Category Archives: Projekte

Erfolgreiche Aktion „Schüler helfen Schülern“

Logo_Schüler_helfen_Schülern

Die Aktion von 6 Soester Schulen

 

  • Aldegrevergymnasium
  • Conrad-von-Soest-Gymnasium
  • Paulihauptschule
  • Hauptschule im Schulzentrum
  • Hannah Arendt Gesamtschule und der
  • Ganztagshauptschule Welver

erbrachte in diesem Jahr den stolzen Betrag von 3.577,65 Euro.

Die Schüler haben am Aktionstag, am 2. Juli 2014, gegen eine Spende Aufgaben erledigt:

z.B. Rasen mähen, Einkaufen, Entrümpeln, Auto reinigen, sonstige Hilfe etc. Die Geldspenden fließen zu 100 % in Schülerprojekte der beteiligten Schulen und das Guatemala-Projekt der Jürgen Wahn Stiftung e.V.. Es dient dort der Verbesserung von Lernbedingungen, dem sozialen Engagement der Jugendlichen und als finanzielle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler.

Alle Spendern und den beteiligten Schülern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.

Die ersten Eindrücke in der „Casita Amarilla“ von Alicia Guerrero und Katharina Düsel

Alicia und Katharina sind in der KiTa der Casita Amarilla eingesetzt, in die Kinder gehen, deren Mütter (und manchmal auch Väter) tagsüber arbeiten. Diese Kinder wurden bisher immer in ihrer Hütte eingesperrt, damit ihnen in dem Slumviertel nichts passiert. Dank der Initiative von Florian Srowig, Praktikat der Jürgen Wahn Stiftung, der von April bis September 2012 dort war, und unserer finanziellen Unterstützung werden diese Kinder jetzt in der Casita Amarilla betreut.

Hier der Bericht der aktuellen Praktikantinnen:

Unsere ersten Eindrücke in der „Casita Amarilla“

Alicia und Katharina im Maya-Gewand

Alicia und Katharina im Maya-Gewand

Schon seit einem Monat sind wir jetzt in dem Projekt „Casita Amarilla“ in Guatemala-City. Wir konnten schon erste Eindrücke von Land und Leuten sammeln und uns in die Arbeit mit den Kindern aus den Slums neben der Müllkippe einfinden. Die „Casita Amarilla“ bietet den Kindern eine Alternative zu ihrem Leben auf der Müllkippe und versucht sie zu Mitmenschlichkeit und Sauberkeit zu erziehen. Bis jetzt haben wir vor allem die Erzieherinnen der Jüngsten entlastet, indem wir alltägliche Aufgaben wie Essen Verteilen und den Kindern beim Zähneputzen Helfen übernommen haben. Zudem kommt natürlich auch das Spielen nicht zu kurz, jedoch fällt es den Kindern sehr schwer, sich alleine zu beschäftigen, und ein gemeinsames Spiel ist oft aufgrund der fehlenden Erziehung und des zwangsläufig im Slum angeeigneten Egoismus nicht möglich. Zudem kommt auch noch, dass das Spielzeug größtenteils „Schrott“ ist. Deshalb wollen wir gern neues Spielzeug kaufen, das die Gruppendynamik fördert und motorische Fähigkeiten vermittelt.

Die „Casita Amarilla“ ist primär für Kinder gedacht, die sonst tagsüber in ihren kleinen Wellblechhäusern eingesperrt wären oder allein auf den Straßen herumlaufen würden. So ist das Projekt für die Kinder aber auch für die Eltern sehr wichtig, die ihre Kinder in sicherer Obhut wissen und ihre Dankbarkeit dadurch ausdrücken, dass sie selbst uns freiwilligen Helfern großen Respekt entgegenbringen. Bei Besuchen in ihren Häusern wurde uns erst so richtig bewusst, unter welchen Bedingungen sie leben und mit wie wenig sie auskommen müssen. Erst wenn man diese Lebensumstände gesehen hat, kann man so manche Verhaltensweisen der Kinder besser verstehen. Auch dafür ist die „Casita Amarilla“ wichtig: die Verhaltensweisen zu durchbrechen und den Kindern andere Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir versuchen dabei zu helfen und sind jetzt schon gespannt auf die nächsten Wochen und Monate.

