Author Archives: Meinolf Schwefer

Mit Trikots von Werder Bremen zum Erfolg

Unter der Regie unseres Praktikanten Fabian Srowig und mit Unterstützung der Direktorin Eva Morales und ihres Teams wurde wieder ein großes Fußballturnier durchgeführt. Es war ein voller Erfolg. Großzügige Spenden von Trikots, Stutzen und Hosen von Werder Bremen (dank der Vermittlung unseres Mitglieds und Werder-Fans Bernd Hamann) sowie von Sport- und Fußballschuhen des Sporthauses Intersport Lobenstein aus Soest sorgten bei den Jugendlichen der Casita Amarilla für die größte Motivation zur Teilnahme an diesem Turnier.

Unser Praktikant und Turnierleiter Fabian Srowig berichtet:

Das Fußballturnier für den Frieden fand von Montag, 17. September, bis Freitag, 21. September 2012,statt. Es haben sich 5 Jungenmannschaften und 3 Mädchenmannschaften beworben. Aufgrund des kleinen Spielfelds im großen Saal unserer Casita Amarilla beschränkten wir die Mannschaften auf 6 Spieler insgesamt, 1 Torwart, 4 Feldspieler und 1 Auswechselspieler. Jeden Nachmittag von ca. Viertel vor 5 bis 6 Uhr fanden die Spiele in der Casita Amarilla statt. Durch die Erlaubnis von Señora Kory durften wir die letzten Unterrichtstunden dafür verwenden. Jede Jungenmannschaft musste 4 Spiele absolvieren, die beiden Mannschaften mit den meisten Punkten und dem besten Torverhältnis kamen ins Finale . Die Mädchenmannschaften trugen 2 Spiele aus und kamen unter den gleichen Konditionen ins Finale. Die Spiele dauerten jeweils 20 Minuten, 10 Minuten jede Halbzeit.

Angespornt von den tollen Preisen, die es zu gewinnen gab, boten sich die Mannschaften erbitterte, aber faire Partien auf dem Spielfeld, denn alle wollten gewinnen. Es waren sehr spannende Spiele mit einer tollen Stimmung. Denn die anderen Mannschaften und die Schüler,die nicht am Turnier teilnahmen, sorgten für Stadionatmosphäre hinter den Toren.

Für das Finale am Freitag fuhren wir mit dem Bus und der gesamten Schule zu Campo Marte. Ein schöner öffentlicher Sportpark, der mit mehreren Fußballplätzen ausgestattet ist. Das Finale der Jungen dauerte hier 40 Minuten, 20 Minuten jede Halbzeit. Das Finale der Mädchen dauerte 30 Minuten, 15 Minuten jede Halbzeit.

Die Jungenmannschaft „New Castle“ gewann das Turnier im Finale gegen „Urban Style“  5:1. Die beiden Mädchenmannschaften „Las chiquitas“ und „Las chicas Alemania“ machten das Finale für uns durchaus spannender. Die abwechslungsreiche Partie endete in einem 1:1 Unentschieden. Im Elfmeterschiessen gewann das Team „Las chiquitas“ mit dem letzten Elfmeter. Die Fans und anderen Teams bis zu den Lehrern waren am Feiern wie verrückt. Es war wirklich spannend.

Siegerehrung:

Die beiden ersten Plätze, die Teams New Caste und Las chiquitas,  erhielten jeweils: (6 Spieler pro Mannschaft)

jeder Spieler/jede Spielerin erhielt ein grünes, ein orangenes Werder-Trikot, eine Sporthose und ein paar Fußball-/Turnschuhe und das ganze Team einen Fussball.

Sieger bei den Jungen: Team New Castle

Sieger bei den Mädchen: Team Las chiquitas

Sieger bei den Mädchen: Team Las chiquitas

                                               Die weiteren Preise:

Zweiter Platz: Urban Style und Las chicas Alemania

 jeder bekam ein grünes oder orangenes Werder-Trikot und eine Sporthose

Dritter Platz(Mädchen): United Girls

jeder bekam ein  hellbaues Poloshirt

Die fairste Mannschaft: „F.C. Bayern“

jeder bekam ein grünes Werder-Trikot 

Bester Torwart bei den Mädchen und Jungen: Ana Lima und Keneth

jeweils ein Torwartoutfit

Ein spezieller Fan:  Pedrito (,ein Schüler, der im Rollstuhl sitzt)

2 Paar Schuhe

An die treue Fangemeinde und diejenigen, die keine Prämie erhalten haben, verteilten wir ein handbemaltes T-Shirt an jeden.

