Category Archives: Projekte

Hilferuf aus Syrien!!!

Der Bürgerkrieg in Syrien nimmt kein Ende, die Zivilbevölkerung leidet besonders stark. Die Jürgen Wahn Stiftung hat deswegen beschlossen, nicht ein weit entferntes  Kriegsende abzuwarten, sondern sofort und ganz gezielt zu helfen. Unsere syrische Projektkoordinatorin Dr. Abir Mohamed und ihr Mann Gadfan Mohamed haben uns die als Anlage übersandten Unterlagen zukommen lassen und einen dringenden Hilferuf an uns geschickt.

Bereits morgen, Montag, 10.6.2013, fliegt Abir Mohamet nach Beirut und von dort fährt sie mit dem Auto nach Salamiyah. Dort ist das Flüchtlingsproblem so gravierend, dass viele Menschen, vor allem Kinder und Frauen, nicht einmal täglich etwas zu essen haben.

Die Jürgen Wahn Stiftung stellt 3.000 Euro zur Verfügung, damit 300 Personen mit dem notwendigsten Essen versorgt werden können (Anlage 1). Der Bericht über die Familie von Asaad Abdolkader (Anlage 2) zeigt die unmittelbare Not.

Wir bitten Sie, uns bei der Übermittlung dieses Hilferufs aus Syrien zu unterstützen. Wir sichern zu, dass alle Spendengelder direkt nach Salamiyah übermittelt werden. Die Jürgen Wahn Stiftung stellt Spendenbescheinigungen aus.

Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen

Klaus Schubert

1. Vorsitzender

Werder Bremen sponsert Trikots und Hosen für Albanien

Im Rahmen eines Projektbesuches in Velipoje/Albanien übergaben Lisa und Meinolf Schwefer einen Satz Trikots nebst Sporthosen an die jugendlichen Fußballer der Gemeinde.

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Sofort zogen die Sportler die Sachen an, um sie dann stolz im Rahmen eines kurzen Trainings zu präsentieren.

Ein großer Dank geht an den Sponsor dieser Trikots, SV WERDER BREMEN, dessen Trikots auch schon in unseren Projekten in Togo, Guatemala und Nepal getragen werden.

Projektbericht April 2013

Namaste!

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Heute berichte ich über den Fortschritt beim Schulneubau in Devighat.

  1. Die Abschlussprüfungen am Schuljahresende sind schon abgeschlossen und das neue Schuljahr beginnt in zwei Wochen.
  2. Das neue Schulgebäude wird zu Beginn des neuen Schuljahres fertig sein. Darüber sind wir sehr glücklich, dass alles so gut, wie geplant,  geklappt hat.
  3. Die Handwerker haben bereits angefangen, die Wände weiß zu streichen.
  4. Nach dem Anstrich der Wände und Decken werden die Fenster eingesetzt und die Elektroleitungen verlegt.
  5. In einem Klassenraum werden neue Tische und Bänke aufgestellt, so dass Klaus und der Vorstand möglichen Spendern zeigen kann, wie die Ausstattung der Klassenräume sein wird. Das wird etwa eine Woche dauern und dann melde ich mich wieder.

Mit herzlichen Grüßen

Ramesh Chitrakar

Übersetzung durch Klaus Schubert

Besuch in Devighat im März 2013

Besuch in Devighat im März 2013
Der Jugendclub und das sich anschließende neue Schulgebäude mit den Vertretern der Schule und den Besuchern.
Der Jugendclub und das sich anschließende neue Schulgebäude mit den Vertretern der Schule und den Besuchern.

Am 21. März 2013 sind 4 Personen früh am Morgen nach Devighat gefahren: Herr Shanta Kumar Chitrakar, Herr  Shyam Chitrakar, Herr Bishnu Chitrakar und Herr Ramesh Chitrakar. Der Hauptgrund war, das im Bau befindliche Schulgebäude der Shree Shahid Jagat Prakash Jung Shah Secondary School zu begutachten, das mit finanziellen Mitteln der Jürgen Wahn Stiftung, Soest/Deutschland errichtet wird.

Nach einer durchgerüttelten  Fahrt durch die Berge aus dem Kathmandu Tal heraus kam die Delegation schließlich in Devighat an und sie wurde durch einen heftigen Regenschauer begrüßt. Nach einer eingehenden Besichtigung der Baustelle konnten die Besucher einen guten Baufortschritt feststellen.

