Author Archives: Meinolf Schwefer

Handball A-Jugend erspielt 1500 Euro für das Nepal-Projekt

von links: Hallensprecher, Klaus Schubert, Anita Chitrakar und Spielführer Christian Vahle

Ein tolles Ergebnis erzielten die A-Jugendlichen vom Soester Turnverein am Samstag, den 22.10.2010. Bei Cemex-Cup in Beckum wurde der Erfolg des zweiten Platzes mit einem Scheck über 1500 Euro versüsst. Lediglich den zuletzt siegreichen Handballern des ASV Hamm war man mit einem Tor im Finale unterlegen. Der Scheck wurde noch in der Sporthalle an den Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung übergeben. Der Vorstand war in Begleitung von Anita Chitrakar nach Beckum gefahren um die Soester Handballer anzufeuern. Anita Chitrakar hat in Soest studiert, lebt in Iserlohn und ist die Initiatorin des Projektes in Devighat, einem kleinen Ort in ihrer Heimat Nepal. Mit Klaus Schubert, dem 1. Vorsitzenden der Jürgen Wahn Stiftung, stand sie dem Hallensprecher über die Projektinitiative Rede und Antwort.

hintere Reihe: Klaus Schubert, Friedhelm Kaiser, Anita Chitrakar, Karl Loer, Freddy Topf, Jakob Streuber vordere Reihe: Phillip Rickerts, Christian Vahle, Stefan Hinkelmann, Simon Peters und Tim Horstmann.

Von dieser Siegprämie wird in Devighat ein Sportplatz hergerichtet. Auf dem Schulgelände gibt es eine große Wiese, die nicht genutzt wird. Dieser Platz soll zu einem richtigen Sportplatz ausgebaut werden. Dazu werden Sportgeräte für draußen (Bälle, Eckfahnen, Tore, eigene Trikots für die Manschaften etc.) benötigt. Klaus Schubert brachte diese Idee von seinem Nepalbesuch im September mit. Über den Fortgang des Projektes werden wir auf unserer Internetseite berichten.

Nochmal ein großer Dank an die Handball A-Jugendmannschaft des Soester Turnvereins und seinen Trainern Max und Karl Loer.

Mannschaftsfoto: Christian Vahle (8), Anton Schönle (11),Simon Peters(41), Jakob Streuber (17), Tim van Beek (13), Phillip Rickerts (9), Trainer Karl Loer, Max Loer (fehlt), Tim Horstmann (15), Torwart Stefan Hinkelmann, Tim Jentsch (11), Freddy Topf (21)

Soester Handballjugend spielt für Nepalprojekt

Die A-jugendlichen Handballer des Soester Turnvereins wollen am kommenden Samstag, den 22.10.2011, eine möglichst große Gewinnsumme erspielen. Der Sponsor des Handballturniers, die CEMEX WestZement GmbH aus Beckum, stellt 6000 Euro als Gewinnsumme für die Jugendlichen zur Verfügung. Die Idee des damaligen Geschäftsführers Hans-Peter Oßner (2009): „Wir möchten Jugendliche dazu anhalten, über soziales Engagement nachzudenken.“ wird durch dieses Turnier hervorragend gefördert.

Die Soester Sportler wollen mit ihrer Gewinnsumme den Ausbau eines Sportplatzes und den dazugehörenden Utensilien (Bälle, Tore, Trikots etc.) in Devighat, Nepal unterstützen. Weiter Projektdetails sind unter diesem Link: Projektbeschreibung Nepal ersichtlich.

Die Kurzbeschreibung des Turniergedankens: Handballjugend spielt für karitative Einrichtungen ist unter diesem Link nachzulesen.