Die übrig gebliebenen Prämien verteilte Señora Kory an einige Schüler, die nur samstags Unterricht erhalten, durch besondere Leistungen auffallen und nicht am Turnier teilnehmen konnten.

Mynor, ein Schüler ca. Ende 30, der seinen Schulabschluss nachholt, erhielt von uns ein paar Schuhe und 2 handbemalte T-Shirts für sein besonderes Engagement. Zur Zeit wurde er damit beauftragt, den Lagerräume und Klassen einen neuen Anstrich zu verleihen. Zu seiner Jugendzeit gehörte er einer Straßengang an, jetzt widmet er sich der Kunst und dem Malen und hält sich mit Arbeiten wie eben jenen über Wasser. Immer wenn es irgendwelche besonderen Aktivitäten in der Schule gibt, hilft er mit vollem Einsatz und ist stets bemüht das seine jüngeren Mitschüler sich benehmen. Da er so eine gute Seele ist und einige Schuhe für die zum Teil noch sehr jungen Schüler zu groß sind, beschlossen wir, das er ein Paar von den sehr großen Schuhen erhalten soll.

Weitere Bilder:

Solarlicht für Worodé

Das westafrikanische Land Togo liegt am Äquator, wo alle Tage die Sonne pünktlich um 18 Uhr untergeht und es danach stockdunkel wird. Die Bewohner können dann lediglich mit Petroleumlampen etwas Licht bekommen, aber der Brennstoff ist so teuer, dass man in der Regel darauf verzichtet.

So haben die Schulkinder, die erst gegen 17 Uhr nach Hause kommen, kaum Gelegenheit, ihre Hausaufgaben zu machen. Die Eltern arbeiten am Tage auf den Feldern oder im Gehöft und können sich in den Abendstunden nicht versammeln, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen oder einfach gemütlich beisammen zu sein. Um die Abendstunden zu erhellen, ließ die Jürgen Wahn Stiftung im Ort Worodé auf dem Dach der neu errichteten Kantine eine Solaranlage installieren. Über die Reaktion der Bevölkerung berichtet unsere Freundin Erika M’BATA.

Liebe Freunde in Soest!

Es ist soweit – die Kantine in Worodé hat Solarstrom!  Das ist wirklich eine tolle Sache. Alle Bewohner von Worodé – und vor allem die Schulkinder – freuen sich unwahrscheinlich über dieses Geschenk. Die Schulkantine ist nun das einzige Gebäude im Dorf, wo es elektrisches Licht gibt! Alle Bewohner des Ortes werden davon profitieren. Ich möchte der Jürgen Wahn Stiftung auf diesem Wege – auch im Namen aller Dorfbewohner von Worodé –  für diese Hilfe danken.

Herzlichst eure  Erika M’BATA

Guatemala – Mikrokredite: Projektbericht

  1. Ziele des Mikrokredite-Projektes im Jahre 2012

    1. Unterstützung von 1.250 Personen ( in der Mehrzahl Frauen ) mit folgendem Profil: Personen, die keine Ersparnisse haben und von der Kreditgewährung durch Banken ausgeschlossen sind, die  in sehr ärmlichen Verhältnissen leben, die in Bereichen mit großer Gewalt leben, die keine Beschäftigung haben, nur über eine geringe oder gar keine Schulbildung verfügen, unverheiratete und/oder alleinerziehende Frauen sind, die häufig unter häuslicher Gewalt oder Misshandlung leiden.

  2. 2. Stärkung von persönlichen und  unternehmerischen Eigenschaften, die die Frauen in die Lage versetzen, zur Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Familien beizutragen und Fort- und Ausbildung in Fragen der persönlichen, familiären, organisatorischen und unternehmerischen Entwicklung

