Author Archives: Meinolf Schwefer

Spende anlässlich eines Vortrags über Nepal

Andreas Neugebauer hielt am 26.10.2017 im Faktorenhof Eibau, Sachsen, einen Vortrag über seine Reise in die zauberhafte Bergwelt des Himalaya in Nepal. Die Eintrittsgelder wurde für unsere Projektarbeit in Nepal gespendet.

Herr Neugebauer schreibt: Mein gesamtes Honorar und der umgehende Spendenbeutel haben 200 Euro zusammengebracht.

Dieser Betrag wird als Jahresstipendium für 4 Mädchen oder Jungen eingesetzt, die damit die erforderliche Schulkleidung sowie einen Rucksack mit Lernmaterialien  (Heften, Bleistiften mit Anspitzer, Kugelschreiber) bekommen.

Hierfür danken unsere nepalesischen Freunde und wir recht herzlich.

 

Clara Luthin Collazo und Soary Stéphan-Robert schreiben aus Nepal:

Nun sind wir schon seit 3 Wochen in Nepal und haben uns in dieser Zeit ziemlich gut eingelebt. Die ersten anderthalb Wochen verbrachten wir in der Hauptstadt Kathmandu, da aufgrund von Religiösen Feiertagen die Schulen geschlossen waren. Von dort aus haben wir, mit Hilfe von unseren sehr freundlichen und hilfsbereiten Ansprechpartnern, Ramesh und Nasala Chitraka, zahlreiche, beeindruckende Tempel und Städte besichtigt. An meisten beeindruckt hat uns der sogenannte Monkey-Tempel in der Nähe Kathmandus, wo der Name eindeutig Programm war. Aber nicht nur die alltägliche Vielfalt der Tiere, die hier ganz normal über die Straßen laufen ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen, während sie bei uns im Zoo bestaunt werden, sondern auch die Schönheit des Landes und das besonders chaotische Leben haben uns vom ersten Tag an fasziniert.

Am 18. Oktober ging es für uns weiter nach Devighat, ein kleines Dorf das zum Ortsteil Nuwakot gehört. Hier beginnt unser Projekt, wo wir für zwei Monate an drei verschiedenen Schulen Englisch unterrichten. Unsere Gastfamilie begrüßte uns herzlich und auch die Kinder im Dorf empfingen uns mit dem traditionellen Willkommensgeschenk, welches aus einem Schal und einem selbstgebastelten Blumenkranz besteht.

In der ersten Woche bestand noch das Tihar-Fest, wo Tier und Mensch wertgeschätzt werden. Dank unserer Gastfamilie und den Kindern aus dem Dorf, konnten wir Ihre Traditionen hautnah miterleben und besonders „mitessen“, da nepalesische Feierlichkeiten meist mit einem großen Festmahl verbunden sind. Wir sind sehr zufrieden mit der Familie, jedoch bestehen leider Kom-munikationsschwierigkeiten, weil die Familie kaum Englisch spricht und wir kein Nepali verste-hen. Im Notfall verständigt man sich dann mit Händen und Füßen.

Seit dem ersten Tag in Devighat engagieren wir uns im ChildClub, in dem wir den Kindern aus Devighat anbieten mit uns den Nachmittag zu verbringen und gemeinsam die Freizeit zu gestalten. Da wir uns in den ersten Tagen erst ein bisschen kennenlernen mussten, haben wir am Anfang der 3. Woche, was hier immer ein Sonntag ist, zusammen mit den Kindern einen Wochenplan erstellt. Somit hatten wir eine schöne erste Woche im ChildClub in der keiner zu kurz gekommen ist. Vor allem der Austausch verschiedener Tanz- und Singarten hat die Kinder begeistert, da diese eine große Rolle in der nepalesischen Kultur spielen.

