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Schulbau macht gute Fortschritte

Der Bau der Schule in Devighat macht gute Fortschritte. Bereits vor Weihnachten wurde das Fundament gegossen, jetzt werden die Wände für die Klassenräume hochgezogen und auch das Treppenhaus für die Schulräume in der 1. Etage ist in Arbeit. Entsprechend der Landessitte bestehen die Stützpfeiler für den Deckenbau aus elastischen, aber sehr stabilen Bambusstämmen.

Inspektion der Baustelle

Inspektion der Baustelle
Anfang Dezember war Ramesh Chitrakar in Devighat und machte sich ein Bild über den Baufortschritt

Mr. Ramesh Chitrakar (2. von rechts)

Mr. Ramesh Chitrakar (2. von rechts)

 

 

 

 

 

 

 

Denish Chitrakar, ein befreundeter Architekt mit viel Bauerfahrung  aus Kathmandu, sieht sich die Baustelle an.

Denish Chitrakar, ein befreundeter Architekt mit viel Bauerfahrung aus Kathmandu, sieht sich die Baustelle an.

Errichtung des Treppenhauses

Errichtung des Treppenhauses

 

 

 

 

 

 

Die Baustelle im ÜberblickDas neue Schulgebäude steht in einer Linie mit dem Gebäude des Jugendclubs ( ganz rechts), neben den alten und neuerrichteten Toiletten sowie ( nicht sichtbar links davon ) dem alten Schulgebäude. Der gesamte Bereich vor den Gebäuden gehört zum Sportgelände der Schule.

Die Baustelle im Überblick
Das neue Schulgebäude steht in einer Linie mit dem Gebäude des Jugendclubs ( ganz rechts), neben den alten und neuerrichteten Toiletten sowie ( nicht sichtbar links davon ) dem alten Schulgebäude. Der gesamte Bereich vor den Gebäuden gehört zum Sportgelände der Schule.

Bericht über die Aktivitäten im Jahr 2011/ 2012

Devighat Child Club/ Nepal: Bericht über die Aktivitäten im Jahr 2011/ 2012

(Übersetzung des Berichtes aus dem Englischen durch Daniela Snow)

Nachdem im Jahr 2007 das Devighat Child Projekt gestartet ist, war das Jahr 2011 /2012 ein ganz besonderes. Klaus Schubert, ein herzlicher Freund und Gönner Nepals und des Devighat Child Clubs, hat uns in Nepal besucht und dieser Besuch ist nach wie vor in bester Erinnerung und beglückend für unsere Familie und den Devighat Child Club.

Klaus Schubert mit den Stipendiaten und Ramesh Chitrakar

Die großen Erfolge des Devighat Child Clubs in diesem Jahr waren die Konstruktion der 1. Etage des Youth Club Gebäudes, in dem mehr Klassenräume für die Shree Shahid Jagat Prakash Jung Shah Sanskrit Secondary School (weiterführende Schule) untergebracht sind, sowie der Bau eines behindertengerechten Toilettenhauses.

Der Devighat Child Club schuldet der Jürgen Wahn Stiftung wahrlich großen Dank für die moralische und finanzielle Unterstützung in diesem Jahr und in Zukunft.

Die Unterstützung durch die Jürgen Wahn Stiftung hat die Qualität des Devighat Child Clubs gehoben und  darüber hinaus auch die persönliche und die gruppenbezogene Entwicklung der Kinder der Devighat Gemeinde gestärkt. Mit den Aktivitäten des Clubs haben die Kinder ihren Sinn für Verantwortung und Teamarbeit stark weiter entwickelt.

Wie in den vorangegangen Jahren sind die Stipendiaten regelmäßig zur Schule gegangen und sie haben hart gearbeitet. Die Lehrer haben der Jürgen Wahn Stiftung gedankt, dass sie eine Basis für die wirtschaftlich stark benachteiligten  Schüler zur Verfügung gestellt hat, so dass sie zur Schule gehen können, ohne sich Sorgen über Bücher, Schulkleidung oder Schulmaterial machen zu müssen. Dies wäre ansonsten eine große Hürde für die regelmäßige Teilnahme am Unterricht gewesen.