 Angestrebte Aktionen

  • – Förderung des Mikrokredite-Programms in neuen Stadtbereichen, Slum-Viertel, Siedlungen etc.
  • – Öffnung von neuen Gruppen der sog. Banken des Vertrauens . Dies sind gemeinsame, solidarische Gruppen von Kreditnehmern.
  • – Gewährung von Kleinkrediten an bis zu 1.250 Personen im Halbjahresrhythmus.  Es können pro Jahr zwei Kredite gewährt werden.
  • – Versammlungen für Rückzahlungstermine planen und vorbereiten.
  • – Anstellung eines neuen Beraters/ einer neuen Beraterin für die Kreditvergabe und -betreuung.
  • – Ausbildung von weiteren Beratern/Beraterinnen für die Vergabe, den Einsatz, die Rückzahlung der Kleinkredited
  • – Planung und Organisation von Fortbildungsveranstaltungen für die Kreditnehmer/innen im Bereich der persönlichen, familiären, organisatorischen und unternehmerischen Entwicklung
  • – Planung von Gemeinschaftsveranstaltungen, an denen Mikrokredite-Projekte laufen, um Fortbildungsseminare durchzuführen
  • – Beratungsangebote für bestehende und/oder neue Klein-Unternehmen, die mit Mikrokrediten finanziert werden
  • – 2 Besprechungen des Vorstands mit den jeweiligen Vorsitzenden der einzelnen Gruppen, den sog. Banken des Vertrauens.
  • – Besprechungen der Planungsgruppe

Finanzbericht für 2011

Im Januar 2011 hatten wir 484 Personen in 41 Gruppen “Banken des Vertrauens” in unserem Mikrokredite-Projet. In jedem Monat nahm die Zahl der Kreditnehmer/innen zu, da wir das Projekt sehr gefördert haben und da an verschiedenen Orten begünstigte Frauen und Männer von ihren Erfahrungen berichteten. Unser Ziel war es, mehr Personen diese Möglichkeit zu geben, einen Kredit zu erhalten, um Einnahmen zu erzielen und die finanzielle Situation ihrer Familien zu verbessern.

Übersicht der Verteilung von Kleinkrediten im Jahre 2011

Übersicht der Verteilung von Kleinkrediten im Jahre 2011

Ende 2011 hatten wir 811 Personen, die einen Kleinkredit erhalten hatten, 730 Frauen und 81 Männer, die in 69 Gruppen aufgeteilt sind. So haben wir z. B. In neuen Stadtbezirken wie im Barrio Gerona Kleinkredite genehmigen können. Im Barrio Gerona gibt es Fabrikhallen, die während des Tropensturms Mitch zur Unterbringung von Hilfsbedürftigen genutzt wurden. Später haben sich dort wohnungslose  Familien niedergelassen und wohnen jetzt dort. Weitere Bezirke sind unter anderen  in der Zona12 La Reformita, Zone 17 Canalitos und  Ciudad Quetzal. Diese Bezirke weisen eine besonders große Armut und eine hohe Gewalt auf. Sie haben dort keinerlei Möglichkeit, einen Kredit zu bekommen, so dass CAFNIMA dort eine große Nachfrage gefunden hat. Zur Zeit sind wir in 27 Bezirken am Stadtrand der Hauptstadt Guatemala-City vertreten.

Aus- und Fortbildungsveranstaltungen

Frauen: sie sind arm, alleinstehende Mütter, leiden unter Gewalt innerhalb der Familien, haben keine oder nur geringe Schulausbildung, Sie sind erfolgreiche Kleinunternehmerinnen geworden, die ihre Rückzahlungen regelmäßig und gewissenhaft erledigen.

Frauen nehmen am Programm PROPEVI  zur Prävention und Verhinderung von Gewalt innerhalb der Familien teil. Hierzu gehören Kurse zur Steigerung des Selbstbewusstseins, über Gewalt in Familien, Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Erziehung mit Zuneigung, Misshandlung von Kiindern, Bedeutung und Lösung von Konflikten innerhalb von Familien.

Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Nachmittag mit kulturellem Programm und die Übergabe der Zeugnisse an die Teilnehmerinnen.

 

Einige Beispiele, wie ein Kleinkredit das Leben einer Familie verändert hat.

Catalina Itzoy Chivalan

Catalina Itzoy Chivalan, 49 Jahre alt, früher sammelte sie Müll auf der Mülldeponie der Zone 3. Sie hat 5 Kinder, die auch auf der Mülldeponie gearbeitet und gesammelt haben und zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen haben.  Vor drei Jahren hat Catalina einen Kleinkredit bekommen und damit einen kleinen Laden aufgemacht. Jetzt hat sie zwei kleine Läden. Einen führt sie selbst, den anderen macht ihr Mann. Seither braucht sie nicht mehr auf der Deponie Müll zu sammeln, da ihre beiden kleinen Läden  haben ihre finanzielle Situation wesentlich verbessert. Der jüngste Sohn ( 13 Jahre ) kann jetzt endlich zur Schule gehen, da Catalina für ihn Schulgeld, Kleidung und Lernmaterialien bezahlen kann. Der Junge muss jetzt auch nicht mehr auf der Mülldeponie arbeiten und kann weiter zur Schule gehen. Eine große Chance für ein besseres Leben!