DSC06491   CIMG3504 CIMG3495      DSC06497    DSC06494        DSC06753

„Allergo Update“ und Jürgen Wahn-Stiftung sind Partner

allergoUpdateBereits zum 4. Mal fand im März 2014 in Wuppertal mit „Allergo Update“ eine der größten Ärztefortbildungen in Deutschland auf dem Gebiet der Allergologie statt. 400 Teilnehmer hatten 2 Tage lang die Gelegenheit, in  Grundsatzvorträgen von hochkarätigen Spezialisten das neueste über die Grundlagen, moderner Diagnoseverfahren und neue Therapieansätze zu lernen. Die wissenschaftliche Leitung  lag bei Prof. Ulrich Wahn von der Charité in Berlin.

Die Organisatoren der in ganz Deutschland inzwischen populär gewordenen Veranstaltungsreihe Med-Update aus Wiesbaden haben seit einigen Jahren damit begonnen, jeder Veranstaltungsreihe ein ausgewähltes Charity-Partnerprojekt zuzuordnen. Für die allergologische Reihe wurde die Soester Jürgen Wahn-Stiftung ausgewählt, die ihrerseits einer Kinderklinik („Shining eyes“) in Indien für diese Kooperation vorschlug. Der Spendenerlös für das Projekt einer Kinderklinik in Indien betrug in diesem Jahr 3500 Euro.

Aldegrevergymnasium Eine-Welt-Initiative spendet 1000 Euro

k-9516Eine Spende von 1000 Euro übergaben die Vertreter der Eine-Welt-Initiative des Aldegrever Gymnasiums an die Jürgen Wahn Stiftung für das Togo-Projekt. Dieses Geld erwirtschafteten Sie durch den Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und Tee sowie von selbst gebackenem Kuchen an Elternsprechtagen und bei sonstigen Gelegenheiten.

Zum wiederholten Male lud die Eine-Welt-Initiative des Aldegrever Gymnasiums in Soest einen Vertreter der Jürgen Wahn Stiftung ein. Dieses Mal berichtete Klaus Dehnert  aufmerksamen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 von seinen Reisen nach Togo und stellte ihnen mit Videos und Fotos die ländliche Lebensweise der Menschen im Norden Togo  dar.

Die jungen Zuhörer staunten über die einfache Lebensweise der Bewohner von Animadé, die in Lehmhütten wohnen und kein elektrisches Licht haben. Sie stellten fest, dass diese Menschen trotz ihres geringen Wohlstandes keineswegs unglücklich sind, man ihnen aber dennoch helfen sollte. Insbesondere das Schulleben der Mädchen und Jungen von Animadé beeindruckte die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer sehr.

Sie erkannten, dass ihre Spende sinnvoll eingesetzt wird, um Gleichaltrigen in Togo eine gute Schulbildung zu vermitteln, die Voraussetzung ist, um später im Leben besser zurechtzukommen und zu helfen, ihr Heimatland besser zu entwickeln.

Baufortschritt der Malika-Schule in Duipipal

Unsere lokale Ansprechpartnerin, Architektin Situ Chitrakar, hat uns weitere Informationen und Fotos vom Baufortschritt unseres neuen Projekts in Duipipal geschickt.

In die bestehende alte Schule gehen zur Zeit 406 Schülerinnen und Schüler: in eine Vorschulklasse, drei Klassen für die Schuljahre 1 bis 3 und sieben Klassen der Schuljahre 4 bis 10.  Erst vor wenigen Tagen mussten 2 Klassenräume gesperrt werden, da  in den mit losen Feldsteinen gebauten Räumen große Risse auftraten und Einsturzgefahr bestand. Mehrere Räume mussten daher gesperrt werden.

Die Schule ist in einem hügeligen Gelände errichtet worden. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse wird die neue Schule in drei Bauabschnitten und Gebäudeteile gegliedert.  Zur Einbindung der Schulverantwortlichen und Eltern in das Bauprojekt hat die Jürgen Wahn Stiftung mit der Schule vereinbart, dass der örtliche Bauträger 10% der Baukosten als Eigenanteil bzw. Eigenleistung übernimmt. In diesem Falle werden die baulichen Planierungs- und sonstigen Vorbereitungsarbeiten von der Schulverwaltung übernommen.

Dank einer großzügigen Spende des Schmallenberger Unternehmens Feldhaus anlässlich ihres 100jährigen Bestehens können drei Räume mit diesen Finanzmitteln gebaut werden. Die weiteren Räume werden durch die JWS finanziert.

Als Anlage der Bauplan sowie einige Fotos von der Zulieferung der Baumaterialien und der ersten Baufortschritte.