Stipendiat Hem Kumar Dangol (links)

Unser letzter Besuch in Devighat fand in der Zeit vom 31. August bis zum 1. September statt. Die Hauptaufgaben, denen wir uns gewidmet haben, waren folgende:

  1. Cricket Schläger, Schienbeinschoner und ein Dutzend Bälle sind dem Devighat Child Club übergeben worden.
  2. Die Aktivitäten des Devighat Child Clubs seit unserem letzten Besuch wurden besprochen.
  3. Die Wahl eines neuen Vorstandes des Devighat Child Clubs fand auch während unseres Besuches statt.
  4. Abends fand ein Hausbesuch bei zwei der Stipendiaten statt.

a) Stipendiat: Hem Kumar Dangol – 9. Klasse

Die Schwester von Hem Kumar Dangol – Kamala Dangol – hat mit 23 Jahren nach der 10. Klasse abgeschlossen

Der Bruder von Hem Kumar Dangol – Raj Kumar Dangol – lernt  mit 20 Jahren in der 12. Klasse

Ihre Mutter ist vor 13 Jahren und ihr Vater vor 3 Jahren gestorben. Ihr Vater arbeitete als Tagelöhner an der Chandra Jyoti Schule. Nachdem er ausgefallen war, wurde seine Position von Raj Kumar Dangol besetzt. Für die drei Waisen ist die Situation nach wie vor schwer, mit minimalem Einkommen ihre Existenz und das Schulstudium zu tragen.

Das Haus von Hem Kumar Dangol

b) Stipendiat: Junumaya Kumal – 10. Klasse

Ihr Vater ist erst vor 13 Tagen auf Grund von Gelbsucht im Alter von 50 Jahren gestorben.

8. Ein gemeinsames Treffen mit der Schulleitung und  Lehrern wurde abgehalten. Wir haben den Entwurf des achträumigen Schulgebäudes besprochen und wir beabsichtigen die Fertigstellung des Schulgebäudes bis Juli 2013.

Während der Zeit unseres Besuches haben wir Kinder gesehen, die in extrem ärmlichen Bedingungen leben. Daher wäre es zu begrüßen, wenn die Jürgen Wahn Stiftung weitere Schüler mit dem Stipendienprogramm für das Schuljahr 2012 / 2013 unterstützen könnte. Fürs Erste haben wir 35 Schüler ausgewählt und in obiger Tabelle sieht man einen Kostenvoranschlag für Stipendium und Materialkosten für 2012/2013. Bitte sagen Sie uns Bescheid, ob wir die Schülerzahl entsprechend erhöhen können.

2. Die wunderschönen T-shirts, handgearbeitet von Frau Ute Nölle (Soest) wurden den Jugendlichen und freiwilligen Mitarbeitern des Devighat Child Clubs übergeben.

3.  Die Stipendiaten wurden einzeln beurteilt. Die Fortschritte und weiteren Bedürfnisse der Stipendien wurden ebenfalls diskutiert.

Teamgeist fördern im Devighat Child Club

Geschenke aus Deutschland, die wir aus Kathmandu mitgebracht hatten

Übergabe in Devighat

Freiwillige Mitarbeiter und Mitglieder des Devighat Child Clubs mit den T-Shirts, die sie von Frau Nölle geschenkt bekommen haben

4 Stipendiaten besuchen den Devighat Child Club

Treffen des Devighat Child Clubs mit der Schulverwaltung und den Lehrern

Treffen des Devighat Child Clubs mit dem Führungsausschuss und den Lehrern

Ramesh Chitrakar nimmt Maß für die Schulkleidung einer Stipendiatin

Ein Blick auf das Devighat Child Club Haus

Die Außenansicht des Toilettenhauses

Grundriss des Gebäudes

Ausstattung des Devighat Child Clubs: Bücher und Sportsachen

Unterhaltungslektüre für die Kinder

Lesen Lernen

Fußballtraining der Spieler

Und noch mehr Fußball-Training.

Kricket-Training der Spieler

Kricket-Spieler in Aktion.

Das neue Toilettengebäude

Absprachen

Innenansicht der Toilettenräume nach der Fertigstellung

Das Projekt auf dem Lanfer-Fest

Linda Blienert und Natalie Stiller haben ihr Sambia-Projekt auf dem diesjährigen Lanfer-Fest in Wickede erfolgreich vorgestellt.