2144 Euro für syrisches Kinderheim – Sieger bei der Allgäu-Orient-Rallye

 Eine Spende in Höhe von 2144,97 Euro nahm der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung am 1.10.2011 bei der Siegerehrung der Allgäu-Orient-Rallye in Empfang. Das Team Nr. 29 „Platz 004 … denn ein Kamel ist nicht genug“ um Elisabeth Stüber, Maria Oberstadt, Rita Spitzweck, Fred Fiedler, Urs Hanke, Markus Meißner und Michael Kain hat bei Aktionen rund um die Rallye diese stolze Summe gesammelt. Das Geld ist für das Heim für behinderte Kinder in Salamiyah, Syrien, bestimmt. In der Hermann-Hesse- und Schwarzwaldstadt Calw fand die diesjährige Siegerehrung der Rallye statt. Die planmäßige Siegerehrung in Jordanien musste ja bekanntlich ausfallen, da das Ziel in diesem Jahr wegen der Unruhen in Syrien nicht erreicht werden konnte.

Team 29 und der Vorstand bei der Spendenübergabe

Neben den Kindergarten in Velipoje, Albanien, er wurde von mehreren Teams mit Hilfsgütern angefahren, wird nun auch das syrische Kinderheim von der Allgäu-Orient-Rallye profitieren. Die gespendeten Gelder erreichen trotz der politischen Situation das Heim für behinderte Kinder in Salamiya. Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung sagt an dieser Stelle allen Spendern und Unterstützern noch einmal ein herzliches Dankeschön, Schukran.

Reisebericht aus Nepal

Bericht unserer nepalesichen Freundin Situ Chitrakar über den Besuch des 1. Vorsitzenden der Jürgen Wahn Stiftung im September 2011. Bei seinem Besuch in Nepal konnte sich Klaus Schubert von der wirkungsvollen Arbeit unserer Partner überzeugen. Hier der Bericht  (englisch). : 2011.09_Devighat Report (7,5 MB pdf-Datei)

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Togo ruft!

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Am 5. Oktober 2011 fliegen Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake im Auftrag der Jürgen Wahn Stiftung zum zweiten Mal gemeinsam nach Togo, um im Norden dieses armen afrikanischen Landes im Dorf Animadé Projekte der Stiftung zu besuchen. Dieses Mal reisen sie auf Einladung einer Gartenbau-Kooperative in Animadé als Abgesandte des Senioren Experten Service, SES-Bonn.

Der SES finanziert die Reisekosten und eine umfangreiche Versicherung. Dafür stellen sich die beiden Reisenden der Gartenbau-Kooperative als sachkundige Berater zur Verfügung. Klaus Dehnert spezialisierte sich auf die Einrichtung einer Tröpfchenbewässerung im etwa 2 ha großen eingezäunten Garten und auf den Bau von Toiletten, die Kompost erzeugen. Hans-Werner Gierhake gibt Anleitungen bei der Strukturierung des Gartenareals sowie bei Anlage der Beete und Gartenwege.

K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit
K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit

Die Gartenbau-Kooperative gründete sich 2010 als freiwilliger Zusammenschluss von Dorfbewohnern aus Animadé. Sie versuchen, mit Anleitung eines Gärtners den Gemüse- und Obstanbau unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten zu betreiben. Das bedeutet den Einsatz von Geld, die Erzeugung von Produkten und deren Verkauf, mit dem Ziel, einen finanziellen Überschuss zu erwirtschaften. Mit diesem Vorhaben betreten die Einwohner von Animadé ein für sie absolutes Neuland in soziologischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Die Mitarbeiter der Jürgen Wahn Stiftung und Experten aus Togo werden dieses Vorhaben gemeinsam planen und unterstützen. Diese Verbindungen zu knüpfen ist eine weitere Aufgabe der beiden Togoreisenden.

Die Jürgen Wahn Stiftung stellte der Kooperative als Startkapital 5500 Euro zur Verfügung. Die weitere Finanzierung soll durch Mikrokredite ermöglicht werden, die eine Bank in Togo bereitstellt. Durch diese Einrichtung soll die Kooperative finanziell selbständig werden. Damit wird nach fast 20-jährigen Bemühungen in Animadé der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem  weiteren Projekt realisiert.

