.