Author Archives: Meinolf Schwefer

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Togo ruft!

K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010K. Dehnert und H.-W. Gierhake bei der Abreise 2010

Am 5. Oktober 2011 fliegen Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake im Auftrag der Jürgen Wahn Stiftung zum zweiten Mal gemeinsam nach Togo, um im Norden dieses armen afrikanischen Landes im Dorf Animadé Projekte der Stiftung zu besuchen. Dieses Mal reisen sie auf Einladung einer Gartenbau-Kooperative in Animadé als Abgesandte des Senioren Experten Service, SES-Bonn.

Der SES finanziert die Reisekosten und eine umfangreiche Versicherung. Dafür stellen sich die beiden Reisenden der Gartenbau-Kooperative als sachkundige Berater zur Verfügung. Klaus Dehnert spezialisierte sich auf die Einrichtung einer Tröpfchenbewässerung im etwa 2 ha großen eingezäunten Garten und auf den Bau von Toiletten, die Kompost erzeugen. Hans-Werner Gierhake gibt Anleitungen bei der Strukturierung des Gartenareals sowie bei Anlage der Beete und Gartenwege.

K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit
K. Dehnert mit Kindern aus Animadé bei der Gartenarbeit

Die Gartenbau-Kooperative gründete sich 2010 als freiwilliger Zusammenschluss von Dorfbewohnern aus Animadé. Sie versuchen, mit Anleitung eines Gärtners den Gemüse- und Obstanbau unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten zu betreiben. Das bedeutet den Einsatz von Geld, die Erzeugung von Produkten und deren Verkauf, mit dem Ziel, einen finanziellen Überschuss zu erwirtschaften. Mit diesem Vorhaben betreten die Einwohner von Animadé ein für sie absolutes Neuland in soziologischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Die Mitarbeiter der Jürgen Wahn Stiftung und Experten aus Togo werden dieses Vorhaben gemeinsam planen und unterstützen. Diese Verbindungen zu knüpfen ist eine weitere Aufgabe der beiden Togoreisenden.

Die Jürgen Wahn Stiftung stellte der Kooperative als Startkapital 5500 Euro zur Verfügung. Die weitere Finanzierung soll durch Mikrokredite ermöglicht werden, die eine Bank in Togo bereitstellt. Durch diese Einrichtung soll die Kooperative finanziell selbständig werden. Damit wird nach fast 20-jährigen Bemühungen in Animadé der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem  weiteren Projekt realisiert.

Nutznießer des Gartenbau-Projekts ist zunächst die Schulspeisung des 2005 in Animadé gegründeten Patenschaftsprojekts, das alle Schulkinder des Dorfes täglich mit einer warmen Malzeit versorgt. Hierbei hilft zwar immer noch die Jürgen Wahn Stiftung finanziell, aber sie bietet der Kooperative Zeit in einer finanziell abgesicherten Umgebung wirtschaftliches Denken und Handeln zu erlernen. Ein Teil der Gartenerzeugnisse soll auf dem Markt im Dorf und in den benachbarten Orten verkaufen werden. Das kann dann der Weg zur endgültigen planerischen und finanziellen Selbständigkeit der Gartenbau-Kooperative von Animadé sein.

H.-W. Gierhake filmt im Garten von AnimadéH.-W. Gierhake filmt im Garten von Animadé

Klaus Dehnert und Hans-Werner Gierhake freuen sich, auf die Begegnung mit Menschen, die sie im letzten Jahr kennen und schätzen lernten. Insbesondere denken sie dabei an Erika und Jacques M’Bata, die sie in Lomé empfangen, in ihr Haus aufnehmen und versorgen. Ohne ihre Unterstützung wäre das gesamte Unternehmen nicht möglich.

Nach ihrer Rückkehr berichten die beiden Reisenden an dieser Stelle von ihren Erlebnissen und sie geben der Jürgen Wahn Stiftung umfangreiches Informationsmaterial für diese Webseite sowie für den kommenden Rundbrief.

