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WDR3 Lokalzeit Südwestfalen: JWS in Nepal

Am 13.01.2020 berichte WDR3 in der Sendung Lokalzeit Südwestfalen über die Eröffnung der 4. Schule die durch Spenden an die Jürgen Wahn Stiftung in Nepal errichtet wurde. Der Bericht lief in der Sendezeit von 19:30 Uhr – 20:00 Uhr.

Hier können Sie den Ausschnitt auf unserem YouTube-Kanal sehen.

2. Bericht der Praktikantinnen aus Nepal

Namaste aus Devighat!

Jetzt sind schon 3 Monate vergangen, seitdem wir hierhergekommen sind. Es ist schon so viel passiert und wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es sein wird wieder nach Deutschland zurück zu kehren. Die Schüler*innen sind inzwischen zu unseren Freunden geworden. Manche konnten wir erst nach drei Monaten richtig kennenlernen.

Die Weihnachtsstimmung im hinduistisch geprägten Land Nepal war zuerst nicht zu spüren, aber am 24.12 hatten wir doch eine Weihnachtsfeier in der Schule. Mit den Schüler*innen haben wir Dekorationen und sogar einen Weihnachtsbaum gebastelt. Nach Schulschluss wurden Süßigkeiten an alle verteilt. Auch der Weihnachtsmann durfte natürlich nicht fehlen, deshalb hatte sich Manasi als dieser verkleidet.

Dann stand auch schon Silvester vor der Tür. Da wir unser Visum verlängern mussten, haben wir uns entschlossen Silvester in Kathmandu zu verbringen. So konnten wir auch endlich die Stadt und Situ Chitrakar kennenlernen. In den 5 Tagen haben wir die drei Städte des Tales Kathmandu, Lalitpur und Baktapur besucht und dabei 6 Weltkulturerbestätten besichtigt. Es waren unglaublich viele Eindrücke und vor allem Kathmandu war extrem chaotisch und die Luftverschmutzung deutlich zu spüren. Am letzten Tag haben wir noch wissenschaftliche Poster für die Klassenräume gekauft, die auch sehr gut bei der Schule ankamen.

Wieder in der Schule ging der Unterricht erstmal wieder normal weiter. Von der Englischlehrerin kam die Idee ein „English Environment“ zu erschaffen, sodass die Schüler*innen möglichst viel in den Pausen und auch miteinander auf Englisch sprechen. Außerdem setzt die Schule sich für eine saubere Umwelt ein. Es wurden mehrere Bäume gepflanzt und Müll vom Schulhof gesammelt.

Hier ist es weiterhin Winter, nachts liegen die Temperaturen bei 4 Grad und tagsüber wird es häufig nur bis zu 13 Grad. Ohne Heizung ist es deswegen sehr kalt.  Vor allem wenn man nur kaltes Wasser hat. Zum Glück konnten wir in Kathmandu endlich wärmere Kleidung kaufen.

Vor zwei Wochen hatten die Schüler*innen und wir Ferien. Doch davor wurde der Geburtstag des Königs der Nepal vereint hat gefeiert. Es gab ein großes Fest mit Tanzwettbewerb, bei dem unsere Schülerinnen mit traditioneller Kleidung getanzt haben. Das war ein tolles Erlebnis für alle.

Wir freuen uns bald wieder zu berichten und bis dahin genießen wir die Zeit in Nepal.

Manasi Palachandran und Lea Leisner

Bericht der Praktikantinnen aus Nepal

Namaste aus Nepal!

Inzwischen sind wir schon 1,5 Monate hier und die Zeit ist schnell vergangen. Wir haben viel erlebt, gesehen und uns an das doch sehr andere Leben hier gewöhnt.

Nach unsere Ankunft am Flughafen in Kathmandu sind wir direkt in den Ort Devighat, der ca. 4 Autostunden von der Hauptstadt entfernt liegt, gefahren. Dort angekommen wurden wir sehr nett von unserer Gastfamilie begrüßt, diese hat uns in den nächsten Tagen den Ort mit dem Tempel, dem Fluss und der Sanskrit Secoundary School gezeigt.

