
Mehr Gesundheit und Zukunftsperspektiven für Waisenkinder in Douala

Pastorin Solange N‘dzandza, Leiterin des Waisenhauses „Nouvelle Destinee“ mit einem Teil ihrer Schützlinge
Die Jürgen Wahn Stiftung unterstützt seit vielen Jahren das Waisenhaus „Nouvelle Destinée“ in Douala, der größten Stadt Kameruns. Im Mittelpunkt der Projektarbeit stehen die Betreuung von Waisenkindern, die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen sowie die Förderung von Bildung und beruflichen Perspektiven.
Im Waisenhaus leben rund 40 Kinder unterschiedlicher Altersgruppen zusammen. Die räumliche Enge stellte die Einrichtung immer wieder vor große Herausforderungen. Besonders deutlich wurde dies nach einem Schädlingsbefall, der umfangreiche Desinfektions- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich machte. Die Kinder mussten zeitweise anderweitig untergebracht werden. Damals kam es sogar zu einem Todesfall unter den Säuglingen.
Diese Erfahrungen machten deutlich, wie wichtig bessere hygienische Bedingungen und eine strukturierte Gesundheitsversorgung für die Kinder sind. Gemeinsam mit dem langjährigen Projektpartner Dr. Marc N’touda entwickelte die Stiftung deshalb die Idee, einen bereits vorhandenen Rohbau auf dem Gelände des Waisenhauses zu einer Krankenstation auszubauen. Der aus Kamerun stammende Sprachwissenschaftler lebt und arbeitet in Deutschland und begleitet das Projekt ehrenamtlich als wichtiger Ansprechpartner und Koordinator vor Ort.
Mit Unterstützung der Jürgen Wahn Stiftung konnte der jahrelang ungenutzte Rohbau schrittweise zu einer medizinischen Einrichtung umgestaltet werden. Nach umfangreichen Vorarbeiten begannen im Herbst 2025 die eigentlichen Bauarbeiten, die trotz der Regenzeit kontinuierlich voranschritten. Im Sommer 2026 konnte die neue Station mit zwei Krankenzimmern und einem Sanitärbereich eingeweiht werden. Damit können erkrankte Kinder künftig getrennt von den übrigen Bewohnern betreut und medizinisch versorgt werden. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten innerhalb des Waisenhauses zu verhindern. Mittlerweile ist die Zahl der Kinder in dem Waisenhaus auf mehr als 70 angewachsen.
Neben der Verbesserung der Gesundheitsversorgung engagiert sich die Stiftung auch für die schulische und berufliche Förderung der Waisenkinder. Ziel ist es, den jungen Menschen Perspektiven für ein selbstständiges Leben zu eröffnen und sie auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten. Die Projektarbeit folgt dabei dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe, der die Arbeit der Stiftung seit vielen Jahren prägt.


























































