 

 

Spenden richten Sie bitte an

Sparkasse Soest – BLZ 41450075 – Konto 222 02

Volksbank Hellweg – BLZ 4460116 – Konto 222 202 900

Stichwort: Togoreise 2011

Spendenerfolge durch die Allgäu Orient Rallye

Die Partnerschaft mit der Allgäu-Orient-Rallye trägt trotz des Syrienausfalls Früchte. Bekanntlich konnte die Rallye Syrien nicht anfahren, um die mitgenommenen Hilfsgüter und Spenden vor Ort zu übergeben. Daher haben sich einzelne Teams entschlossen, Geldspenden über die Jürgen Wahn Stiftung dem Projekt in Salamiyah zukommen zu lassen. Hier sollen kurz drei Beispielen genannt werden.

Das Team 25 „Kombi-Nations“ hat bereits im August einen Betrag von 1350 Euro überwiesen.

Das Team 29 „Platz 004 – denn ein Kamel ist nicht genug“ hat für die Siegerehrung am 1. Oktober in Calw einen Geldbetrag von über 2000 Euro angekündigt. Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung wird diesen Betrag gerne entgegennehmen und zielgerichtet für das syrische Projekt einsetzen.

Das Team 43 „Monaco Buam“ hat einen Film über die Rallye 2011 gedreht. Der Film wird in verschiedenen Kinos gezeigt. Statt eines Eintritts soll jeder Besucher eine Spende für das Salamiyah-Projekt in bereitgestellte Sammeldosen der Jürgen Wahn Stiftung entrichten. Das ist eine tolle Idee der Buam. Ein Trailer zu dem Film kann hier angesehen werden. Über den Erfolg dieser Aktion werden wir gerne berichten. Die Premiere ist am 30.11.2011 um 11 Uhr in München. Weitere Infos unter http://monaco-buam.de/

 Die Zusammenarbeit mit der Allgäu Orient Rallye wird auch in Zukunft weitere Früchte tragen.

 

Projektbesuche in Nepal, Sambia und Togo

In diesem Jahr finden wieder Besuche unserer Projekte statt. Z.Z. ist der 1. Vorsitzende Klaus Schubert in Nepal um in Devighat das Projekt: Devighat Child Club zu besuchen. Im Gepäck hat er einen Vorstandsbeschluß über die Bewillung eines Anbaus über 3800 Euro. Für das Jugendzentrum soll ein Toilettengebäude mit Sanitärausstattung errichtet werden.

Natalie und Linda informieren sich z.Z. in Sambia über den Fortgang der Projekte in Kazama und Kazembe. Beide sind bereits zum zweiten Mal vor Ort. Hierzu auch der folgende Link: www.kindernhoffnungschenken.de.

Im Oktober fliegt unser Patenschaftskoordinator Klaus Dehnert mit Werner Gierhake nach Togo. Wie im letzten Jahr werden beide die Projekte vor Ort begutachten um nach Ihrer Rückkehr den Paten und Spendern ausführlich berichten zu können.

Alle Besuche werden durch die jeweiligen Besucher selbst finanziert. Sie gehen, wie immer, nicht zu Lasten der Spender. Nach der Rückkehr wird sicherlich reichlich Informationsmaterial zur Verfügung stehen.

Dirk Kröger

Dirk Kröger: Das Ziel verpasst und doch geholfen!

Im April 2011 starteten 666 Fahrer und Fahrerinnen mit großer Begeisterung in das Abenteuer „Allgäu–Orient–Rallye“. Dirk Kröger, Journalist aus Löhne, war einer von ihnen. Für uns zieht er trotz aller Widrigkeiten ein positives Fazit.