Am Anfang der nächsten Woche ging es dann direkt mit 25 Schüler*innen und einigen Lehrer*innen auf Klassenfahrt. Ziel war Darjeeling in Indien. So sind wir mit dem Bus 3 Tage lang durch den Süden Nepals gefahren bis wir die indische Grenze im Osten erreicht haben. Auf dem Weg haben wir uns Sehenswürdigkeiten wie einen Tempel und die längste Brücke Nepals angeschaut. Es war eine tolle Erfahrung den Südosten des Landes, der kaum touristsch erschlossen ist, so kennen zu lernen. Es ähnelt dort mehr Indien, ist sehr viel heißer und es herrschen andere Lebensverhältnisse, da hier hauptsächlich die ärmere Landbevölkerung lebt. Schließlich sind wir in einem Bergdorf nahe Ilam kurz vor der indischen Grenze angekommen. Von dort sind die Schüler*innen und Lehrer*innen für einen Tag nach Indien gefahren, wir könnten leider nicht mitkommen da wir kein Visum für Indien haben. Dafür haben wir uns die Teeplantagen in Ilam angesehen.

Nachdem wir wieder in Devighat angekommen sind, ging für uns die Schule richtig los. Wir wurden eingeteilt um die 6.,7. und 8. Klasse in Englisch zu unterrichten. Durch die Klassenfahrt hatten wir schon viele Schüler*innen und Lehrer*innen kennengelernt und uns mit ihnen angefreundet, dadurch viel uns der Start als Lehrerinnen leicht. Der Unterricht hier unterscheidet sich sehr von dem in unserer Schulzeit. Das Lernen besteht größten Teils aus Texte lesen und im Chor wiederholen was der*die Lehrer*in vorsagt. Wir versuchen die Schüler*innen dazu zu bringen möglichst viel zu frei zu sprechen und auch mehr kreativ zu schreiben. Am Anfang war das für viele Schüler*innen sehr ungewohnt, aber mittlerweile trauen sie sich immer mehr und auch einige Lehrer*innen haben unsere Methoden übernommen. So sind die letzen Wochen hier schnell vergangen, da wir jeden Tag von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in der Schule sind. Samstags, dem einzigen freien Tag der Woche, ruhen wir uns entweder aus oder besuchen unsere befreundeten Lehrerinnen im Nachbarort um mit ihnen Ausflüge zu machen oder Momos zu essen.

Letze Woche hat ein Cricket-Turnier stattgefunden. Wir durften dabei sein und haben unsere Schulmannschaft angefeuert. Diese hat es dann sogar unerwarteter Weise bis ins Finale geschafft, worüber sich alle Spieler sehr gefreut haben. Jetzt sind alle sehr motiviert und würden sich deshalb sehr über eine neue Cricket-Ausrüstung wie Schläger, Schutzkleidung usw von der JWS freuen.

Da in dieser Woche jeden Tag Prüfungen geschrieben werden und deshalb kein Unterricht stattfindet, bemalen wir in der Zeit die Klassenzimmer der Schule. Mit einem sind wir bereits fertig, als nächstes kommt die Bibliothek dran.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate hier in Nepal, um noch mehr Fortschritte unserer Schüler*innen zu erleben und auch um das Land noch weiter zu bereisen.

Ganz liebe Grüße aus Devighat,

Manasi und Lea

Cricket Nepal

In mid-October – thanks to the efforts of Mike Hay in Soest – we donated two bags of clothing and equipment to the German NGO, Jürgen Wahn Stiftung e.V, for their work with children and schools in Nepal. The kit had a distinctly northern feel to it and was part of the summer donations by Steve Archer at the Yorkshire Cricket Board, Sandy Mitchell at the Lancashire Cricket Foundation and Ian Wardle at the Northumberland Cricket Board.

In November, shortly after his return from Nepal, we received the following email from Klaus Schubert,
Chairman of the Juergen Wahn Foundation:
I want to thank you very much for the great and wonderful cricket equipment you offered to the
Foundation (www.juergen-wahn-stiftung.de) for the young generation of cricket players in Devighat,
Nepal. I thank also very much my friend, Mike Hay, from Soest who was the important and necessary
intermediary between your generous organization and our Foundation.
As Chairman of the Foundation, it was a great pleasure and a touching moment to hand over such
wonderful equipment. And you cannot imagine the great pleasure and the applause for these
moments!! Let me say it in Nepalese language: “Dherai, dherai dhanyabad!” Many, many thanks!
On the photo you see members of the Youth Club of Devighat, a small town in the mountains in the
district of Nuwakot, about 80kms from the capital Kathmandu.
Once more thank you very much. You made so many people really happy!