Nutznießer des Gartenbau-Projekts ist zunächst die Schulspeisung des 2005 in Animadé gegründeten Patenschaftsprojekts, das alle Schulkinder des Dorfes täglich mit einer warmen Malzeit versorgt. Hierbei hilft zwar immer noch die Jürgen Wahn Stiftung finanziell, aber sie bietet der Kooperative Zeit in einer finanziell abgesicherten Umgebung wirtschaftliches Denken und Handeln zu erlernen. Ein Teil der Gartenerzeugnisse soll auf dem Markt im Dorf und in den benachbarten Orten verkaufen werden. Das kann dann der Weg zur endgültigen planerischen und finanziellen Selbständigkeit der Gartenbau-Kooperative von Animadé sein.

H.-W. Gierhake filmt im Garten von AnimadéH.-W. Gierhake filmt im Garten von Animadé

Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake freuen sich, auf die Begegnung mit Menschen, die sie im letzten Jahr kennen und schätzen lernten. Insbesondere denken sie dabei an Erika und Jacques M’Bata, die sie in Lomé empfangen, in ihr Haus aufnehmen und versorgen. Ohne ihre Unterstützung wäre das gesamte Unternehmen nicht möglich.

Nach ihrer Rückkehr berichten die beiden Reisenden an dieser Stelle von ihren Erlebnissen und sie geben der Jürgen Wahn Stiftung umfangreiches Informationsmaterial für diese Webseite sowie für den kommenden Rundbrief.

 

 

Spenden richten Sie bitte an

Sparkasse Soest – BLZ 41450075 – Konto 222 02

Volksbank Hellweg – BLZ 4460116 – Konto 222 202 900

Stichwort: Togoreise 2011

Spendenerfolge durch die Allgäu Orient Rallye

Die Partnerschaft mit der Allgäu-Orient-Rallye trägt trotz des Syrienausfalls Früchte. Bekanntlich konnte die Rallye Syrien nicht anfahren, um die mitgenommenen Hilfsgüter und Spenden vor Ort zu übergeben. Daher haben sich einzelne Teams entschlossen, Geldspenden über die Jürgen Wahn Stiftung dem Projekt in Salamiyah zukommen zu lassen. Hier sollen kurz drei Beispielen genannt werden.

Das Team 25 „Kombi-Nations“ hat bereits im August einen Betrag von 1350 Euro überwiesen.

Das Team 29 „Platz 004 – denn ein Kamel ist nicht genug“ hat für die Siegerehrung am 1. Oktober in Calw einen Geldbetrag von über 2000 Euro angekündigt. Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung wird diesen Betrag gerne entgegennehmen und zielgerichtet für das syrische Projekt einsetzen.

Das Team 43 „Monaco Buam“ hat einen Film über die Rallye 2011 gedreht. Der Film wird in verschiedenen Kinos gezeigt. Statt eines Eintritts soll jeder Besucher eine Spende für das Salamiyah-Projekt in bereitgestellte Sammeldosen der Jürgen Wahn Stiftung entrichten. Das ist eine tolle Idee der Buam. Ein Trailer zu dem Film kann hier angesehen werden. Über den Erfolg dieser Aktion werden wir gerne berichten. Die Premiere ist am 30.11.2011 um 11 Uhr in München. Weitere Infos unter http://monaco-buam.de/

 Die Zusammenarbeit mit der Allgäu Orient Rallye wird auch in Zukunft weitere Früchte tragen.

 

Projektbesuche in Nepal, Sambia und Togo

In diesem Jahr finden wieder Besuche unserer Projekte statt. Z.Z. ist der 1. Vorsitzende Klaus Schubert in Nepal um in Devighat das Projekt: Devighat Child Club zu besuchen. Im Gepäck hat er einen Vorstandsbeschluß über die Bewillung eines Anbaus über 3800 Euro. Für das Jugendzentrum soll ein Toilettengebäude mit Sanitärausstattung errichtet werden.

Natalie und Linda informieren sich z.Z. in Sambia über den Fortgang der Projekte in Kazama und Kazembe. Beide sind bereits zum zweiten Mal vor Ort. Hierzu auch der folgende Link: www.kindernhoffnungschenken.de.