Außerdem fand in dieser Woche unser erster richtiger Schultag als Englischlehrer an der Ranabhu-meshwori Secondary School statt. Obwohl es üblich und Sitte ist den Tag sehr früh morgens zu beginnen, woran wir uns mittlerweile gewöhnt haben, beginnt die Schule oft erst gegen 10 Uhr. Was vermutlich daran liegt, dass die erste wichtige Mahlzeit, für uns das Mittagessen, vor 10 Uhr stattfindet. Da wir jedoch nur 4 Klassen am Tag unterrichten und eine Unterrichtsstunde 40 Minuten dauert, beginnt unsere Arbeit erst um 12:10 Uhr. Die Schule selbst und der Unterricht unterscheiden sich sehr von dem uns bekannten Schulsystem und es herrschen deutlich weniger Regeln und Ordnung innerhalb der Klassenräume. Für uns war es umso spannender und interessanter den Unterricht zu begleiten und es hat uns großen Spaß bereitet. Leider blieb es bei dem einen Tag als Lehrer da der Rest der Woche erneut besetzt wurde durch Feierlichkeiten, diesmal jedoch nur für Menschen des Terais zu denen unsere Familie nicht gehört. Aufgrund dessen konnten wir die Feier nicht direkt miterleben. Nichts desto trotz lief der ChildClub wie gewohnt weiter, es wurde gemalt, getanzt und viel gespielt, was auch uns am Ende des Tages schnell einschlafen ließ.

Insgesamt sind wir sehr glücklich und dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen haben ein so interessantes und vielfältiges Land zu bereisen und den Menschen Vorort zu helfen. Wir erhoffen uns jedoch nach dieser Eingewöhnungsphase ein bisschen selbstständiger Unterrichtsstunden gestalten zu können, damit wir den Fokus auf das Sprechen der Kinder legen können. Unser Ziel ist es eine gute Grundlage für die folgenden Englischstunden zu schaffen und etwas Abwechslung in den Klassenraum zu bringen. Des Weiteren sind auch vereinzelte Projektideen in Arbeit, und wir freuen uns schon euch beim nächsten Mal mehr darüber zu berichten.

Beste Grüße aus dem schönen Nepal

Erste Spendengelder wurden überwiesen

Nach dem Bericht und Spendenaufruf im Soester Anzeiger sind bereits mehr als 5000,00 € für die Erdbebenhilfe eingegangen. Nach der Überweisung von vorerst 5.000 € erreichte uns heute der nachfolgende Brief:

BACHILLERATO ASUNCIÓN IXTALTEPEC, SAN MATEO DEL MAR,    Danksagung

San Mateo del Mar ist eine Gemeinde, die zu der alteingesessenen Kultur der Ikoots sowie zu der Sprachgruppe der Ombeayiúts gehört,  und die nach wie vor ihre alten Traditionen pflegt wie z.B. das Fischen im Pazifischen Ozean und in den umliegenden Lagunen mit einem Netz, das an einem beschwerten Drachen aus Sackleinen befestigt ist. Die Frauen fertigen Handarbeiten an, etwa gewebte Stoffe, Blusen, Servietten, außerdem bereiten sie Maisfladen und Maischips zu.

Mateo ist eine Gemeinde, die in sehr bescheidenen Verhältnissen lebt, aber eine reiche Kultur vorzuweisen hat.

Aufgrund der Naturkatastrophen der letzten Wochen (Erdbeben und starke Regenfälle) dient die Gemeinschaftsoberschule Ikoots San Mateo del Mar seit dem 7. September als Unterkunft für mehr als 30 Familien mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen. Besagte Familien haben ihr Hab und Gut verloren und ihre Häuser sind aufgrund der Schäden nach wie vor unbewohnbar.

Mit der Hilfe von Stiftungen und Bürgerinitiativen konnte eine Gemeindeküche ausgestattet werden, die hauptsächlich diesen Familien dient.

Die Gemeindeküche dient den Gemeindemitgliedern – mehrheitlich Kinder aller Altersstufen. Wir bieten Frühstück, Mittag- und Abendessen an. Die Bewohner der Notunterkunft bereiten in Zusammenarbeit mit den Lehrern die Speisen zu und organisieren unterschiedliche Aktivitäten – all dies mit dem Ziel, der Gemeinde einen nützlichen Dienst zu erweisen.

Dank der Unterstützung, die wir von Ihnen erhalten haben, können wir uns weiterhin gegenseitig helfen, indem wir weiterhin Nahrungsmittel für unsere Gemeindeküche kaufen und so eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglichen können.