Dalia Cristina Chávez

Dalia Cristina Chávez  ist 26 Jahre alt. Sie ist alleinerziehende Mutter von 5 Kündern. Sie hatte ein kleines Geschäft und verkaufte alle Arten von Nadeln. Vor zwei Jahren hat sie ihren ersten  Kleinkredit von CAFNIMA bekommen. Damit hat sie ihren kleinen Laden verbessern können und kann höhere Einnahmen verzeichnen. Jetzt hat sie sogar für ihre Waren einen Kühlschrank und eine Tiefkühltruhe, so dass sie Eis verkaufen kann,. Sie verkauft Sandalen und Kleidung. Und mit ihrem letzten Mirkokredite hat sie den Verkauf von Weihnachtsartikeln vorbereitet und erfolgreich durchführen können.

Kredite für Schulbildung

20 Frauen, die zu unserem Projekt gehören,  konnten einen Kleinkredit erhalten, damit eines ihrer Kinder im Schuljahr 2011/2012 weiter zur Schule gehen konnte. 18 Kinder haben den Abschluss mit besonders guten Noten erreicht.  Dieser Kredit wurde aus einem gemeinsam finanzierten Sozialfonds finanziert, zu dem alle Teilnehmer des Mikrokredite-Programms beitragen.

Berichte von Eva Morales, Koordinatorin des Mikrokredite-Programms und Direktorin des Projekts Casita Amarilla von CAFNIMA / Guatemala-City  und Jürgen Wahn Stiftung

Übersetzung durch Klaus Schubert

 

Südafrika: Ein Haus für Waisenkinder

Hoffnungsvoll gehen derzeit vier Studierende der Agrarwirtschaft bei einem Praktikum in Südafrika ans Werk. Mit viel Mut und persönlichem Einsatz kümmern sie sich um AIDS-Waisen, Gemüseanbau und Bildung. Um ihr Projekt erfolgreich abschließen zu können, hatten die jungen Leute die Daheim-Gebliebenen um finanzielle Unterstützung gebeten.

Die Jürgen Wahn Stiftung unterstützt die Studenten bei ihrem Bemühen, Soforthilfe für eine Frau zu leisten, die sich ehrenamtlich um vier AIDS-Waisen kümmert. Die Soester Studentin Lisa Berendes schreibt nach einem Besuch bei der Frau: „Mir sind heute die Tränen gekommen. Die Frau hat buchstäblich kein festes Dach über dem Kopf. Vor wenigen Tagen ist ein Teil ihres Wellblech-Daches weggeflogen. Und bei den üblichen, massiven Regenfällen wird die Behausung im kommenden Sommer im wahrsten Sinne wegschwimmen“, berichtet die 22-jährige weiter.

Mit nur tausend Euro kann die örtliche Hilfsorganisation den Waisen und ihrer Pflegemutter ein stabiles Heim errichten. Mit 500 Euro springt die Jürgen Wahn Stiftung ein, so dass in Kürze das Dach wieder fertig gestellt werden kann. „Natürlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber hier müssen wir einfach helfen,“ so die Studierenden.“ Und wir wollen ein Zeichen setzen, dass man etwas bewegen kann.“

Ausbildung der Gesundheitsberater im Ulpán-Tal

Unser Freund und Guatemalabeauftragte Dr. Christian Aponte schickte uns einige Bilder von der Ausbildung der Gesundheitsberater im Ulpán-Tal. Ingesamt werden 33 Gesundheitsberater ausgebildet. Bisher wurden die folgenden Themenbereiche behandelt:

Im Juni 2012: Verdauungssystem, Fortpflanzung, Methoden der Familienplanung, Gewalt in Familien

Im Juli 2012: Fruchtbarkeit, Risiken während der Schwangerschaft, Vorbereitung der Geburt und Risiken bei der Geburt

Im August 2012: Erste-Hilfe-Maßnahmen, Geschlechtskrankheiten

Desweiteren wurde im August mit Hilfe der angehenden Gesundheitsberater eine weitere Untersuchung zum Ernährungsstatus der Kinder durchgeführt. Insgesamt wurden mehr als 430 Kinder und Jugendliche untersucht.

