Author Archives: Meinolf Schwefer

ALS-Spendenprojekt in Nepal

Für das ALS-Spendenprojekt wurde der Behindertenflügel der Chwadi-Schule in Majhitar ausgewählt. Hier sind15 behinderte Schüler untergebracht. Sie werden in grundlegenden Überlebensfähigkeiten unterrichtet, damit sie sich in die Außenwelt integrieren und mit ihr zusammenarbeiten können. Trotz staatlicher Unterstützung fehlen ihnen immer noch ausreichende Mittel, um sie mit angemessener Winterkleidung auszustatten. Sie kommen aus finanziell schwierigen Verhältnissen und sind daher ausschließlich auf staatliche Mittel und lokale Spenden angewiesen.

Da der Winter bereits begonnen hat, haben wir in der ersten Phase allen fünfzehn Schülern im Projektgebiet ein Paket mit grundlegender Winterkleidung zur Verfügung gestellt. Sobald es wärmer wird, werden Sommermützen, leichte Pullover, Baumwoll-T-Shirts und Hausschuhe verteilt. Außerdem haben wir einen Fernseher übergeben, der für Unterrichtszwecke genutzt wird.

Baufortschritt bei der Aufstockung

Unsere nepalesische Projektbetreuerin Situ Chitrakar berichtete uns, dass der erste Stock des Schulgebäudes in Chwadi fertiggestellt ist. Sie bereiten sich darauf vor, das Dach des Gebäudes zu betonieren. Anbei finden Sie Fotos, die den bisherigen Baufortschritt zeigen.

Besuch beim DZI

Sandra Proske, Thomas Frye und Geschäftsführer Burkhard Wilke (v.l.)

Seit 31 Jahren bescheinigt uns das DZI jährlich wiederkehrend u.a. Transparenz, Glaubwürdigkeit und niedrige Verwaltungskosten. Wir sind damit eine der bundesweit nur 230 Organisationen, deren Spendenwürdigkeit in besonderer Weise geprüft und bestätigt wird.

Jetzt haben wir den Verlängerungsantrag für 2026 gestellt. Aus diesem Anlass und um sich persönlich vorzustellen, hat unser neuer Vorsitzender Thomas Frye einen beruflichen Termin zu einem persönlichen Gespräch in Berlin genutzt. Danke an Sandra Proske und Geschäftsführer Burkhard Wilke für den guten Austausch.

 

A.L.S.-Radmarathon erbrachte 3.500 € für Nepal-Projekt

Im Zusammenhang mit dem 6. A.L.S.-Radmarathon wurde Spenden gesammelt. Die Jürgen Wahn Stiftung e.V. erhielt aus dieser Sammlung einen tollen Betrag von 3.500 € für ein spezielles Schulprojekt in Nepal.

In der Chwadi Schule gibt es einen Spezialbereich, in dem 15 behinderte Kinder betreut werden. Die Schule heißt „Intellectual Disability Resource Class“. Für die Kinder die in diesem Projekt gefördert werden, werden warme Sachen wie Jacken, Mützen, Pullover etc. angeschafft, denn der Winter steht bevor. Des weiteren erfolgt die Beschaffung von Lernmaterial sowie audiovisuelle Lernprogramme.

Die Jürgen Wahn Stiftung bedankt sich für den Einsatz aller, die bei dieser tollen Aktion mitgewirkt haben.

Benefizkonzert zu Gunsten der Förderschule „Rafael Ramírez“

Mit Musik in den Sommer

Soester Ensembles geben Benefizkonzert für die Jürgen Wahn Stiftung

Der Erlös ist für die Förderschule „Rafael Ramírez“ in Benito Juárez, Mexiko

Zum Schluss sind alle sogar zum Mitsingen eingeladen: Start in den Sommer mit „Freude schöner Götterfunken“ und „Kein schöner Land“. Bevor die Konzertbesucherinnen und –besucher am Sonntag, 29. Juni 2025, in der Kulturkirche Neu St. Thomä aber selber singen, steht ein besonderer Hörgenuss auf dem Programm. Gleich zwei Ensembles gestalten ab 17 Uhr das Benefizkonzert zugunsten der Jürgen Wahn Stiftung (JWS).