Lageplan

Lageplan

Excavation of the trench for the third block Block 1 and Feldhaus block upto tie-beam Block 1 and Feldhaus Block upto lintel level The first two blocks with the levelled site area

 

Als Detailkosten für die Errichtung bzw. Einrichtung wurden uns von Situ Chitrakar folgende Angaben gemacht, hierfür nehmen wir auch gerne gezielte Einzelspenden entgegen:

  • 260 Euro – kostet eine Tür eines Klassenraums
  • 250 Euro – kostet ein kleines Fenster
  • 300 Euro – kostet ein großes Fenster
  •  75 Euro – kostet eine Sitzbank mit Schreibpult (für 4 Schüler der Primarstufe)
  •  65 Euro – kostet für ein Whiteboard ( weiße Schreibtafel)

Diese Bauteile werden von Schreinern vor Ort angefertigt und schaffen somit zusätzlich Arbeit und Beschäftigung in der Region und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser überaus armen Region bei.

Mit der Zusammenarbeit und Kommunikation mit unseren nepalesischen Freunden sehr zufrieden und freuen uns schon, dass mit diesem Neubau  ganz wichtige Impulse für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gesetzt werden können.

Bericht unseres Partners CAFNIMA Mai 2014: 3. Mikrokredite u. 4. Fortbildungsmaßnahmen für Frauen

Mit Unterstützung der Jürgen Wahn Stiftung werden in Guatemala durch die Organisation CAFNIMA 4 verschiedene Projekte gefördert:

  1. das Alphabetisierungsprogramm
  2. den Kindergarten ( Pre-School) für Kinder, die bisher in ihren Hütten eingesperrt waren, da ihre Mütter bzw. Väter tagsüber arbeiten
  3. das Mikrokredite-Programm
  4. Fortbildungsmaßnahmen für Frauen

3. Mikrokredite für Frauen: Übungstage

Bis zum 31. März dieses Jahres haben wir 153 Gruppen trainiert, verteilt auf 39 städtische Randgebiete, mit einer Gesamtzahl von 1.500 Mitgliedern und Programmpartnern im Mikrokredite-Programm. Im Laufe der Zeit haben wir  durch Kleinkredite Verbesserungen im Leben von mehreren Familien erreicht, die es geschafft haben, ein  Geschäft zu gründen oder zu erweitern.

c44

Der Fall Mara Mejía Estrada Sie lebte in extremer Armut, war arbeitslos und Mutter von 3 Kindern. Durch einen von der CAFNIMA gewährten Kredit gründete sie ein Unternehmen und verkauft und Brot und Hot-Dogs. Außerdem  vermietet sie ein Zimmer als Essraum. Ihre beiden Kinder gehen in die Schule und einer von ihnen hilft ihr. Eine Frau steht ihm bei, Kunden zu bedienen.

c45

4. Fortbildungsmaßnahmen für Frauen

Wir begannen am 7. März 2014 in Erinnerung an den Internationalen Tag der Frau eine Reihe von Schulungen mit dem Thema „Selbstachtung der Frau“. 100 Frauen nahmen morgens und nachmittags an zwei Veranstaltungen  teil. Es handelt sich um Mitglieder verschiedener Solidaritätsgruppen.

c47

 

Bericht unseres Partners CAFNIMA Mai 2014: 2. Kindergarten (Pre-School)

Mit Unterstützung der Jürgen Wahn Stiftung werden in Guatemala durch die Organisation CAFNIMA 4 verschiedene Projekte gefördert:

  1. das Alphabetisierungsprogramm
  2. den Kindergarten ( Pre-School) für Kinder, die bisher in ihren Hütten eingesperrt waren, da ihre Mütter bzw. Väter tagsüber arbeiten
  3. das Mikrokredite-Programm
  4. Fortbildungsmaßnahmen für Frauen

2. Kindergarten/Pre-School für Kinder 

Diese Kinder wurden bisher tagsüber in ihren Hütten eingesperrt oder sie lebten auf den Straßen der Slums, da ihre Mütter bzw. Väter tagsüber arbeiten.

c16

Im Jahr 2014 begann am 13. Januar die Arbeit mit 70 Jungen und Mädchen, die in in zwei Stufen eingeteilt wurden. 28 Vorschulkinder und 42 ältere Kinder wurden mit Freizeitaktivitäten wie Singen und Ringspielen begrüßt.