In den kommenden Wochen werden einige Gesundheitsberatungstage durchgeführt, um Wege zur Verringerung der Unterernährung zu vermitteln.

Hilfsaufruf

Im Jahr 2001 hat die Jürgen Wahn Stiftung in Salamiyah/Syrien eine Kindertagesstätte für behinderte Kinder und Jugendliche errichtet und deren Arbeit seither regelmäßig finanziell und durch die Entsendung von Praktikanten unterstützt. Nun kommt ein Hilferuf von unserer Syrien-Koordinatorin Dr. Abir Mohamad (der Anzeiger berichtete am 27. 6. 2012 anlässlich eines Besuches in Soest), die zur Zeit in Syrien ist.

Hier ihr Schreiben:

Liebe Freunde,

die erdrückende politische Krise, die seit 18 Monaten in Syrien herrscht, entwickelte sich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung. Sie hat zu einer großen menschlichen Katastrophe geführt. Viele Familien aus unruhigen und zerstörten Städten wie Homs und Hamah und ihre Umgebung suchten die Zuflucht in mehr oder weniger ruhigen und sicheren Gebieten. Die Stadt Salamiyah mit ihren 120,000 Einwohnern, die von den Unruhen verschont blieb, hat einen großen Anteil der Flüchtlinge ( ca 100.000) aufgenommen. Die Bevölkerung von Salamiyah hat sich verpflichtet, diesen Familien zu helfen und ihnen Obdach zu geben. Es haben sich private Initiativen gebildet, um diese große menschliche Tragödie bewältigen zu können. Durch Spenden der örtlichen Bevölkerung und Spenden aus dem Ausland konnten sie die ersten Nöte dieser Menschen ein wenig lindern. Aber die Not ist riesengroß.

Mit dem Beginn des Schuljahres Mitte September sind zusätzliche Belastungen für die Organisatoren hinzugekommen. Die Schulkinder und vor allem die Erstklässler benötigen  Schreibmaterial, Bücher, Schulkleidung (in Syrien Pflicht) und eventuell Schulspeisung.

Wir denken an 150 bedürftige Grundschulkinder, denen wir helfen möchten. Die Kosten pro Kind für das gesamte Schuljahr (Schreibmaterial, Bücher, Schulkleidung,..) betragen  ca. 3000 syrische Lira (30- Euro). Dies ergibt Gesamtkosten von 4.500,00 Euro.

Diese Hilfe wird eine große Erleichterung für die Hilfsorganisation von Salamiyah und für die Eltern der Kinder sein, um ihre Verpflichtungen den unschuldigen Kindern gegenüber wahrnehmen zu können. Sie alle werden dafür dankbar sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Abir Mohamad

Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung hat kurzfristig beschlossen, den Betrag in Höhe von 4.500 Euro zugunsten dieser Flüchtlingskinder zur Verfügung zu stellen. Das aus Syrien stammende Vorstandsmitglied Dr. Hassan Daoud hält die direkten Kontakte zu den Mitarbeitern in der Tagesstätte in Salamiyah: “Ich verbürge mich dafür, dass der gesamte Betrag ohne Abzüge  dieser dringend erforderlichen Hilfsmaßnahme zugute kommt.“

Spendenkonten: Jürgen Wahn Stiftung

  • Konto 222 02 bei Sparkasse Soest ( BLZ 414 500 75 )
  • Konto 222 202 900 bei Volksbank Helllweg ( 414 601 16 )

Sportartikel u.a. für das „Friedensturnier“

Trikots von Werder Bremen sind in Nepal angekommen

In diesen Tagen hat die Jürgen Wahn Stiftung wieder 5 große Pakete mit einem Gewicht knapp unter 20 Kilo mit Sportsachen in drei Projekte verschickt:

3 Pakete für die Jugendlichen in der Casita Amarilla an der Mülldeponie von Guatemala-City, 1 Paket für Kinder und Jugendliche in das Projekt ADECI in Mixco in Guatemala-City und ein Paket an den Devighat Youth Club in Nepal. Sie enthalten Fußball- und Turnschuhe, Fußbälle und insbesondere auch Trikots, Hosen und Stutzen von der deutschen Spitzenmannschaft Werder Bremen, die unser Mitglied und Werder-Fan Bernd Hamann besorgt hat.