Hier finden Sie ein Video, das auf dem Lanferfest gedreht wurde und bei dem Linda und Natalie auch zu Wort kommen:

http://www.soester-anzeiger.de/nachrichten/kreis-soest/soest/hollandmarkt-besuchermagnet-lanferfest-2537891.html

Die Startgelder der Kinderolympiade und des Staffellaufs wurden für das Projekt gespendet. Linda und Natalie hoffen auf eine Gesamtsumme von etwa 1000 Euro.

Auch die Jürgen Wahn Stiftung unterstützt dieses Projekt und fördert das ausserordentlich tolle Engagement der ehemaligen Praktikantinnen der Stiftung.

Erfahren Sie mehr über das Sambia-Projekt auf www.kindernhoffnungschenken.de.

Einladung zum Patentreffen 2012

Das diesjährigen Patentreffen findet am Dienstag, 23. Oktober 2012,  um 19 Uhr im Gemeindehaus der St. Petri-Pauli-Kirchengemeinde statt.

Der Eingang befindet sich gegenüber dem Haupteingang der Petrikirche
(Petrikirchhof 10, Tel.: 02921 1 30 00, Di – Fr. 9-12 Uhr. Do 15-17 Uhr)

Bei diesem Treffen möchten wir Sie wieder über die Entwicklung unseres gemeinsamen Patenschaftsprojekts in Togo informieren. Dazu zeigen wir Ihnen u. a. ein Video von unserem Togobesuch im Oktober 2011 und Bilderfolgen, die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schule in Kpaha über ihr Schulleben hergestellt haben.

Anschließend wird Gelegenheit zur Aussprache gegeben.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte hier: Patenbrief-2/2012.

Mit Trikots von Werder Bremen zum Erfolg

Unter der Regie unseres Praktikanten Fabian Srowig und mit Unterstützung der Direktorin Eva Morales und ihres Teams wurde wieder ein großes Fußballturnier durchgeführt. Es war ein voller Erfolg. Großzügige Spenden von Trikots, Stutzen und Hosen von Werder Bremen (dank der Vermittlung unseres Mitglieds und Werder-Fans Bernd Hamann) sowie von Sport- und Fußballschuhen des Sporthauses Intersport Lobenstein aus Soest sorgten bei den Jugendlichen der Casita Amarilla für die größte Motivation zur Teilnahme an diesem Turnier.

Unser Praktikant und Turnierleiter Fabian Srowig berichtet:

Das Fußballturnier für den Frieden fand von Montag, 17. September, bis Freitag, 21. September 2012,statt. Es haben sich 5 Jungenmannschaften und 3 Mädchenmannschaften beworben. Aufgrund des kleinen Spielfelds im großen Saal unserer Casita Amarilla beschränkten wir die Mannschaften auf 6 Spieler insgesamt, 1 Torwart, 4 Feldspieler und 1 Auswechselspieler. Jeden Nachmittag von ca. Viertel vor 5 bis 6 Uhr fanden die Spiele in der Casita Amarilla statt. Durch die Erlaubnis von Señora Kory durften wir die letzten Unterrichtstunden dafür verwenden. Jede Jungenmannschaft musste 4 Spiele absolvieren, die beiden Mannschaften mit den meisten Punkten und dem besten Torverhältnis kamen ins Finale . Die Mädchenmannschaften trugen 2 Spiele aus und kamen unter den gleichen Konditionen ins Finale. Die Spiele dauerten jeweils 20 Minuten, 10 Minuten jede Halbzeit.

Angespornt von den tollen Preisen, die es zu gewinnen gab, boten sich die Mannschaften erbitterte, aber faire Partien auf dem Spielfeld, denn alle wollten gewinnen. Es waren sehr spannende Spiele mit einer tollen Stimmung. Denn die anderen Mannschaften und die Schüler,die nicht am Turnier teilnahmen, sorgten für Stadionatmosphäre hinter den Toren.

Für das Finale am Freitag fuhren wir mit dem Bus und der gesamten Schule zu Campo Marte. Ein schöner öffentlicher Sportpark, der mit mehreren Fußballplätzen ausgestattet ist. Das Finale der Jungen dauerte hier 40 Minuten, 20 Minuten jede Halbzeit. Das Finale der Mädchen dauerte 30 Minuten, 15 Minuten jede Halbzeit.