Unter der Leitung von Karl H. Pröpsting spielt das Sinfonische Blasorchester Soest Filmmusik, Klassisches und Hits wie „Du hast den Farbfilm vergessen“. Das Orchester aus  30 Holz- und Blechbläserinnen und –bläsern verfügt von Pop über Musical bis Klassik-Adaptionen über ein breites Repertoire.

Den Mittelteil des Konzerts gestaltet das Soester Vokalensemble unter der Leitung von Michael Busch. Der gemischte Chor mit 16 Vokalisten widmet sich der Musik aus allen Epochen und Genres. Beim Auftritt in Neu St. Thomä spannen die Sängerinnen und Sänger einen weiten Bogen von Antons Bruckners „Locus iste“ bis zum Volkslied „Die Gedanken sind frei.“

Musik begeistert. Musik öffnet die Herzen. Und sie macht großzügig, hofft Klaus Schubert, Vorsitzender der Jürgen Wahn Stiftung. Denn der Eintritt zum Konzert ist frei. Am Ausgang bitten Aktive der Soester Hilfsorganisation aber um eine Spende. Das Geld wird der Arbeit der Behindertenschule „Rafael Ramirez“ in Benito Juárez Vercruz in  Mexiko zugute kommen. In der Schule werden geistig- und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche betreut. In den Klassenräumen fehlt allerdings Mobiliar und die Lehrerinnen und Lehrer haben nicht genug didaktisches Material.  „Vom  mexikanischen Staat kann die Schule keine Hilfe erwarten“, weiß Norbert Röttger. Er ist bei Soester Stiftung Koordinator für die Projekte in Mexiko. Seit 2023 unterstützt die JWS die Behindertenschule. Mit dem Erlös aus dem Benefizkonzert soll diese Arbeit weiter gesichert werden.

„Wir freuen uns auf ein schönes Sommerkonzert und großherzige Besucherinnen und Besucher“, lädt JWS-Vorsitzender Schubert in die Kulturkirche ein.

DZI Spendensiegel 2025

Seit 1994 wird die Jürgen Wahn Stiftung e.V. vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüft. Als Ergebnis bekommen wir auch in diesem Jahr wieder das

DZI Spenden-Siegel: Zeichen für Vertrauen

Aus dem Text des Spenden-Siegels:

„Die Organisation

Jürgen Wahn Stiftung e.V.
Weslarner Weg 1
59494 Soest

hat die Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat bestätigt, dass sie alle dazu erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß und vollständig nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und belegt hat. Nach intensiver und umfassender Prüfung hat das DZI festgestellt, dass die Organisation die Spenden-Siegel-Standards erfüllt und erkennt ihr das DZI Spenden-Siegel für den Zeitraum vom 1.1.2025 bis 31.12.2025 zu.

Die Organisation ist berechtigt, das abgebildete Siegel-Emblem zu führen. Berlin, den 12.03.2025“

Ergänzend hierzu teilt das DZI in seinem Prüfbericht mit, dass der Anteil der Werbeausgaben an den Sammlungseinnahmen im Jahr 2023 4,70 % (Vorjahr: 3,38 %) beträgt.

Ferner kommt das DZI zu dem Ergebnis:

„Der Jürgen-Wahn-Stiftung e.V., Soest, kann das DZI Spenden-Siegel erneut zuerkannt werden.

Die sieben Spenden-Siegel-Standards erfüllt der Verein wie folgt:

1. Die Organisation leistet satzungsgemäße Arbeit.

2. Leitung und Aufsicht sind angemessen strukturiert, klar voneinander getrennt und werden wirksam wahrgenommen.

3. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit informieren klar, wahr, sachlich und offen.

4. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig („niedrig“ = unter 10%). Die Wirksamkeit des Mitteleinsatzes wird überprüft, und die Ergebnisse werden dokumentiert und veröffentlicht.