Dass der Transport nicht immer so reibungslos verläuft, zeigt der nachfolgende Brief der Direktorin Eva Morales aus der Casita Amarilla. Es waren nur drei Pakete in Guatemala angekommen. Das  vierte schien spurlos verschwunden zu sein. Nachforschungen bei dem deutschen Paketversender ergaben, dass dieses Paket bei den guatemaltekischen Behörden gelandet war.

Wir bringen die spanische Mail vom 19.09.2012 mit deutscher Übersetzung:

Estimado Sr. Klaus:

Le agradezco mucho por la donación para los jóvenes ellos están muy contentos y motivados en ganar el campeonato de fútbol. Les mostramos los obsequios, cuando los vieron todos quisieron participar y por supuesto todos quieren ganar.

Ich danke Ihnen sehr für die Geschenke für die Jugendlichen. Sie sind sehr glücklich und motiviert, das Fußballturnier zu gewinnen. Wir haben ihnen die Geschenke gezeigt und als sie diese gesehen haben, wollten alle am Turnier teilnehmen und natürlich wollen alle gewinnen.

El día de ayer comenzaron los juegos para concluir el día viernes para celebrar el día internacional de la Paz, por ello lo llamamos el torneo por la paz; estamos promoviendo una cultura de paz y la resolución de conflictos de una forma pacífica.

Gestern haben die ersten Spiele begonnen und sie dauern bis Freitag. Dann feiern wir den Internationalen Friedenstag und deswegen nennen wir dieses Turnier auch das „Friedensturnier“. Wir fördern eine Kultur zum Frieden und die Lösung von Konflikten auf friedliche Weise.

Fabian nos esta apoyando con la organización de los partidos (realiza un excelente trabajo) lamentamos mucho que uno de los paquetes no lo hayan entregado, el día de hoy fuimos con Fabian a la oficina de correos para saber por qué motivo no lo entregaron pero las personas de la SAT nos informaron que no se podía hacer nada y aunque fuera donación solo hay dos formas de recibir el paquete: 1. pagando Q555.96  de impuesto. 2. tramitando una Franquicia (lo cual lleva demasiado tiempo y también dinero).

Fabian (Anm.: Ein Praktikant der JWS der z.Z. in Guatemala ist) unterstützt uns bei der Organisation der Spiele (er macht wirklich eine tolle Arbeit). Und wir bedauern sehr, dass uns ein Paket nicht übergeben wurde. Heute sind wir mit Fabian zur Post gefahren, um herauszufinden, warum das Paket nicht ausgeliefert wurde. Aber die Leute von der Zollbehörde haben uns informiert, dass man nichts machen könne. Und obwohl es eine Geschenksendung sei, gäbe es nur zwei Möglichkeiten um das Paket zu bekommen:

1. 555,96 Quetzales (ca. 53 Euro) zu bezahlen oder 2. eine Zollbefreiung zu erhalten (was viel Zeit und auch Geld kostet). 

 El día de mañana le estaré enviando la carta de CAFNIMA que solicita el club de fútbol y por supuesto estamos tomando fotografías para que puedan observar lo felices que están los jóvenes de participar en cada partido.

Morgen schicke ich den Dankbrief von CAFNIMA für den Verein Werder Bremen und natürlich machen wir Fotos, damit ihr seht, wie glücklich die Jugendlichen sind, bei jedem Spiel dabei sein zu können.

Qué el Señor derrame bendiciones sobre todo lo que emprenda.

Der Herr segne Euch bei allem, was ihr tut.

Atentamente, Beste Grüße

Eva Morales

Ein Gehwagen für Josué oder Hilfe kann manchmal ganz schön schwer sein …

(Bei Youtube ist ein Video der ersten Schritte von Josué zu sehen. Caroline Sasse hat einen deutschen Kommentar als Untertitel eingefügt. Wer unten in der Menüleiste auf CC geht, kann diesen mitlesen.)

Gerne schimpft man – ob nun zu Recht oder nicht – über die Mühlen der Bürokratie in Deutschland. Doch das ist nichts im Vergleich zu den Erfahrungen, die die Familie Sasse und die Jürgen Wahn-Stiftung  jetzt in Guatemala machten! Fast 2 Monate dauerte es, bis ein Gehwagen für den körperlich und geistig behinderten kleinen Josué aus den bürokratischen Fängen des Staates befreit werden konnte!