Dirk Kröger

Dirk Kröger

Die Rallye Allgäu-Orient – das war ein Unternehmen, das mich schon seit geraumer Zeit gereizt hatte. Und dann entdeckte ich im Internet, dass eines der teilnehmenden Teams noch Menschen suchte, die mitfahren wollen. Ganz schnell nahm ich Kontakt auf, ganz schnell wurde ein erstes Treffen organisiert. Bei dem erfuhr ich dann erst, dass „mein“ künftiges Team ein ganz Besonderes war, denn zugegebenermaßen kannte ich die Jürgen-Wahn-Stiftung zuvor nicht. Natürlich war es in erster Linie die Abenteuerlust, die mich in das Team einstiegen ließ, aber es machte mich schon ein wenig stolz, dass ich nicht nur zu einer Spaß-Mannschaft gehörte. Über die Aktivitäten der Stiftung informierte ich mich natürlich umgehend, vorwiegend im Internet. Und danach freute ich mich ganz besonders auf den Besuch des Kinderheims in Syrien, das die Stiftung selbst einmal aufgebaut hatte.

Einen guten Zweck sollte die Rallye ja ohnehin verfolgen, schließlich war klar, dass unsere Autos in Jordanien bleiben und dort der Welternährungshilfe zur Verfügung gestellt werden sollten. Aber die Informationen über das syrische Kinderheim ließen mich auch schon im Vorfeld der langen Autofahrt aktiv werden. So sprach ich einen befreundeten Schuster an, der mir viele Kinderschuhe in Original-Verpackung für den guten Zweck überließ, so kamen auch viele Kinder-Kleidungsstücke mit in meinen 24 Jahre alten Mercedes, den ich eigens für die Rallye-Teilnahme gekauft hatte. Teamchef Meinolf Schwefer hatte mich ja wissen lassen, dass all diese Dinge in Syrien durchaus gebraucht würden – und nur zu gern wollte ich auch als Außenstehender meinen Beitrag zur Hilfe leisten.

Das alles aber war bald Makulatur, denn kurz vor dem Start in Oberstaufen war klar, dass wir wegen der politischen Unruhen auf keinen Fall nach Syrien fahren würden. Was aber sollte nun mit all den Mitbringseln geschehen? Während unserer Fahrt durch insgesamt 13 Staaten wurde aber schnell klar, dass unsere Hilfe auch andernorts willkommen war. Schon in Bulgarien wurden erste Kinder mit Spielsachen beglückt, später wurden viele der Hilfsgüter in der Türkei vergeben. Und immer wieder kam die Frage von Mitgliedern anderer Teams, was sie denn mit ihren Hilfsgütern nun tun sollten, wobei übrigens auch während der Rallye deutlich wurde, dass wir kein „normales“ Team waren – irgendwie zeigten alle Teilnehmer besonderen Respekt vor der Jürgen-Wahn-Stiftung, wollten sie doch eigentlich alle nicht nur Spaß haben, sondern auch Gutes tun.

Ein Abenteuer erlebten wir alle auf jeden Fall, dazu kam Gastfreundschaft, wie sie hierzulande kaum vorstellbar ist. Aber natürlich war es schon ärgerlich, dass wir nicht nach Salamiya kamen, dass wir nicht die Arbeit im Kinderheim und dessen Entwicklung sehen konnten. Immerhin hatten wir kurz vor unserer Heimkehr noch viel Glück, als wir im historischen Troja ein anderes Team trafen, das auf seiner Rückfahrt nach Deutschland noch das Sozialzentrum im rumänischen Lugoj besuchen wollte und den Rest unserer Hilfsgüter kurzerhand genau dorthin mitnahm. So erreichten die zwar nicht ihr eigentliches Ziel, aber sie kamen doch einem guten Zweck zugute. Und so konnten wir doch noch helfen – und letztlich war es für mich zumindest auch nicht so wichtig, dass ein ganz bestimmtes Heim diese Hilfe erfuhr, denn während unserer Fahrt wurde deutlich, dass die vielerorts immer noch benötigt wird.