5. Vergütungen (trifft nicht zu)

6. Mittelbeschaffung und -verwendung sowie die Vermögenslage werden nachvollziehbar dokumentiert und angemessen geprüft.

7. Die Organisation berichtet offen und hinreichend umfassend über ihre Arbeit, Strukturen und Finanzen.“

Die Jürgen Wahn Stiftung e.V. ist stolz, seinen Spendern diese erfreuliche Nachricht mitteilen zu können.

3 Jahre Krieg in der Ukraine

Von Maryna Bohun erhielten wir traurige Grüße zum 3. Jahrestag des Beginns des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Auf dem zentralen Platz Maidan steht für jeden der über 20.000 getötete/n oder vermisste/n Ukrainerin und Ukrainer eine Gedenktafel. Die Jürgen Wahn Stiftung e.V. unterstütz weiterhin mit Spenden die Projekteinitiativen von Maryna Bohun, deren Partner von den Russen getötet wurde.

Arbeiten an der Rampe durch Mitglieder der Dorfgemeinschaft

Bau der Rampe hat begonnen

Erika  und Jacques M’Bata sind von ihrer Europa-Reise zurückgekehrt. Sie waren am Jahresende in Deutschland und Frankreich bei Familienangehörigen und Freunden zu Besuch. Unsere ehrenamtlichen Koordinatoren im westafrikanischen Togo sind zurzeit im Norden des Landes. Dort engagiert sich die Jürgen-Wahn-Stiftung seit vielen Jahren bei der Verbesserung der schulischen und beruflichen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sowie bei der Gesundheitsversorgung der Dorfbevölkerung.

Die Krankenstation in Animadé ist für die Kranken ein zentraler Anlaufpunkt. Für Menschen mit einem Bewegungshandicap war es aber bisher immer ein großes Problem, überhaupt in die Räume der Krankenstation zu gelangen. „Sie mussten oft getragen werden“, weiß Jacques. Eine Rampe soll das Problem nun lösen. Der Vorstand der JWS hatte Ende vergangenen Jahres dafür die Mittel bewilligt. „Nun haben die Arbeiten begonnen“, freut sich Erika, dass der Weg zur Hilfe für viele Patientinnen und Patienten bald leichter wird.

geförderte Jugendliche aus dem 2. und 3. Ausbildungsjahr

Mit Beginn des neuen Jahres haben Jugendliche auch wieder eine Unterstützung bekommen, damit sie die Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren können. Hier reichen nach unseren Maßstäben relativ geringe Beträge, um jungen Leuten eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Erika zahlte das die Unterstützung an junge Menschen im 2. und 3. Ausbildungsjahr aus. Außerdem bekamen Jugendliche, deren Ausbildung erst im Oktober vergangenen Jahres begonnen hat, den ersten Teil ihres  „Stipendiums“ für  2025.

Erika und Jacques danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern der JWS, die mit ihrer Spende die erfolgreiche Arbeit in Togo sichern. Martin Huckebrink

Besuch aus Albanien

Sr. Martina, Meinolf Schwefer und Sr. Oberin Joela (von links) umrahmt von 4 jungen Erwachsenen

Sr. Oberin Joela und Sr. Martina sowie 4 junge Erwachsene besuchten die Sternsinger der Albertus Magnus Gemeinde in Soest, um sie bei ihrer Aktion zu unterstützen. In diesem Rahmen gab es Gelegenheit zu einem Treffen mit dem 2. Vorsitzenden der Jürgen Wahn Stiftung, Meinolf Schwefer. Die Schwestern des albanischen Klosters betreuen 2 Kindergärten und ein kleines Internat in Velipoje. Seit Jahren werden sie von der Jürgen Wahn Stiftung und der Albertus Magnus Gemeinde durch die Sternsingeraktion unterstützt.

Ein Kindergarten wurde vor vielen Jahren durch Mittel der Jürgen Wahn Stiftung errichtet. Seit 2024 werden die Kinder in den Kindergärten auch bis 16:00 Uhr betreut. Sie erhalten eine warme Mahlzeit und haben die Möglichkeit zur Mittagsruhe. Die Jürgen Wahn Stiftung finanzierte die erforderlichen Betten.