Josué und Carmen Barrios freuen sich über seine ersten Schritte (Foto: Jürgen Wahn Stiftung e.V.)

Anfang Mai wurde der Gehwagen vom Mediteam Bamberg, das die Transportkosten übernahm, auf den Weg gebracht. Ziel war die von der Soester Hilfsorganisation unterstützte Kindertagesstätte „La Carolingia“ in Guatemala-City. Dort warteten Josué, seine Mutter und die Leiterin Carmen Barrios sehnlichst auf das von der Familie Sasse gespendete Hilfsmittel.

Schon 10 Tage später erreichte es den Flughafen La Aurora in Guatemala. Der weitaus größte Teil der Reise war also schon vollbracht, als die eigentliche Odyssee erst begann, von der Caroline Sasse berichtet: „Statt des Gehwagens händigte man uns eine Rechnung über 900 € aus, die für Steuern und Zölle aufzubringen waren. Weitere Lager- und Verwaltungskosten in Höhe von 650 € sollten anfallen. Unglaublich, dass sich der Staat noch an einer Spende bereichern wollte!“

Natürlich wurde nicht gezahlt, sondern die steuerbefreite guatemaltekische Organisation SOSEP eingeschaltet, die der Schirmherrschaft der Präsidentengattin untersteht. Eine Schenkung war die Lösung, erläutert Carolin Sasse. „Der Gehwagen wurde also SOSEP vermacht, damit wir ihn steuerfrei aus dem Flughafen holen konnten. Dies musste per notariellem Gutachten beglaubigt und vom Finanzamt abgesegnet werden. Dann hieß es immer wieder…mañana (=morgen) kommt der Gehwagen heraus. Wir warteten viele mañanas, bis Carmen Barrios, die Leiterin der Kindertagesstätte ADECI, schließlich am 3. Juli, zwei Monate später, überglücklich das Riesenpaket in den Händen hielt! Bei einer offiziellen Übergabe wurde der Gehwagen dann wieder an ADECI zurückgeschenkt.“

„Wenn man sieht, wie Josué nun seine ersten Schritte tut, dann weiß man, dass sich hier der ungewöhnliche Einsatz gelohnt hat“, ist auch Klaus Schubert, Vorsitzender der Jürgen Wahn-Stiftung, überzeugt, das Richtige getan zu haben.  Er hat ein Video erhalten, das die Ankunft des Gehwagens und die ersten Schritte Josués in sein neues Leben und die Arme der zu Tränen gerührten Mutter dokumentiert.  „Der Fall zeigt, dass Hilfe bei weitem nicht immer leicht ist. Gott sei Dank sind aber Schwierigkeiten wie diese aber dann doch die Ausnahme“, weiß Schubert aus langer Erfahrung.

Die Stiftung wird die behinderten Kinder im Projekt weiter unterstützen und bittet um Spenden unter dem Stichwort „ADECI“ . Kontoverbindung: 222 02 bei Sparkasse Soest ( 414 500 75.)

Die Jürgen Wahn Stiftung erhält erneut das Spendensiegel für das Jahr 2012 vom DZI

Spendensiegel 2012
Das Spendensiegel 2012 vom DZI

Auf seiner Internetseite schreibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen zum Spenden-Siegel:

„Das DZI Spenden-Siegel ist das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen. Es belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht.

Mehr noch: Siegel-Organisationen verpflichten sich freiwillig, die DZI-Standards (PDF) zu erfüllen und damit höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Sie sind leistungsfähig, arbeiten transparent, wirtschaften sparsam, informieren sachlich und wahrhaftig und haben wirksame Kontroll- und Aufsichtsstrukturen. Auf diese Weise gewährleisten sie, dass die ihnen zufließenden Spenden den gemeinnützigen Zweck erfüllen.“

Auch für das Jahr 2012 erhielt die Jürgen Wahn  Stiftung das Spendensiegel des DZI. Damit sind wir seit 1994 ununterbrochen Träger dieses Gütesiegels. Als eine von 260 Organisationen freuen wir uns über diese Auszeichnung. 

Das DZI toleriert Werbe- und Verwaltungskosten bis zu 35%. Wir hielten in den letzten Jahren den Eigenkostenanteil bei 4% bis 6%.