Category Archives: Projekte

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Vortrag: Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Einladung

Dr. Christian Aponte aus Guatemala-City spricht am Dienstag, dem 31. Mai 2011, um 19:30 Uhr im Gemeindehaus der St.Petri-Gemeinde, Petri-Kirchhof 10, über das Thema „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft“.

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Als Koordinator der Hilfsprojekte der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala berichtet Dr. Aponte über die erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf der Mülldeponie arbeiten und die in der Casita Amarilla die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung erhalten.

Aponte erläutert das Konzept der Mikrokredite und zeigt Beispiele auf, wie Frauen und Männer mit einem Kleinstkredit eine Chance für eine berufliche Zukunft erhalten.

Hierzu laden wir alle Interessierte herzlich ein.

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Sie wissen, was „Hilfe zur Selbsthilfe“ bedeutet

In den Sommerferien des Jahres 2010 trafen sich 40 junge Männer und Frauen in Animadé im Norden Togos zur Aktion „Nützliche Ferien“. Es sind junge Menschen aus der Gegend, die sich als Studierende an den Universitäten von Lomé und Kara oder als Auszubildende im Berufsbildungszentrum der Kleinstadt Pya weiterbilden. Um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren, schlossen sie sich zur „Vereinigung der Lehrlinge, Studenten und Gymnasiasten des Plateaus von Animadé“ zusammen.
Unter der Leitung ihres Vorsitzenden Nandji Tantar kamen sie zusammen, um sich in ihren Heimatorten nützlich zu machen und der älteren Generation Beispiele der Selbsthilfe zu geben. In fünf Gruppen befassten sie sich mit den Themen: Ferienunterricht, Aufforstung, Sensibilisierung, Kultur und Verpflegung.
Im Ferienunterricht lehrten sie Kinder der Grundschulen in Mathematik, Französisch und Englisch. Die Kurse wurden gut besucht, weil die Aktion von den Eltern unterstützt wurde.

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Mitglieder der Aktion „Nützliche Ferien 2010“ bei einer Pflanzaktion.

In der Aufforstungskampagne pflanzten sie unter der Leitung eines Gärtners viele hundert Obst- und Nichtobstbäume. Damit wirkten sie der Entwaldung entgegen und sorgten gleichzeitig für zukünftig frisches Obst. Sie legten Brandschneisen an, um den Erfolg ihrer Mühe zu sichern. Nandji Tantar schreibt: „Wer einen Baum vor seinem Tod gepflanzt hat, hat nicht umsonst gelebt.“
Die Gruppe Sensibilisierung wandte sich an die Dorfbevölkerung mit dem Thema: „Lasst uns unsere Gemeinde sauber halten, denn unser Überleben hängt davon ab“. Dabei ging es um die Hygiene in den Gehöften, an den Wasserstellen und auf den öffentlichen Plätzen. Schließlich machten sich die jungen Teilnehmer klar, dass sie die zukünftige Generation sind und lernen müssen, ehrlich zu sein nach dem Motto: „Was für den Anderen bestimmt ist, soll ihm auch zukommen“.
Die Gruppe Kultur unterhielt die Mitglieder und die Bevölkerung durch Schauspiele, Gesänge, Konzerte und lustige Geschichten aus ihren Sitten und Gebräuchen. Bei den Aufführungen war sogar die togolesische Presse anwesend, die später darüber berichtete.
Die Abteilung Verpflegung versorgte die Teilnehmer während drei Wochen mit Speisen. Nandji Tantar schreibt: „Ich konnte mit Freude sehen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Mahlzeiten gestärkt wurden.“ Er selbst und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des leitenden Komitees ernteten viel Lob und Anerkennung. „Macht so weiter, denn wir glauben, dass viele Jugendliche in eure Fußstapfen treten werden“, sagte man ihnen.
Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung unterstützte das Unternehmen mit 1.000 Euro und ist überzeugt, dass dieses Geld gut angelegt ist, denn die Aktion erfüllt in besonderer Weise unser Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“

 

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Jugendzentrum in Devighat fast fertig gestellt

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Jugendliche des „Devighat Child Club“ vor dem noch nicht ganz fertig gestellten Jugendzentrum.

Ramesh und Nasala Chitrakar berichten: „Obwohl das Gebäude des Jugendzentrums in Devighat noch nicht ganz fertig gestellt war, trafen wir uns dort im Oktober mit elf Jugendleitern und 18 Jungen und Mädchen des Ortes zu einer ersten Gesprächsrunde.

Wir diskutierten mit ihnen darüber, wie erfolgreich die Arbeit im Club bisher gewesen ist und drückten unsere Freude darüber aus, dass wir nun ein eigenes Gebäude mit einem großen Grundstück haben. Es wurde beschlossen, die letzten Arbeiten am Gebäude so schnell wie möglich auszuführen.

Aber wir mussten auch feststellen, dass es noch an Möbeln, Spielen und Musikinstrumenten mangelt. Trotzdem wurde entschieden, das Programm des Devighat Child Club wie beschlossen durchzuführen.

Dazu gehört das monatliche Treffen der Clubmitglieder und die Teilnahme am hinduistischen Tihar-Fest, einem 5-tägigen Festival, das jeweils Anfang November stattfindet. An drei Festtagen, „Deusi“ genannt, nehmen nur Jungen teil. Für die
Mädchen ist ein einziger Festtag vorgesehen, der „Bhailo“ genannt wird. Diese Begriffe bezeichnen Lieder, die von Kindern und Teenies gesungen und getanzt werden, während sie von Haus zu Haus ziehen, Geld und Nahrungsmittel einsammeln und dafür Glück und Segen wünschen.

Die 16-jährige Babita Chitrakar leitete für längere Zeit die Geschäfte des Devighat Child Club als Sekretärin. Nachdem sie jetzt den Abschluss des 10. Schuljahrs erreicht hat, möchte sie sich als Krankenschwester ausbilden lassen. Sie sagt: „Meiner Tätigkeit im Club
habe ich viel zu verdanken, denn bevor ich dem Devighat Child Club beitrat, war ich völlig unerfahren. Aber durch die Arbeit im Club habe ich viel gelernt, was mir jetzt weiter hilft.“ Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung plant, Babita bei der Ausbidung finanziell behilflich zu sein.