Im März wurde der erste Test zur Verbesserung und Umsetzung neuer Lehr- und Lern-Strategien für den Kindergarten durchgeführt. Er dokumentiert auch den Fortschritt eines jeden Kindes.

c17  c18

Der Lehr-Lern-Prozess

c19

Im Kindergarten  müssen im Rahmen des Lehr-Lern-Prozesses einige wichtige Aspekte der psycho-sozialen und emotionalen Entwicklung von Kindern erkannt und berücksichtigt werden. Das sind hygienische Gewohnheiten wie Händewaschen vor und nach jedem Essen sowie nach dem Gang zur Toilette. Außerdem das Zähneputzen und Kämmen der Haare sowie das Wechseln der Kleidung, bevor sie am Ende des Tages nach Hause gehen.

c20

Das Programm fördert auch wesentliche Werte im Zusammenleben der Lernenden und in ihren Wohngemeinschaften.

c21In den Monaten März und April finden Lerneinheiten statt, in denen mit Tieren zusammengearbeitet wird. Das hebt die Bedeutung des Themas hervor und wird mit Spielen durchgeführt, die sich als nützliches Werkzeug im Lernprozess für Kinder erweisen.

c22 c23

c24 c25

c26 c27

c28Alle Kinder kommen morgens zwischen 7 und 8 Uhr in den Kindergarten und kehren um 16:30 Uhr nach Hause zurück. Während des Tages erhalten sie zwei Mahlzeiten: Frühstück und Mittagessen sowie zwei Zwischenmahlzeiten. Das Essen wird von der Abteilung für Ernährung SOSEP entwickelt. Jedes Kind wird alle zwei Monate  gewogen und gemessen, um den Erfolg der Ernährung zu kontrollieren und Fehlernährung zu vermeiden.

Erholung

c29 c30

c31 c32

Sport ist bei Kindern für die körperliche, emotionale und affektive Entwicklung sehr wichtig. Jede Stufe hat dafür eine bestimmte Zeit am Tag.

c33 c34

  

Besondere Aktivitäten

Im Februar wurde in jedem Klassenzimmer der „Freundschaftstag“ gefeiert. Man beschenkte sich mit Bonbons und Schokolade,  um die Werte des Zusammenlebens, des Respekts und der Freundschaft zu erfahren. Diese Mahlzeit macht diesen Tag zu etwas Besonderem.

c35 c37 c36

c38

Im Monat März wurde Karneval gefeiert. Die Kinder stellten in der Klasse  zur Entwicklung ihrer psychomotorischen Fähigkeiten eigene Masken her. Den Kleinen wurde das Gesicht verschiedener Tieren in ihr Gesicht gemalt. Dann waren sie alle eng beieinander, um sich näher zu kommen und ihre Masken und Gesichtsbemalungen herzustellen.

Am 28. März wurde das erste Training für Mütter und Köchinnen zum Thema „Kindesmissbrauch“ durchgeführt. Dieser Event wurde von Mitarbeitern der Einrichtung SOSEP vorbereitet   (Ministerium für öffentliche Arbeiten der First Lady von Guatemala).

c40 c39

c42Daniel Alejandro López

Daniel lebt zurzeit bei seiner Großmutter. Er und  seine Schwester wurden von ihrer Mutter verlassen, als ihr die Kinder durch  Gerichtsbeschluss weggenommen wurden, um ihnen die Möglichkeit einer positiven Entwicklung zu geben. Sie versucht nun mit ihrem Partner eine neue Existenz aufzubauen. Der Vater, der keiner Arbeit nachgeht und drogensüchtig ist, will sich nicht um die Kinder kümmern. Daniel zeigt aggressives Verhalten, ist als kleiner Junge schon traurig und leidet an dieser Situation.

c43Hermanitos Salazar

Im Kindergarten werden drei Geschwister im Alter von 2, 4 und 6 Jahren betreut. Sie gehören zu einer Familie, die in extremer Armut lebt. Der Vater befindet sich derzeit wegen einer Strafe von 6 Jahren in Haft. Der Grund ist unbekannt. Lazarus, der kleinste der drei Geschwister, kam  mit schwerer Unterernährung in den Kindergarten, wo er nicht spielen sonder nur schlafen wollte.  Dank einer ausgewogenen Ernährung spielt er jetzt wieder mit Gleichaltrigen und  verhält sich seinem Alter entsprechend. Er bekommt einen speziellen Brei, um  das nötige Gewicht so schnell wie möglich wiederzuerlangen. Die Mutter der Kinder arbeitet in einer Tortilla, und bemüht sich, ihre Kinder zu erziehen.