Ein Nachsatz: Ich hoffe, dass ich ein ganz klein wenig dazu beitragen konnte, die Jürgen-Wahn-Stiftung und ihre Aktivitäten auch außerhalb von Soest bekannt zu machen. Ich selbst wohne in Bielefeld, bin Redakteur bei einer Tageszeitung und habe für verschiedene Medien über unsere Rallye-Teilnahme sowie über die Arbeit der Stiftung berichtet. Vielleicht habe ich ja auch dadurch eine kleine Hilfe geleistet, die erst später sichtbar wird.

Bericht von: Dirk Kröger

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Garten-Kooperative versorgt Schulkantine mit Gemüse in Animadé

Im Dorf Animadé im Norden Togos betreut die Jürgen Wahn Stiftung seit 2005 rund 120 Schulkinder mit einem Patenschaftsprogramm. Dadurch bekommen die Mädchen und Jungen der sechsjährigen Grundschule alle zwei Jahre ihre Schulkleidung, jährlich das erforderliche Lernmaterial und täglich eine warme Mahlzeit aus der Schulkantine.

Die Nahrungsmittel werden auf dem Markt eingekauft. Aber frisches Gemüse und Kräuter sollen nun bald in einem eigenen Garten gewonnen werden. Dafür macht sich die Gruppe „Freunde der Jürgen Wahn Stiftung“ stark, die vor drei Jahren von engagierten Studenten und Auszubildenden gegründet wurde. Diese jungen Menschen stammen aus Animadé und fühlen sich der Entwicklung ihres Dorfes verpflichtet.

Mitglieder dieser Gruppe organisierten gemeinsam mit dem Gärtner Monsieur Agbarine aus Défalé die Bewirtschaftung eines etwa 2000 m2 großen eingezäunten Gartens. Dazu riefen Sie eine Garten-Kooperative ins Leben, der Dorfbewohner bei Zahlung eines kleinen Beitrags beitreten können. Aber auch die Schulkinder beteiligen sich im wöchentlichen Werkunterricht mit Begeisterung an der Gartenarbeit.

Ziel dieser Kooperative ist die regelmäßige Versorgung der Schulkantine mit frischem Gemüse sowie mit Kräutern und Gewürzen. Obstbäume sollen Schatten spenden, aber natürlich auch schmack- und nahrhafte Früchte wie Mango, Apfelsinen und Zitronen liefern. Mitten im Garten befindet sich ein umfangreiches Wasserbecken, das durch eine Solarpumpe aus einem Tiefbrunnen gespeist wird. Dieses Becken bietet die Grundlage für die Einrichtung einer Bewässerungsanlage mit sparsamer Tröpfchenbewässerung.

Dass die Bemühungen erfolgreich sein werden, zeigt ein 2007 begonnenes Pilotprojekt. Ein dabei angelegtes Beet liefert schon gute Ernten an Gemüse, Salat, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Erdnüssen. Nun sollen weitere Flächen aufbereitet werden, wobei die Kooperative unter der Leitung des Gärtners eine sachgerechte und gewissenhaft durchgeführte Gartenpflege garantiert. Das erforderliche Kapital für die Anschaffung der Geräte, der Bewässerungsanlage, der Samen und Pflanzen stellte die Jürgen Wahn Stiftung schon mit einer Spende von 5.500 Euro zu Verfügung.

Klaus Dehnert, der als Patenschaftskoordinator den Ort Animadé in den beiden letzten Jahren besuchte, wird im Oktober 2011 gemeinsam mit Hans-Werner Gierhake aus Soest wieder dort sein, um zu sehen, wie weit das Projekt gediehen ist. Auf längere Sicht verfolgt er mit dem Gartenbauprojekt noch ein weiteres Ziel: Die Garten-Kooperative soll Schule machen und die Entwicklung von Hausgärten fördern.