Im Oktober fliegt unser Patenschaftskoordinator Klaus Dehnert mit Werner Gierhake nach Togo. Wie im letzten Jahr werden beide die Projekte vor Ort begutachten um nach Ihrer Rückkehr den Paten und Spendern ausführlich berichten zu können.

Alle Besuche werden durch die jeweiligen Besucher selbst finanziert. Sie gehen, wie immer, nicht zu Lasten der Spender. Nach der Rückkehr wird sicherlich reichlich Informationsmaterial zur Verfügung stehen.

Dirk Kröger

Dirk Kröger: Das Ziel verpasst und doch geholfen!

Im April 2011 starteten 666 Fahrer und Fahrerinnen mit großer Begeisterung in das Abenteuer „Allgäu–Orient–Rallye“. Dirk Kröger, Journalist aus Löhne, war einer von ihnen. Für uns zieht er trotz aller Widrigkeiten ein positives Fazit.

Dirk Kröger

Dirk Kröger

Die Rallye Allgäu-Orient – das war ein Unternehmen, das mich schon seit geraumer Zeit gereizt hatte. Und dann entdeckte ich im Internet, dass eines der teilnehmenden Teams noch Menschen suchte, die mitfahren wollen. Ganz schnell nahm ich Kontakt auf, ganz schnell wurde ein erstes Treffen organisiert. Bei dem erfuhr ich dann erst, dass „mein“ künftiges Team ein ganz Besonderes war, denn zugegebenermaßen kannte ich die Jürgen-Wahn-Stiftung zuvor nicht. Natürlich war es in erster Linie die Abenteuerlust, die mich in das Team einstiegen ließ, aber es machte mich schon ein wenig stolz, dass ich nicht nur zu einer Spaß-Mannschaft gehörte. Über die Aktivitäten der Stiftung informierte ich mich natürlich umgehend, vorwiegend im Internet. Und danach freute ich mich ganz besonders auf den Besuch des Kinderheims in Syrien, das die Stiftung selbst einmal aufgebaut hatte.

Einen guten Zweck sollte die Rallye ja ohnehin verfolgen, schließlich war klar, dass unsere Autos in Jordanien bleiben und dort der Welternährungshilfe zur Verfügung gestellt werden sollten. Aber die Informationen über das syrische Kinderheim ließen mich auch schon im Vorfeld der langen Autofahrt aktiv werden. So sprach ich einen befreundeten Schuster an, der mir viele Kinderschuhe in Original-Verpackung für den guten Zweck überließ, so kamen auch viele Kinder-Kleidungsstücke mit in meinen 24 Jahre alten Mercedes, den ich eigens für die Rallye-Teilnahme gekauft hatte. Teamchef Meinolf Schwefer hatte mich ja wissen lassen, dass all diese Dinge in Syrien durchaus gebraucht würden – und nur zu gern wollte ich auch als Außenstehender meinen Beitrag zur Hilfe leisten.

Das alles aber war bald Makulatur, denn kurz vor dem Start in Oberstaufen war klar, dass wir wegen der politischen Unruhen auf keinen Fall nach Syrien fahren würden. Was aber sollte nun mit all den Mitbringseln geschehen? Während unserer Fahrt durch insgesamt 13 Staaten wurde aber schnell klar, dass unsere Hilfe auch andernorts willkommen war. Schon in Bulgarien wurden erste Kinder mit Spielsachen beglückt, später wurden viele der Hilfsgüter in der Türkei vergeben. Und immer wieder kam die Frage von Mitgliedern anderer Teams, was sie denn mit ihren Hilfsgütern nun tun sollten, wobei übrigens auch während der Rallye deutlich wurde, dass wir kein „normales“ Team waren – irgendwie zeigten alle Teilnehmer besonderen Respekt vor der Jürgen-Wahn-Stiftung, wollten sie doch eigentlich alle nicht nur Spaß haben, sondern auch Gutes tun.