Wir profitieren davon als Gemeinde und Einrichtung, da wir so noch mehr Familien unseres Dorfes helfen können. Wir danken dafür von Herzen. In dieser bedauernswerten Situation, die unseren Alltag ausmacht, gibt uns das gemeinsame Wirken Kraft und das Gefühl von Brüderlichkeit. Angesichts der Ereignisse halten wir es für wichtig, unsere kulturelle Identität als organisierte Gemeinde zu stärken. Diese Werte geben wir auch an die Jugendlichen der Unterkunft und der Gemeinschaftsküche weiter.

Eine brüderliche Umarmung vom Team der Freiwilligen der Gemeinschaftsoberschule Ikoots.

Die Klassenzimmer der Vorschule werden hergerichtet

Unsere nepalesischen Freunde berichten mit Fotos über die Ausgestaltung der Klassenräume der Ranubhubaneshwori Preschool in Devighat. Unter der Anleitung und Mithilfe von Sarita Chitrakar wurden die Wände von 3 Klassenräumen innerhalb einer Woche kindgerecht bemalt.

Spende zum Abitur 2017

Die Abiturienten des Conrad-von-Soest-Gymnasiums haben in ihrem Abiturgottesdienst mit Pfarrer Bernd-Heiner Röger 649 Euro für die JWS gespendet. Die Spende wird verwendet für die internationalen Projekte der Jürgen Wahn Stiftung. Wir danken für die Spende und die Übersendung des Fotos und wünschen für den weiteren Lebensweg alles Gute.

Wiederaufbau der Ranabhubaneshwori Schule

Die durch das Erdbeben vom 25.04.2015 zerstörte Ranabhubaneshwori-Gesamtschule wird mit der finanzielle Unterstützung durch Spendengelder der Jürgen Wahn Stiftung und tatkräftiger Eigenleistung wieder aufgebaut.
Wo vor einiger Zeit nur Schuttberge zu sehen waren, entsteht ein neues Schulgebäude.

Wie man nunmehr (s. oben) sieht, wird alles per Hand erbaut, mit Holzbrettern verschalt und mit ohne Maschinen auch im 1. Stock gebaut. Typisch ist der Einsatz von Frauen, die als Handlangerinnen  die Steine in einem Tragekorb an die gewünschten Stellen schleppen. Für die Frauen ist es eine Möglichkeit, an einem Arbeitsplatz außerhalb ihres Hauses oder ihrer Hütte Geld zu verdienen.

Verleihung des Spendensiegels 2017

Spendensiegel für 2017
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin hat der Jürgen Wahn Stiftung auch für 2017 das Spenden-Siegel wieder zuerkannt.
Das DZI prüft jährlich ausführlich und detailliert die Strukturen, Arbeitsweise, Spendeneinnahmen und insbesondere das Ausgabeverhalten der Stiftung. Für das Geschäftsjahr 2015 ergeben sich besonders positive Wirtschaftsindikatoren: Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben beläuft sich auf lediglich 4,16 %.
Die geringen Kosten sind insbesondere auch dadurch begründet, dass alle Vorstandsmitglieder vollständig unentgeltlich tätig sind und auch Fahrten zu den Projekten vollständig aus eigener Tasche bezahlt werden. Spendengelder werden hierzu nicht herangezogen.
In dem Spendensiegel des DZI heißt es: „Die Organisation Jürgen Wahn Stiftung e.V., Weslarner Weg 1 59494 Soest hat die Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat bestätigt, dass sie alle dazu erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß und vollständig nachbestem Wissen und Gewissen gemacht und belegt hat. Nach intensiver und umfassender Prüfung hat das DZI festgestellt, dass die Organisation die Spenden-Siegel-Standards erfüllt und erkennt ihr das DZI Spenden-Siegel für den Zeitraum vom 1.1.2017 bis 31.12.2017 zu.
Die Organisation ist berechtigt, das abgebildete Siegel-Emblem zu führen.“
Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab als niedrig ( „niedrig= unter 10 %) anzusehen.

Sie machen es zu ihrem Projekt:

Seit Februar ist die Ausbildungs-Schreinerei in Las Blancas/Mexiko in Betrieb. Mit den von der JWS und Norbert Röttger zur Verfügung gestellten Werkzeugen werden zunächst Werkbänke und Arbeitstische, Ablagen und Werkzeugschränke hergestellt. Richtige Basisarbeit also. Auf diese Weise lernen nun 7 interessierte Jugendliche aus dem Dorf im Bundesstaat Veracruz handwerkliche Fertigkeiten. Unter Anleitung von Herbert Efler müssen Einzelteile für einen Tisch zurecht gesägt, eine Zapfenverbindung hergestellt und ein Türrahmen passend gehobelt werden. Mit der Werkstatt werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ausbildung für die Menschen vor Ort und die nötige Versorgung mit Möbeln und Einrichtungsgegenstände, die dort sehr fehlen. Der Erlös fließt wieder in das Projekt.