Die Jungenmannschaft „New Castle“ gewann das Turnier im Finale gegen „Urban Style“  5:1. Die beiden Mädchenmannschaften „Las chiquitas“ und „Las chicas Alemania“ machten das Finale für uns durchaus spannender. Die abwechslungsreiche Partie endete in einem 1:1 Unentschieden. Im Elfmeterschiessen gewann das Team „Las chiquitas“ mit dem letzten Elfmeter. Die Fans und anderen Teams bis zu den Lehrern waren am Feiern wie verrückt. Es war wirklich spannend.

Siegerehrung:

Die beiden ersten Plätze, die Teams New Caste und Las chiquitas,  erhielten jeweils: (6 Spieler pro Mannschaft)

jeder Spieler/jede Spielerin erhielt ein grünes, ein orangenes Werder-Trikot, eine Sporthose und ein paar Fußball-/Turnschuhe und das ganze Team einen Fussball.

Sieger bei den Jungen: Team New Castle

Sieger bei den Mädchen: Team Las chiquitas

Sieger bei den Mädchen: Team Las chiquitas

                                               Die weiteren Preise:

Zweiter Platz: Urban Style und Las chicas Alemania

 jeder bekam ein grünes oder orangenes Werder-Trikot und eine Sporthose

Dritter Platz(Mädchen): United Girls

jeder bekam ein  hellbaues Poloshirt

Die fairste Mannschaft: „F.C. Bayern“

jeder bekam ein grünes Werder-Trikot 

Bester Torwart bei den Mädchen und Jungen: Ana Lima und Keneth

jeweils ein Torwartoutfit

Ein spezieller Fan:  Pedrito (,ein Schüler, der im Rollstuhl sitzt)

2 Paar Schuhe

An die treue Fangemeinde und diejenigen, die keine Prämie erhalten haben, verteilten wir ein handbemaltes T-Shirt an jeden.

Die übrig gebliebenen Prämien verteilte Señora Kory an einige Schüler, die nur samstags Unterricht erhalten, durch besondere Leistungen auffallen und nicht am Turnier teilnehmen konnten.

Mynor, ein Schüler ca. Ende 30, der seinen Schulabschluss nachholt, erhielt von uns ein paar Schuhe und 2 handbemalte T-Shirts für sein besonderes Engagement. Zur Zeit wurde er damit beauftragt, den Lagerräume und Klassen einen neuen Anstrich zu verleihen. Zu seiner Jugendzeit gehörte er einer Straßengang an, jetzt widmet er sich der Kunst und dem Malen und hält sich mit Arbeiten wie eben jenen über Wasser. Immer wenn es irgendwelche besonderen Aktivitäten in der Schule gibt, hilft er mit vollem Einsatz und ist stets bemüht das seine jüngeren Mitschüler sich benehmen. Da er so eine gute Seele ist und einige Schuhe für die zum Teil noch sehr jungen Schüler zu groß sind, beschlossen wir, das er ein Paar von den sehr großen Schuhen erhalten soll.

Weitere Bilder:

Solarlicht für Worodé

Das westafrikanische Land Togo liegt am Äquator, wo alle Tage die Sonne pünktlich um 18 Uhr untergeht und es danach stockdunkel wird. Die Bewohner können dann lediglich mit Petroleumlampen etwas Licht bekommen, aber der Brennstoff ist so teuer, dass man in der Regel darauf verzichtet.

So haben die Schulkinder, die erst gegen 17 Uhr nach Hause kommen, kaum Gelegenheit, ihre Hausaufgaben zu machen. Die Eltern arbeiten am Tage auf den Feldern oder im Gehöft und können sich in den Abendstunden nicht versammeln, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen oder einfach gemütlich beisammen zu sein. Um die Abendstunden zu erhellen, ließ die Jürgen Wahn Stiftung im Ort Worodé auf dem Dach der neu errichteten Kantine eine Solaranlage installieren. Über die Reaktion der Bevölkerung berichtet unsere Freundin Erika M’BATA.

Liebe Freunde in Soest!