Als spontane Initiative der Jugendlichen des Dorfes besitzt das Gartenbauprojekt auch eine politische Relevanz. Sie zeigt, dass die junge Generation Eigenverantwortung übernimmt, wie es bisher nur in Ansätzen der Fall war. Der Leiter der Kooperative, unser junger Freund Nandji Tantar, beschreibt sein Ziel folgendermaßen: „Wir wollen durch unsere Aktivitäten der Bevölkerung zeigen, dass wir selbst in der Lage sind, unsere Situation zu verbessern und wir danken der Jürgen Wahn Stiftung, dass sie uns bei diesen Bemühungen finanziell und ideell großzügig unterstützt“.

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Klaus Dehnert im Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Kooperative

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Mitglieder der Kooperative bei der Gartenarbeit, l. der Gärtner Agbarine

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Togo: Kinder, denen durch unser Patenschaftsprogramm geholfen wird

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte (Guatemala) zu Besuch

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Dr. Christian Aponte und Klaus Schubert

Am 31.Mai 2011 besuchte Dr. Christian Aponte die Jürgen Wahn Stiftung e.V. in Soest. Dr. Aponte ist der Partner der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala und zusammen mit seiner Frau Initiator von verschiedenen Projekte. Vor interessierten Zuhörern hielt er einen interessanten Vortrag über das Thema: „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft.“ Eindrucksvoll schilderte er das Leben der armen Menschen am Rande des Existenzminimums. Er zeigte beispielhaft die Lebensumstände der Menschen auf, die in Armut und Hunger am Rande der Müllkippe in Guatemala leben. Dort, in dem Projekt „Casita Amarilla“, bietet er, mit der Organisation CAFNIMA und der Hilfe durch die Jürgen Wahn Stiftung, vor allem den Kindern eine Möglichkeit aus dem Dunstkreis der Müllkippe auszubrechen. Rund 150 Kinder erhalten hier eine Betreuung, erleben Gemeinschaft außerhalb von Banden und erhalten eine schulische Ausbildung. Ohne schulische Ausbildung würden sie ein Leben ohne Perspektiven auf Verbesserung haben.

Als weiteres Beispiel der erfolgreichen Arbeit schilderte Dr. Aponte  das Mikrokredite-Projekt. An diesem Projekt sind über 500 Personen beteiligt, die durch Kleistkredite von 150 $ die Möglichkeit erhalten, sich in eine Erwerbstätigkeit zu begeben. Dadurch schaffen sie eine Verdienstmöglichkeit und steigern vor allem ihr Selbstwertgefühl. Sie werden in die Lage versetzt, zur Ernährung der Familie beitragen zu können. Die Kredite werden verzinst und in Raten zurückgezahlt. Z.Z. gibt es keine Rückstände in der Rückzahlung des Geldes. Das Projekt soll noch auf 600 Personen ausgebaut werden. Dann ist der Punkt erreicht, dass dieses Projekt der Mikrokredite sich vollständig selber trägt.

Abschließend beantwortete Dr. Aponte noch spezielle Fragen. Auch freuten sich die beiden Praktikantinnen Marie und Saskia, die im letzten Jahr aus Soest in Guatemala gewesen sind, auf ein Wiedersehen.

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Marie, Saskia und Dr. Christian Aponte

Intressierte Zuhörer

Die Zuhörer lauschen der Übersetzung aus dem Spanischen von Klaus Schubert

 

Bilder der Allgäu Orient Rallye 2011

 

Hilfsgüter sind in Rumänien angekommen

Durch einen glücklichen Zufall trafen sich das Team 59 Alpha – Omega und das Team 104 der Jürgen Wahn Stiftung auf historischen Boden in Troja. Beide Teams befanden sich auf der Rückreise nach Deutschland. Das Team 59 wollte noch über Lugoj in Rumänien fahren, um dort ein paar Laptop abzugeben, die eigentlich für Jordanien bestimmt waren.

