Folk für den Spielplatz

Dass Musik verbindet, ist so oft beschworen worden, dass es schon reichlich abgedroschen klingt. Doch manchmal passt die vermeintliche Phrase eben doch. So wie beim Benefizkonzert von Cara Baya in der Kulturkirche Neu Sankt Thomä. Das Soester Quartett verbindet Kontinente musikalisch miteinander. Vom Norden Amerikas geht es über Mexiko, Chile, Bolivien oder Puerto Rico nach Irland und Spanien.

Für ihr Konzert in der Kulturkirche legte Caya Baya am Sonntag, 19. April, einen Schwerpunkt auf Folk aus spanischsprachigen Ländern. Das passte, denn der Erlös des Auftritts soll für die Errichtung eines Spielplatzes für behinderte Mädchen und Jungen der Einrichtung CAM „Anne Sullivan“ in Chicontepec in Mexiko verwendet werden.

Cara Baya hatte der Jürgen Wahn Stiftung angeboten, ohne Gage für ein Projekt zu spielen. Und viele Soesterinnen und Soester freuten sich offenbar, die Gruppe um Winfried Kempf wieder einmal live erleben zu dürfen. Die Bänke in der Kulturkirche waren nämlich sehr gut besetzt, als JWS-Vorsitzender Thomas Frye in seiner Begrüßung das breite Engagement des Vereins skizzierte. Er hob hervor, dass es bei allen Projekten immer einen engen persönlichen Kontakt zu den Partnerinnen und Partnern vor Ort gibt und dass aufgrund des ehrenamtlichen Einsatzes die Spenden direkt denen zugutekommen, für die sie bestimmt sind. Diesmal also den behinderten Kindern, die dringend einen Spielplatz brauchen, der auch dazu beitragen soll, ihre motorische Entwicklung zu unterstützen.

Musik verbindet, baut Brücken, macht gute Laune und trägt in diesem Fall dank der großzügigen Spenden der Besucherinnen und Besucher dazu bei, dass es Kindern besser geht. Dafür dankte Thomas Frye Cara Baya nach gut 90 Minuten Folk vom Feinsten. (Martin Kuckebrink)