Es ist soweit – die Kantine in Worodé hat Solarstrom!  Das ist wirklich eine tolle Sache. Alle Bewohner von Worodé – und vor allem die Schulkinder – freuen sich unwahrscheinlich über dieses Geschenk. Die Schulkantine ist nun das einzige Gebäude im Dorf, wo es elektrisches Licht gibt! Alle Bewohner des Ortes werden davon profitieren. Ich möchte der Jürgen Wahn Stiftung auf diesem Wege – auch im Namen aller Dorfbewohner von Worodé –  für diese Hilfe danken.

Herzlichst eure  Erika M’BATA

Guatemala – Mikrokredite: Projektbericht

  1. Ziele des Mikrokredite-Projektes im Jahre 2012

    1. Unterstützung von 1.250 Personen ( in der Mehrzahl Frauen ) mit folgendem Profil: Personen, die keine Ersparnisse haben und von der Kreditgewährung durch Banken ausgeschlossen sind, die  in sehr ärmlichen Verhältnissen leben, die in Bereichen mit großer Gewalt leben, die keine Beschäftigung haben, nur über eine geringe oder gar keine Schulbildung verfügen, unverheiratete und/oder alleinerziehende Frauen sind, die häufig unter häuslicher Gewalt oder Misshandlung leiden.

  2. 2. Stärkung von persönlichen und  unternehmerischen Eigenschaften, die die Frauen in die Lage versetzen, zur Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Familien beizutragen und Fort- und Ausbildung in Fragen der persönlichen, familiären, organisatorischen und unternehmerischen Entwicklung

 Angestrebte Aktionen

  • – Förderung des Mikrokredite-Programms in neuen Stadtbereichen, Slum-Viertel, Siedlungen etc.
  • – Öffnung von neuen Gruppen der sog. Banken des Vertrauens . Dies sind gemeinsame, solidarische Gruppen von Kreditnehmern.
  • – Gewährung von Kleinkrediten an bis zu 1.250 Personen im Halbjahresrhythmus.  Es können pro Jahr zwei Kredite gewährt werden.
  • – Versammlungen für Rückzahlungstermine planen und vorbereiten.
  • – Anstellung eines neuen Beraters/ einer neuen Beraterin für die Kreditvergabe und -betreuung.
  • – Ausbildung von weiteren Beratern/Beraterinnen für die Vergabe, den Einsatz, die Rückzahlung der Kleinkredited
  • – Planung und Organisation von Fortbildungsveranstaltungen für die Kreditnehmer/innen im Bereich der persönlichen, familiären, organisatorischen und unternehmerischen Entwicklung
  • – Planung von Gemeinschaftsveranstaltungen, an denen Mikrokredite-Projekte laufen, um Fortbildungsseminare durchzuführen
  • – Beratungsangebote für bestehende und/oder neue Klein-Unternehmen, die mit Mikrokrediten finanziert werden
  • – 2 Besprechungen des Vorstands mit den jeweiligen Vorsitzenden der einzelnen Gruppen, den sog. Banken des Vertrauens.
  • – Besprechungen der Planungsgruppe

Finanzbericht für 2011

Im Januar 2011 hatten wir 484 Personen in 41 Gruppen “Banken des Vertrauens” in unserem Mikrokredite-Projet. In jedem Monat nahm die Zahl der Kreditnehmer/innen zu, da wir das Projekt sehr gefördert haben und da an verschiedenen Orten begünstigte Frauen und Männer von ihren Erfahrungen berichteten. Unser Ziel war es, mehr Personen diese Möglichkeit zu geben, einen Kredit zu erhalten, um Einnahmen zu erzielen und die finanzielle Situation ihrer Familien zu verbessern.

Übersicht der Verteilung von Kleinkrediten im Jahre 2011

Übersicht der Verteilung von Kleinkrediten im Jahre 2011

Ende 2011 hatten wir 811 Personen, die einen Kleinkredit erhalten hatten, 730 Frauen und 81 Männer, die in 69 Gruppen aufgeteilt sind. So haben wir z. B. In neuen Stadtbezirken wie im Barrio Gerona Kleinkredite genehmigen können. Im Barrio Gerona gibt es Fabrikhallen, die während des Tropensturms Mitch zur Unterbringung von Hilfsbedürftigen genutzt wurden. Später haben sich dort wohnungslose  Familien niedergelassen und wohnen jetzt dort. Weitere Bezirke sind unter anderen  in der Zona12 La Reformita, Zone 17 Canalitos und  Ciudad Quetzal. Diese Bezirke weisen eine besonders große Armut und eine hohe Gewalt auf. Sie haben dort keinerlei Möglichkeit, einen Kredit zu bekommen, so dass CAFNIMA dort eine große Nachfrage gefunden hat. Zur Zeit sind wir in 27 Bezirken am Stadtrand der Hauptstadt Guatemala-City vertreten.