Thorsten reagierte als erster und fragte: Habt ihr noch Platz in den Autos um unsere Hilfsgüter mitzunehmen? Wir konnten die bisher nicht sinnvoll und sachgerecht  an eine bedürftige Stelle übergeben. Ein schnelles JA, ein tatkräftiges Umpacken aller Sachen und schon war die Sache in trockenen Tüchern. So hatten wir unsere Autos leer und das Sozialzentrum in Rumänien war um brauchbare Dinge reicher.

Nachfolgend der Text der Email vom Team 59 Alpha Omega an uns:

Servus Meinolf und die übrigen Mannen des Teams 104,

wie vereinbart haben wir die von Euch in Troja übernommenen Spenden am Sozialzentrum im rumänischen Lugoj abgeliefert. In dem Zentrum werden von drei Schwestern des Ordens der Barmherzigkeit, zwei Lehrerinnen und einem Lehrer rund 50 Kinder aus der umliegenden Roma-Siedlung nach dem regulären Schulbesuch täglich von 13 bis 18 Uhr betreut. Sie erhalten ein Mittagessen, machen gemeinsam Hausaufgaben und wiederholen den Stoff aus der Schule, spielen und basteln miteinander. Außerdem stehen Körperhygiene und Umgangsformen auf dem Programm und die Kinder helfen bei kleinen Arbeiten im Zentrum mit und lernen so, Verantwortung zu übernehmen.

Wir haben über das kirchliche Hilfswerk Renovabis Kontakt zu dieser Einrichtung bekommen und schon bei der Hinfahrt drei Wagenladungen mit Kleidung, Spielzeug und diversen Elektrogeräten abgeliefert. Die von uns ursprünglich für zwei Schulen in Amman mitgeführten Laptops und Drucker haben wir jetzt bei unserem zweiten Besuch ebenfalls in Lugoj gelassen. Die Schwestern werden darüber entscheiden, ob sie direkt im Zentrum oder in anderen Einrichtungen der Pfarrei eingesetzt werden.

Der Empfang war wiederum überwältigend und herzlich und wir sollen Euch den aufrichtigen Dank der Schwestern für Eure Spenden übermitteln. Ein paar Bilder von der Umladeaktion in Troja und vom Sozialzentrum lege ich Euch bei. Wenn Ihr weitere Informationen braucht, dann meldet Euch einfach bei mir.

Wir haben uns gefreut, dass der glückliche Zufall uns in Troja zusammengeführt hat und wir Euren Spenden noch zu einem sinnvollen Einsatz verhelfen konnten!

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang G. Illinger

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Vortrag: Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Dr. Christian Aponte im Kreise von Mitarbeitern der Casita Amarilla.

Einladung

Dr. Christian Aponte aus Guatemala-City spricht am Dienstag, dem 31. Mai 2011, um 19:30 Uhr im Gemeindehaus der St.Petri-Gemeinde, Petri-Kirchhof 10, über das Thema „Trotz Armut und Gewalt in Guatemala: Chancen für eine bessere Zukunft“.

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Als Koordinator der Hilfsprojekte der Jürgen Wahn Stiftung in Guatemala berichtet Dr. Aponte über die erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf der Mülldeponie arbeiten und die in der Casita Amarilla die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung erhalten.

Aponte erläutert das Konzept der Mikrokredite und zeigt Beispiele auf, wie Frauen und Männer mit einem Kleinstkredit eine Chance für eine berufliche Zukunft erhalten.

Hierzu laden wir alle Interessierte herzlich ein.

