Bildung und Ernährung gehören zu den wichtigsten Themen in den Dörfern der Bergregion der im Norden Togos. Schulunterricht und eine tägliche warme Mahlzeit gehören dabei unweigerlich zusammen. Für die Mädchen und Jungen in der armen Region ist die Schulspeisung unverzichtbar. Und Lernen ist nur möglich, wenn die Kinder keinen Hunger haben. In Défalé-Animadé und Worodé führen Grundschulen bis zum 6. Schuljahr. Seit 2009 gibt es ein neues Gebäude der weiterführenden Schule Kpaha, in der Mädchen und Jungen sogar den Abschluss der Klasse 10 erreichen können. Auch Kinder im Vorschulalter wurden bis vor einigen Jahren von den Eltern in die Grundschulen geschickt, weil sie dort eine warme Mahlzeit bekamen. Die Kleinen konnten dem Unterricht aber noch nicht folgen. Sie störten häufig die die Älteren beim Lernen. Deshalb haben wir in 2020 zwei Kitas in Animadé und Worodé eingerichtet, in denen sie nun separat betreut und beköstigt werden.
Erfreulicherweise wächst der Anteil der Schülerinnen in den Klassen kontinuierlich. Schulbesuch war für Mädchen lange nämlich nicht selbstverständlich.
Gebäude werden mit Unterstützung der Jürgen Wahn Stiftung in Ordnung gehalten, Schulküchen eingerichtet und betrieben, Schüler zur Einschulung und je nach weiterem Bedarf mit Schulkleidung und mit Unterrichtsmaterial versorgt.
Weil der Staat Togo kein ausreichendes Lehrpersonal bereitstellt, bezahlen wir immer öfter das Gehalt von Hilfslehrern und erhöhen auch deren Anzahl. Bei ihnen handelt es sich meistens um ehemalige Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise in eine Beschäftigung kommen, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. So können sie die Wartezeiten bis zur Einstellung in den staatlichen Schuldienst sinnvoll überbrücken.
In den zweimonatigen Sommerferien machen sich ältere Schülerinnen und Schüler und Auszubildende für die Dorfgemeinschaft nützlich. Sie säubern die Umgebung, reparieren Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien wie Schulmöbel, installieren unter Anleitung ihrer Ausbilder elektrische Leitungen, legen Wege an und organisieren Spiel und Sport, Nachhilfeunterricht und PC- Workshops für die Jüngeren. Die Auszubildenden werden während ihrer Lehrzeit von uns finanziell unterstützt. In Togo müssen Azubis nämlich für ihre Ausbildung bezahlen. In den Sommerferien geben sie mit ihrem Arbeitseinsatz bei den „nützlichen Ferien“ etwas von dem zurück, was sie durch die finanzielle Unterstützung bekommen.
Die Jürgen Wahn Stiftung übernimmt während des Ferienprogramms die Kosten für das Mittagessen weiter und das für die Arbeiten benötigte Material.
Was wir hier tun und wobei Sie uns unterstützen können:
Weil die Schulklassen mit 70-100 Kindern viel zu groß sind, bauen wir kontinuierlich das Raumangebot kontinuierlich aus. Das geschieht unter tatkräftiger Mithilfe der Eltern, braucht aber finanzielle Unterstützung. In 2024 wurden an die weiterführende Schule in Defale zwei Klassenräume angebaut und in Kapha der Umbau eines Nebenraumes in einen kleineren Lernraum mit integrierten PC-Arbeitsbereichen durchgeführt. Parallel dazu wird eine wachsende Zahl an Jung- und Hilfslehrern beschäftigt, um den Unterricht für alle Kinder in reduzierten Klassengrößen gleichermaßen zu gewährleisten.



























































