Ein Abenteuer erlebten wir alle auf jeden Fall, dazu kam Gastfreundschaft, wie sie hierzulande kaum vorstellbar ist. Aber natürlich war es schon ärgerlich, dass wir nicht nach Salamiya kamen, dass wir nicht die Arbeit im Kinderheim und dessen Entwicklung sehen konnten. Immerhin hatten wir kurz vor unserer Heimkehr noch viel Glück, als wir im historischen Troja ein anderes Team trafen, das auf seiner Rückfahrt nach Deutschland noch das Sozialzentrum im rumänischen Lugoj besuchen wollte und den Rest unserer Hilfsgüter kurzerhand genau dorthin mitnahm. So erreichten die zwar nicht ihr eigentliches Ziel, aber sie kamen doch einem guten Zweck zugute. Und so konnten wir doch noch helfen – und letztlich war es für mich zumindest auch nicht so wichtig, dass ein ganz bestimmtes Heim diese Hilfe erfuhr, denn während unserer Fahrt wurde deutlich, dass die vielerorts immer noch benötigt wird.

Ein Nachsatz: Ich hoffe, dass ich ein ganz klein wenig dazu beitragen konnte, die Jürgen-Wahn-Stiftung und ihre Aktivitäten auch außerhalb von Soest bekannt zu machen. Ich selbst wohne in Bielefeld, bin Redakteur bei einer Tageszeitung und habe für verschiedene Medien über unsere Rallye-Teilnahme sowie über die Arbeit der Stiftung berichtet. Vielleicht habe ich ja auch dadurch eine kleine Hilfe geleistet, die erst später sichtbar wird.

Bericht von: Dirk Kröger

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Garten-Kooperative versorgt Schulkantine mit Gemüse in Animadé

Im Dorf Animadé im Norden Togos betreut die Jürgen Wahn Stiftung seit 2005 rund 120 Schulkinder mit einem Patenschaftsprogramm. Dadurch bekommen die Mädchen und Jungen der sechsjährigen Grundschule alle zwei Jahre ihre Schulkleidung, jährlich das erforderliche Lernmaterial und täglich eine warme Mahlzeit aus der Schulkantine.

Die Nahrungsmittel werden auf dem Markt eingekauft. Aber frisches Gemüse und Kräuter sollen nun bald in einem eigenen Garten gewonnen werden. Dafür macht sich die Gruppe „Freunde der Jürgen Wahn Stiftung“ stark, die vor drei Jahren von engagierten Studenten und Auszubildenden gegründet wurde. Diese jungen Menschen stammen aus Animadé und fühlen sich der Entwicklung ihres Dorfes verpflichtet.

Mitglieder dieser Gruppe organisierten gemeinsam mit dem Gärtner Monsieur Agbarine aus Défalé die Bewirtschaftung eines etwa 2000 m2 großen eingezäunten Gartens. Dazu riefen Sie eine Garten-Kooperative ins Leben, der Dorfbewohner bei Zahlung eines kleinen Beitrags beitreten können. Aber auch die Schulkinder beteiligen sich im wöchentlichen Werkunterricht mit Begeisterung an der Gartenarbeit.

Ziel dieser Kooperative ist die regelmäßige Versorgung der Schulkantine mit frischem Gemüse sowie mit Kräutern und Gewürzen. Obstbäume sollen Schatten spenden, aber natürlich auch schmack- und nahrhafte Früchte wie Mango, Apfelsinen und Zitronen liefern. Mitten im Garten befindet sich ein umfangreiches Wasserbecken, das durch eine Solarpumpe aus einem Tiefbrunnen gespeist wird. Dieses Becken bietet die Grundlage für die Einrichtung einer Bewässerungsanlage mit sparsamer Tröpfchenbewässerung.