Spende von Cricketzubehör

Beim disjährigen Projektbesuches in Nepal überreichte Klaus Schubert im Namen von Projekt Front Foot und von Mikel Hay im Youth Center von Devighat Cricket-Schläger, -Helme, -Bälle und -Trikots. Diese wurden von den jungen nepalesichen Cricket-Spielern freudig in Empfang genommen.

Auf geht’s nach Nepal

Lea Meisner und Manasi Palachandran werden Ende Oktober nach Devighat reisen, um dort 6 Monate in dem von uns unterstützten Jugendclub und sicher auch in den benachbarten Schulen mitzuhelfen. Von Sport und Spiel bis zu Musik und wohl auch der einen oder anderen Unterrichtsstunde reicht das Aufgabenspektrum der beiden Alde-Abiturientinnen. Dafür hat Lea ihre Ukulele im Gepäck und Manasi Spiel- und Sportutensilien. Wir sind schon ganz gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte aus dieser für die beiden sicher ganz anderen Welt.

WDR3 Lokalzeit Siegen berichtet über unsere Arbeit

Am 26.07.2019 berichte WDR3 in der Sendung Lokalzeit Südwestfalen über das 30-jährige Bestehen der Jürgen Wahn Stiftung aus Soest. Der Bericht lief in der Sendezeit von 19:30 Uhr – 20:00 Uhr.

Hier können Sie den Ausschnitt auf unserem YouTube-Kanal sehen.

 

Neubau der 4. Schule in Nepal geht auf die Zielgerade.

Wer aus der Ferne auf das Dorf Belkot im nepalesischen Bezirk Nuwakot zuläuft, dem dürften gleich die auf einem Hügel stehenden neuen Schulgebäude mit ihren roten Ziegelsteinen ins Auge stechen. Das zeigen die aktuellen Fotos, die Situ und Ramesh Chitrakar vom jüngsten Besuch auf der Baustelle schickten.

Die 2 neuen Gebäude mit insgesamt 8 Räumen, darunter Labor und Computerraum, sind mit Wand-Paneelen und Isolierdecken gegen die Hitze ausgestattet, was für die örtlichen Verhältnisse außergewöhnlich ist. Jetzt muss als Schutz gegen die fortschreitende Bodenerosion infolge des Monsunregens eine Mauer errichtet werden. Im Inneren fehlen nun noch Tische, Stühle und Whiteboards, die schon bestellt, aber noch nicht ausgeliefert sind. Wenn dann auch noch die Außenanlagen hergerichtet sind, kann es losgehen mit dem von den Schülern langerwarteten Unterricht in den neuen Gebäuden.

Die neue Schule in Belkot ist nach Devighat, wo eine Grund- und eine Sekundarschule entstanden sind, und Duipipal die 4. Schule, die die Jürgen Wahn Stiftung finanziert hat. Erneut ist das Schmallenberger Bauunternehmen Feldhaus maßgeblich an der Finanzierung beteiligt.

Als 2018 vom Vorstand der Beschluss gefasst wurde, weitere zur Verfügung stehende Hilfsgelder für den Aufbau einer neuen Schule zu verwenden, schlug Ramesh Chitrakar den Neubau als Ersatz für die desolate „Niranjana Higher Secondary School“ in Belkot vor. Dieser Ort liegt etwa 15 km von Devighat entfernt. Die höhere Sekundarschule (vergleichbar dem Gymnasium) umfasst ca. 600 Schüler in 21 Klassen und ist die einzige dieses Schul-Zweiges in der Region mit rund 20.000 Einwohnern. Die Bevölkerung in Belkot setzt sich überwiegend aus der Kaste der Brahmanen (60 %) und zu einem kleineren Teil aus tibetstämmigen Gurung zusammen, die meist als Bauern ihren Lebensunterhalt verdienen.

Mindestens genauso wie die Schüler fiebern nun 1. Vorsitzender Klaus Schubert und 2. Vorsitzender Meinolf Schwefer der offiziellen Eröffnung entgegen, zu der sie eigens im Oktober nach Nepal reisen werden, natürlich auf eigene Kosten. Dann haben die Jungen und Mädchen allerdings schon die neuen Räume bezogen und die ersten Wochen gebüffelt. Schließlich soll mit dem Schuljahresbeginn pünktlich gestartet und nicht auf den Besuch aus Deutschland gewartet werden. „Soft opening“ nennt man das wohl auch in Nepal, wo Englisch weit verbreitet ist.

Die Außenanlagen werden bis zum Schulbeginn fertiggestellt sein