Allgäu Orient Rallye 15. und 16.05.2011

Allgäu Orient Rallye 15.05.2011 16. Tag

Heute stand eine Fahrt in Richtung Dardanellen an. Auf dieser Tagesetappe nach Canakkale sind wir durch eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft Westanatoliens gefahren. Bei einer Rast an einem kleinen See konnten wir uns wieder einmal von der leckeren Küche der Türkei überzeugen. Am späten Nachmittag heben wir dann noch eine arme türkische Familie mit ein paar Dingen aus unserem Fundus beschenkt. Da wir die Hilfsgüter nicht mit nach Syrien oder Jordanien nehmen konnten, waren unsere Autos noch gut beladen. So bekam der kleine Junge der Familie ein kleines Laufrad, der ältere Bruder einen Fußball und der Vater einen Campingstuhl. Er zeigte Stolz auf die Berge und sagte: Animals. Ich denke, dass er es sich beim Hüten seiner Kühe in den Bergen „gemütlich“ machen kann. Aus lauter Dankbarkeit übergab uns die Frau des Hauses ein frisch gebackenes noch warmes Brot und etwas Obst. Es war wohl für den eigenen Verzehr gedacht aber dieses durften wir nicht ablehnen. Gerührt fuhren wir weiter und genossen das leckere Brot und die schöne Landschaft.

Allgäu Orient Rallye 16.05.2011 17. Tag

Ende gut, alles gut?

Auf unserer Weiterfahrt nach Nordgriechenland kamen wir kurz vor der Überfahrt über die Dardanellen an Troja vorbei. Dieses historische Highlight musste natürlich noch angefahren werden. Bei der Rückkehr von der Besichtigung fanden wir neben unseren Autos noch die Fahrzeuge vom Team 59 „Alpha-Omega“ vor. Sie wollten mit ihren Autos in die Heimat fahren. Nach einer kurzen Abstimmung viel die beste Entscheidung der Nachrallye: Team 59 wollte auf der Rückreise wieder über Rumänien zum Kindergarten nach Lugoj. Dort hatten sie auf der Hinreise Hilfsgüter abgegeben. Nun hatten sie noch ein paar Laptops an Bord und viel Platz. Schnell waren wir uns einig. Die Hilfsgüter für Syrien (Stoffe, Zubehör, Kinderspielzeug und sonstige nützliche Waren) die noch bei uns an Bord waren wurden umgeladen und gehen nun in die Hände des Kindergartens nach Lugoj. Dort werden sie sicherlich genauso erfreut aufgenommen wie es in Syrien gewesen wäre.

Glücklich, alle Güter in die richtigen Hände gegeben zu haben, verabschiedeten wir uns von dem anderen Team und fuhren mit der Fähre über die Dardanellen und dann nach Kavala in Nordgriechenland. Morgen werden wir die Autos dort zwischenlagern und von Thessaloniki den Rückflug antreten. Es ist geplant die Autos in Griechenland zu veräußern und den Erlös dem Syrischen Projekt zukommen zu lassen.

So hat dieser vorletzte Tag, auf dem historischen Boden in Troja, dann doch noch den Sinn der Rallye, Hilfsgüter aus Deutschland zu Bedürftige zu bringen, erfüllt. Hierüber waren alle Teammitglieder sehr erfreut und wir haben den Abend mit griechischen Essen im Hafen von Kavala ausklingen lassen.

Als Anhang noch eine Presseerklärung der Allgäu Orient Rallye vom heutigen Tage zu den Vorfällen vor Ägypten:

Allgaeu-Orient-Rallye 2011

Allgaeu-Orient-Rallye in Tuerkei vorzeitig beendet

Deutsche Vertretung in Kairo setzt aegyptische Hafenbehoerde unter Druck obwohl keine Reisewarnung besteht und gibt damit das Aus fuer die Rallye 2011 und ihre Hilfsprojekte

“Sicher und gesund” wollten die Rallyeorganisatoren um OK-Chef Wilfried Gehr alle Teilnehmer der Allgaeu-Orient-Rallye 2011 zum Zielort in der Wueste Jordaniens bringen. Deshalb wollte man – auch auf Empfehlung des deutschen Aussenministeriums- das syrische Kriesengebiet umschiffen und ueber den Sinai das Ziel erreichen. Die Landung der Faehrschiffe ist nach einer 38 stuendigen Faehrfahrt wegen dem Eingreifen eines nicht informierten Mitarbeiters der deutschen Botschaft jedoch gestoppt worden.