Dass die Bemühungen erfolgreich sein werden, zeigt ein 2007 begonnenes Pilotprojekt. Ein dabei angelegtes Beet liefert schon gute Ernten an Gemüse, Salat, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Erdnüssen. Nun sollen weitere Flächen aufbereitet werden, wobei die Kooperative unter der Leitung des Gärtners eine sachgerechte und gewissenhaft durchgeführte Gartenpflege garantiert. Das erforderliche Kapital für die Anschaffung der Geräte, der Bewässerungsanlage, der Samen und Pflanzen stellte die Jürgen Wahn Stiftung schon mit einer Spende von 5.500 Euro zu Verfügung.

Klaus Dehnert, der als Patenschaftskoordinator den Ort Animadé in den beiden letzten Jahren besuchte, wird im Oktober 2011 gemeinsam mit Hans-Werner Gierhake aus Soest wieder dort sein, um zu sehen, wie weit das Projekt gediehen ist. Auf längere Sicht verfolgt er mit dem Gartenbauprojekt noch ein weiteres Ziel: Die Garten-Kooperative soll Schule machen und die Entwicklung von Hausgärten fördern.

Als spontane Initiative der Jugendlichen des Dorfes besitzt das Gartenbauprojekt auch eine politische Relevanz. Sie zeigt, dass die junge Generation Eigenverantwortung übernimmt, wie es bisher nur in Ansätzen der Fall war. Der Leiter der Kooperative, unser junger Freund Nandji Tantar, beschreibt sein Ziel folgendermaßen: „Wir wollen durch unsere Aktivitäten der Bevölkerung zeigen, dass wir selbst in der Lage sind, unsere Situation zu verbessern und wir danken der Jürgen Wahn Stiftung, dass sie uns bei diesen Bemühungen finanziell und ideell großzügig unterstützt“.

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte (Guatemala) zu Besuch

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Am 31.Mai 2011 besuchte Dr. Christian Aponte die Jürgen Wahn Stiftung e.V. in Soest. Dr. Aponte ist der Partner der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala und zusammen mit seiner Frau Initiator von verschiedenen Projekte. Vor interessierten Zuhörern hielt er einen interessanten Vortrag über das Thema: „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft.“ Eindrucksvoll schilderte er das Leben der armen Menschen am Rande des Existenzminimums. Er zeigte beispielhaft die Lebensumstände der Menschen auf, die in Armut und Hunger am Rande der Müllkippe in Guatemala leben. Dort, in dem Projekt „Casita Amarilla“, bietet er, mit der Organisation CAFNIMA und der Hilfe durch die Jürgen Wahn Stiftung, vor allem den Kindern eine Möglichkeit aus dem Dunstkreis der Müllkippe auszubrechen. Rund 150 Kinder erhalten hier eine Betreuung, erleben Gemeinschaft außerhalb von Banden und erhalten eine schulische Ausbildung. Ohne schulische Ausbildung würden sie ein Leben ohne Perspektiven auf Verbesserung haben.

Als weiteres Beispiel der erfolgreichen Arbeit schilderte Dr. Aponte  das Mikrokredite-Projekt. An diesem Projekt sind über 500 Personen beteiligt, die durch Kleistkredite von 150 $ die Möglichkeit erhalten, sich in eine Erwerbstätigkeit zu begeben. Dadurch schaffen sie eine Verdienstmöglichkeit und steigern vor allem ihr Selbstwertgefühl. Sie werden in die Lage versetzt, zur Ernährung der Familie beitragen zu können. Die Kredite werden verzinst und in Raten zurückgezahlt. Z.Z. gibt es keine Rückstände in der Rückzahlung des Geldes. Das Projekt soll noch auf 600 Personen ausgebaut werden. Dann ist der Punkt erreicht, dass dieses Projekt der Mikrokredite sich vollständig selber trägt.

Abschließend beantwortete Dr. Aponte noch spezielle Fragen. Auch freuten sich die beiden Praktikantinnen Marie und Saskia, die im letzten Jahr aus Soest in Guatemala gewesen sind, auf ein Wiedersehen.

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Intressierte Zuhörer

Die Zuhörer lauschen der Übersetzung aus dem Spanischen von Klaus Schubert