Aus- und Fortbildungsveranstaltungen

Frauen: sie sind arm, alleinstehende Mütter, leiden unter Gewalt innerhalb der Familien, haben keine oder nur geringe Schulausbildung, Sie sind erfolgreiche Kleinunternehmerinnen geworden, die ihre Rückzahlungen regelmäßig und gewissenhaft erledigen.

Frauen nehmen am Programm PROPEVI  zur Prävention und Verhinderung von Gewalt innerhalb der Familien teil. Hierzu gehören Kurse zur Steigerung des Selbstbewusstseins, über Gewalt in Familien, Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Erziehung mit Zuneigung, Misshandlung von Kiindern, Bedeutung und Lösung von Konflikten innerhalb von Familien.

Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Nachmittag mit kulturellem Programm und die Übergabe der Zeugnisse an die Teilnehmerinnen.

 

Einige Beispiele, wie ein Kleinkredit das Leben einer Familie verändert hat.

Catalina Itzoy Chivalan

Catalina Itzoy Chivalan, 49 Jahre alt, früher sammelte sie Müll auf der Mülldeponie der Zone 3. Sie hat 5 Kinder, die auch auf der Mülldeponie gearbeitet und gesammelt haben und zum Lebensunterhalt der Familie beigetragen haben.  Vor drei Jahren hat Catalina einen Kleinkredit bekommen und damit einen kleinen Laden aufgemacht. Jetzt hat sie zwei kleine Läden. Einen führt sie selbst, den anderen macht ihr Mann. Seither braucht sie nicht mehr auf der Deponie Müll zu sammeln, da ihre beiden kleinen Läden  haben ihre finanzielle Situation wesentlich verbessert. Der jüngste Sohn ( 13 Jahre ) kann jetzt endlich zur Schule gehen, da Catalina für ihn Schulgeld, Kleidung und Lernmaterialien bezahlen kann. Der Junge muss jetzt auch nicht mehr auf der Mülldeponie arbeiten und kann weiter zur Schule gehen. Eine große Chance für ein besseres Leben!

Dalia Cristina Chávez

Dalia Cristina Chávez  ist 26 Jahre alt. Sie ist alleinerziehende Mutter von 5 Kündern. Sie hatte ein kleines Geschäft und verkaufte alle Arten von Nadeln. Vor zwei Jahren hat sie ihren ersten  Kleinkredit von CAFNIMA bekommen. Damit hat sie ihren kleinen Laden verbessern können und kann höhere Einnahmen verzeichnen. Jetzt hat sie sogar für ihre Waren einen Kühlschrank und eine Tiefkühltruhe, so dass sie Eis verkaufen kann,. Sie verkauft Sandalen und Kleidung. Und mit ihrem letzten Mirkokredite hat sie den Verkauf von Weihnachtsartikeln vorbereitet und erfolgreich durchführen können.

Kredite für Schulbildung

20 Frauen, die zu unserem Projekt gehören,  konnten einen Kleinkredit erhalten, damit eines ihrer Kinder im Schuljahr 2011/2012 weiter zur Schule gehen konnte. 18 Kinder haben den Abschluss mit besonders guten Noten erreicht.  Dieser Kredit wurde aus einem gemeinsam finanzierten Sozialfonds finanziert, zu dem alle Teilnehmer des Mikrokredite-Programms beitragen.