Eine Einreise ueber Haifa wurde von Israel abgelehnt.

In einer unglaublichen logistische Aktion wurden 300 Rallyefahrzeuge in der Tuerkei und auf Zypern auf drei Faehrschiffe verstaut. Dabei bekamen die Rallyemacher grosszuegige Unterstuetzung der Regierungen aus Ankara und Nord-Zuepern.
Nachdem Israel die Einreise ueber Haifa schroff abgelehnt hatte, wurde Port
Said als Zielhafen gewaehlt. Als nach mehrstuendiger Verspaetung die Hafeneinfahrgenehmigung fuer den Hafen in Sinai vorlag, liefen die Schiff emit Fahrzeugen und Rallyeteilnehmern von Zypern aus. Nur 20 Seemeilen vor dem Hafen von Port Said (Sinai Aegypten) wurde die Flotte gestppt. Dies mit der Begruendung, dass die
Einfahrgenehmigung auf Druck der deutschen Botschaft zurueckgenommen wurde.

Waehrend sich die Rallyeteilnehmer auf die Weiterfahrt im
gesicherten Konvoi freuten und nicht ueber Handy oder Funk erreichbar waren, wurde die deutsche Botschaft in Kairo aktiv. Ihr Mitarbeiter Mosser (++20122137027) hat die Hafenbehoerde in Port  Said gedraengt, die Hafeneinfuhrgenehmigung
zurueckzunehmen. Begruendetet wurde das mit einer brennenden Kirche und einer brennenden Pipeline auf dem Sinai. Der Hafenchef sagte woertlich, dass ‘sich er und Aegypten nicht mit der deutschen Botschaft anlegen kann und  will’. Er blieb bei der Ruecknahme auch als sich noch das jordanische Koenigshaus fuer die Weiterfahrt eingesetzt hat und weiteres Sicherheitspersonal bezahlen wollte.

Wilfried Gehr ist –wie die Rallyeteilnehmer- sauer, dass die Rallye ‘nur wegen der Botschaftsbuerokratie und einem Botschaftsmitarbeiter, der den humanitaeren Zweck der von den United Nations unterstuetzten Rallye nicht erkannt und uns in die Kiste der Autoschieber gesteckt hat, kurz vor dem Ziel umdrehen musste. Dies, obwohl das Auswaertige Amt ueber das Buero Westerwelle bestens ueber die Rallye informiert ist.’

Udo Weiss von der Faehragentur, der die Verhandlungen gefuehrt hat, meint, dass die Absage der Hafeneinfahrt nur daran liegt, dass ‘die deutsche Botschaft schlichtweg keine Lust hatte, sich mit der Rallye moegliche Arbeit aufzuhalsen und die Hafenbehoerde keinen Stress mit den selbstherrlichen Botschaftsmitarbeitern wollte’

Die fuer ein Projekt behinderter Maedchen in Salamya vorgesehenen Hilfsgueter konnten
zwischenzeitlich der tuerkischen Schulministerium uebergeben werden. Die Naehmaschinen werden von dort an Einrichtungen und Schulen weitergegeben,
welche ‘die Sachen auch brauchen koennen’.

Die zurueckgelassenen Rallyefahrzeuge sind jetzt im Gewahrsam des tuerkischen Zolls und werden irgendwann von diesem nach tuerkischem Recht verwertet. Wilfried Gehr ist hoffnungsvoll, dass der tuerkische Staat den Erloes aus den Fahrzeugen ausnahmsweise fuer die Rallye-Hilfsprojekte zurueckgibt oder fuer soziale Zwecke einsetzt.

Ein Teil der Rallyeteilnehmer aus mehrenen Nationen ist nach Hause gefahren. Die anderen haben Jordaninen mit einer Sondermaschine der Royal Jordanien Airways erreicht.
Amman, 16.Mai 2011