Mingalaba = Das Glück in Dir – Begegnungsabend bei den Freunden der Völkerbegegnung

dorfinfo.de  03.04.2017

Hochsauerlandkreis. Meschede.
Mingalaba – Mit diesem Segenswunsch wird man in Myanmar, dem früheren Birma, begrüßt. Das berichteten am Dienstag dem 28.03.2017 Martina und Taisir Senge beim Vortragsabend der Freunde der Völkerbegegnung. Alles im Leben von Martina und Taisir Senge aus
Freienohl dreht sich um das Waisenhaus in Rangun. Diesen
Eindruck vermittelte glaubwürdig die Referentin, die zusammen mit ihrem Mann 2012 ein Hilfsprojekt begonnen hat. Frau Senge lernte ihren Mann, einen syrischen Leistungssportler, in
Deutschland während ihres Dienstes kennen. Ihr gemeinsames Leben führte sie in verschiedene außereuropäische Länder, in denen beide Partner immer schon ihr Hauptaugenmerk auf die Armut und die Situation der Kinder richteten.

In den ersten Jahren hatte das Ehepaar immer einige nützliche Geschenke im Gepäck. Bald darauf aber reifte die Idee, ein umfangreicheres Hilfsprogramm auf den Weg zu bringen. Nachdem die Bemühungen der beiden um ein Kinderheimprojekt in Syrien durch beginnende politische Unruhen ab 2011 scheiterten, fand das Ehepaar Senge 2012 in Myanmar ein Land, das sich, ihren Vorstellungen und Eindrücken entsprechend, für ein Hilfsprojekt eignete.
Durch einen heftigen Zyklon und einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg gab es in Myanmar viele Waisen.

In Deutschland setzte sich das Ehepaar Senge mit staatlichen Organisationen (wie der deutschen Botschaft), mit der Gesellschaft für Indochina, mit verschiedenen Stiftungen oder mit Politikern in Verbindung, um Unterstützung für ihr Projekt zu bekommen. Schließlich waren ihre Bemühungen erfolgreich, aber nicht nur im Großen sondern auch im Kleinen. Ihre Begeisterung für Spenden sprang auch über auf hiesige Politiker, Firmen, Kindergärten, Nachbarn, Freunde und Bekannte.
Die zahlreichen gelungenen, bis heute durchgeführten Verbesserungen im Kinderheim in Rangun (angefangen bei Kleidungs- und Spielzeuglieferungen, über Medikamentenhilfe sowie die Anschaffung von Waschmaschinen, bis hin zum Bau zusätzlicher Toiletten- und Duschanlagen, eines Spiel- und eines Krankenzimmers sowie der Anschaffung eines Generators und der Anlage eines Spielplatzes) sind den vielen Förderern zu verdanken.

Für die Freunde der Völkerbegegnung war der Abend ein Beispiel gelungener Völkerverbindung. Sie erfuhren von einer Christin und einem Muslim, die sich in einem Waisenhaus engagieren, das von einem buddhistischen Mönch geleitet wird.
Mit großer Natürlichkeit brachte Frau Senge den Zuhörern nahe, die Menschlichkeit, Hilfe zur Selbsthilfe und respektvoller Umgang mit den Menschen vor Ort Fortschritt und Glück, sowohl für die Helfer als auch für die
Beschenkten, bringen kann.
PM der Freunde der Völkerbegegnung (FdV)
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Er gibt doch noch schöne Bilder …

Es gibt doch noch schöne Bilder und gute Nachrichten aus Syrien. Diese Fotos schickte uns Abir Mohammad vom gemeinsamen Face-painting von behinderten und nicht-behinderten Kindern und Jugendlichen in Salamiyah. Dort und in Tartus unterstützt die Jürgen Wahn Stiftung seit vielen Jahren jeweils eine Tagesstätte mit intensiver therapeutischer Betreuung.