Berichte von Eva Morales, Koordinatorin des Mikrokredite-Programms und Direktorin des Projekts Casita Amarilla von CAFNIMA / Guatemala-City  und Jürgen Wahn Stiftung

Übersetzung durch Klaus Schubert

 

Ausbildung der Gesundheitsberater im Ulpán-Tal

Unser Freund und Guatemalabeauftragte Dr. Christian Aponte schickte uns einige Bilder von der Ausbildung der Gesundheitsberater im Ulpán-Tal. Ingesamt werden 33 Gesundheitsberater ausgebildet. Bisher wurden die folgenden Themenbereiche behandelt:

Im Juni 2012: Verdauungssystem, Fortpflanzung, Methoden der Familienplanung, Gewalt in Familien

Im Juli 2012: Fruchtbarkeit, Risiken während der Schwangerschaft, Vorbereitung der Geburt und Risiken bei der Geburt

Im August 2012: Erste-Hilfe-Maßnahmen, Geschlechtskrankheiten

Desweiteren wurde im August mit Hilfe der angehenden Gesundheitsberater eine weitere Untersuchung zum Ernährungsstatus der Kinder durchgeführt. Insgesamt wurden mehr als 430 Kinder und Jugendliche untersucht.

In den kommenden Wochen werden einige Gesundheitsberatungstage durchgeführt, um Wege zur Verringerung der Unterernährung zu vermitteln.

Hilfsaufruf

Im Jahr 2001 hat die Jürgen Wahn Stiftung in Salamiyah/Syrien eine Kindertagesstätte für behinderte Kinder und Jugendliche errichtet und deren Arbeit seither regelmäßig finanziell und durch die Entsendung von Praktikanten unterstützt. Nun kommt ein Hilferuf von unserer Syrien-Koordinatorin Dr. Abir Mohamad (der Anzeiger berichtete am 27. 6. 2012 anlässlich eines Besuches in Soest), die zur Zeit in Syrien ist.

Hier ihr Schreiben:

Liebe Freunde,

die erdrückende politische Krise, die seit 18 Monaten in Syrien herrscht, entwickelte sich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung. Sie hat zu einer großen menschlichen Katastrophe geführt. Viele Familien aus unruhigen und zerstörten Städten wie Homs und Hamah und ihre Umgebung suchten die Zuflucht in mehr oder weniger ruhigen und sicheren Gebieten. Die Stadt Salamiyah mit ihren 120,000 Einwohnern, die von den Unruhen verschont blieb, hat einen großen Anteil der Flüchtlinge ( ca 100.000) aufgenommen. Die Bevölkerung von Salamiyah hat sich verpflichtet, diesen Familien zu helfen und ihnen Obdach zu geben. Es haben sich private Initiativen gebildet, um diese große menschliche Tragödie bewältigen zu können. Durch Spenden der örtlichen Bevölkerung und Spenden aus dem Ausland konnten sie die ersten Nöte dieser Menschen ein wenig lindern. Aber die Not ist riesengroß.

Mit dem Beginn des Schuljahres Mitte September sind zusätzliche Belastungen für die Organisatoren hinzugekommen. Die Schulkinder und vor allem die Erstklässler benötigen  Schreibmaterial, Bücher, Schulkleidung (in Syrien Pflicht) und eventuell Schulspeisung.

Wir denken an 150 bedürftige Grundschulkinder, denen wir helfen möchten. Die Kosten pro Kind für das gesamte Schuljahr (Schreibmaterial, Bücher, Schulkleidung,..) betragen  ca. 3000 syrische Lira (30- Euro). Dies ergibt Gesamtkosten von 4.500,00 Euro.

Diese Hilfe wird eine große Erleichterung für die Hilfsorganisation von Salamiyah und für die Eltern der Kinder sein, um ihre Verpflichtungen den unschuldigen Kindern gegenüber wahrnehmen zu können. Sie alle werden dafür dankbar sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Abir Mohamad

Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung hat kurzfristig beschlossen, den Betrag in Höhe von 4.500 Euro zugunsten dieser Flüchtlingskinder zur Verfügung zu stellen. Das aus Syrien stammende Vorstandsmitglied Dr. Hassan Daoud hält die direkten Kontakte zu den Mitarbeitern in der Tagesstätte in Salamiyah: “Ich verbürge mich dafür, dass der gesamte Betrag ohne Abzüge  dieser dringend erforderlichen Hilfsmaßnahme zugute kommt.“

Spendenkonten: Jürgen Wahn Stiftung

  • Konto 222 02 bei Sparkasse Soest ( BLZ 414 500 75 )
  • Konto 222 202 900 bei Volksbank Helllweg ( 414 601 16 )