Bei diesem Treffen berichteten die beiden Schwestern über Ihre aktuellen Arbeiten. Neben den Kindergärten wurde bisher auch eine Grundschule von Ihnen betreut. Die hierfür von Staat festgesetzten Lehrergehälter konnten sie mit ihren Finanzmitteln leider nicht mehr aufbringen. Daher musste die Grundschule geschlossen werden. Leidtragende sind die Kinder, deren Familien das Schulgeld nicht aufbringen können.

K. Schubert, Gentian und M. Schwefer 2018 bei einem Besuch in Albanien

Es gibt leider auch eine traurige Nachricht. Gentian, der als Kind vor Jahren in Soest durch Vermittlung der Jürgen Wahn Stiftung am Herzen operiert wurde, ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen.

Sprachen über die Togo-Projekte der JWS: (v.l.) Martin Huckebrink, Brigitte Weimer, Jacques M’Bata, Erika M’Bata und Klaus Schubert.

Unermüdlicher Einsatz – Erika und Jacques M’Bata zu Besuch in Soest

Kinder gehen zur Schule. Sie bekommen eine Mahlzeit, Bücher, Stifte, Hefte und die Schulkleidung. Im Dorf gibt es Strom und Wasser. Die Krankenstation sichert die Grundversorgung der Menschen. Die Hebamme unterstützt Schwangere und leistet Geburtshilfe. Jungen Leuten eröffnen sich neue Perspektiven durch die Anschubfinanzierung für Existenzgründer.

Die zahlreichen Projekte im Norden des kleinen westafrikanischen Landes Togo gehören zu Arbeitsschwerpunkten der Jürgen Wahn Stiftung. Das Engagement ist erfolgreich und nachhaltig. Erika und Jacques M’Bata sind die Motoren dieser Arbeit. Dank ihres unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes vor Ort gelingt es, das Leben der Menschen in der Region Défalé zu verbessern.

Über die aktuelle Situation und Zukunftspläne sprachen Erika und Jacques Ende November mit dem JWS-Vorsitzenden Klaus Schubert, Brigitte Weimer und Martin Huckebrink, beide koordinieren die Togo-Projekte im Vorstand, bei einem Besuch in Soest. Erika und Jacques waren ins Flugzeug gestiegen, um Verwandte und Freunde in Deutschland und Frankreich wieder zu sehen. Klar, dass ein Abstecher nach Soest fester Bestandteil ihres Reiseprogramms war.

Sprachen über die Togo-Projekte der JWS: (v.l.) Martin Huckebrink, Brigitte Weimer, Jacques M’Bata, Erika M’Bata und Klaus Schubert.

Sprachen über die Togo-Projekte der JWS:
(v.l.) Martin Huckebrink, Brigitte Weimer, Jacques M’Bata, Erika M’Bata und Klaus Schubert.

Die Unterstützung der JWS für die Kinder und Jugendlichen ist auch in Zukunft unverzichtbar. Die wirtschaftliche Situation der Menschen bleibt nämlich schwierig. Klimawandel und Wetterkapriolen machen Ernten zum Glücksspiel, die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Inflation steigt. Ohne die Hilfe aus Soest wäre es deshalb für viele Familien gar nicht möglich, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Besonders Mädchen würden dann keine Chance auf Bildung haben – und damit auf eine Perspektive für eine bessere Zukunft. Dass die Unterstützung Früchte trägt, zeigen zum Beispiel die erfolgreichen Gründungen kleiner Betriebe durch ehemalige Stipendiaten der JWS. Das Startkapital, das die JWS dank der Anja Balkenhol Stiftung zur Verfügung stellen kann, ermöglicht es ihnen, wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen.

„Wir danken euch sehr für euren unermüdlichen Einsatz und wir wollen die Arbeit auch in Zukunft unterstützen“, versicherte Klaus Schubert beim herzlichen Abschied von Erika und Jacques.