Dann setzten sich die Besucher aus Kathmandu, die Vertreter der Schule und der Baufirma zu einem offenen Gedankenaustausch zusammen und sprachen über die noch zu erledigenden Arbeiten zur Fertigstellung des Schulgebäudes.

Das neue Schulgebäude macht gute Fortschritte

Das neue Schulgebäude macht gute Fortschritte

Es wurde begrüßt,  dass in der 1. Etage ein Schutzgitter angebracht wurde. Auch wurde vorgeschlagen, dass die bisher üblichen Tafelflächen aus Putz durch eine weiße Wandtafel ersetzt werden soll. Der Bauunternehmer und seine Mitarbeiten sicherten zu, dass die noch ausstehenden Arbeiten in gut einem Monat beendet werden können.

Alle anwesenden Schüler und Lehrer erhielten während der Mittagspause einen Apfel zur Erinnerung an diesen Besuch.

Zusätzlich wurden den Verantwortlichen des Jugendclubs zwei Fußbälle und eine Kiste mit Büchern für den Devighat Child Club von den Besuchern überreicht.

Die Schulabschlussprüfungen werden in diesem Jahr in der 1. Aprilwoche beendet sein. Und das neue Schuljahr wird einen Monat später beginnen. Wir hoffen sehr, dass das neue Schulgebäude dann zu Beginn des neuen Schuljahres fertiggestellt sein wird.

Übersetzung durch Klaus Schubert

Die Schulvertreter und das verantwortliche Bauteam

Die Schulvertreter und das verantwortliche Bauteam

Gesprächsrunde im Jugendclub. 2. von links: Ramesh Chitrakar

Gesprächsrunde im Jugendclub. 2. von links: Ramesh Chitrakar

Bei der Besprechung

Bei der Besprechung

Übergabe der zwei Fußbälle an den Vorsitzenden des Jugendclubs

Übergabe der zwei Fußbälle an den Vorsitzenden des Jugendclubs

Benefizdinner für Schulbücherei

Im November 2012 veranstalteten Eranga Guerrero und Daniela Snow ein Benefizdinner für ein neues Projekt der Jürgen Wahn Stiftung. Hierzu wurden Freunde und Bekannte eingeladen. Es gab Köstlichkeiten aus Sri Lanka, der Heimat von Eranga. Am Ende der Veranstaltung war der stolze Betrag von rd. 650 Euro zusammengekommen. Auf Wunsch von Eranga sollte der Betrag für eine Schulbücherei auf Sri Lanka sein.

Im Januar reiste Eranga nach Sri Lanka um vor Ort mit dem Geldbetrag eine Schulbücherei in einer kleinen Dorfschule aufzubauen. Die Schule liegt in dem kleinen Dorf Kirikiththa, einem Vorort von Weliweriya, und ist ca. 15 km vom Elternhaus von Eranga gelegen.

Mr. Premasiri (Buchhändler) und der Vater von Eranga mit den 7 Bücherkartons

Mr. Premasiri (Buchhändler) und der Vater von Eranga mit den 7 Bücherkartons

Durch gute Verhandlungen konnten für den Betrag 280 Bücher angeschafft werden. Der Besitzer des Bücherladens hat teilweise 20 – 25 % Ermäßigung gewährt. Die angeschafften Bücher waren Fachbücher für die 1. Klasse bis zur 11. Klasse sowie einige Romane und Kinderbücher in singhalesischer, tamilischer sowie in englischer Sprache. Ausgesucht wurden sie durch den Schuldirektor und eine Lehrerin.

Da noch etwas Geld übrig geblieben war, wurden nach Rücksprache mit der Schulleitung und der Musiklehrerin noch zwei Musikinstrumente für den Unterricht angeschafft. Hierbei handelte es sich um ein im indischen Raum unentbehrliches Harmonium (Sarpina) sowie eine Trommel (Tabla). Die Tabla wird sowohl in der klassischen Hindustani Musik gespielt, als auch bei volkstümlicher und religiöser Musik eingesetzt.

Gruppenbild der dankbaren Schulkinder

Gruppenbild der dankbaren Schulkinder

Bericht über den Schulneubau, die Stipendien und die Aktivitäten des Jugendclubs

Bericht von Situ und Ramesh Chitrakar vom 10.2. 2013

Übersetzung: Klaus Schubert

1. Bericht zum Fortschritt des Schulneubaus in Devighat      

Unter ständigem Kontakt mit dem 1. Vorsitzenden Jürgen Wahn Stiftung eV (Soest), Klaus Schubert, haben wir einen Bericht über den Bau des 8-Klassenräume-Neubaus der Sekundarschule  Shree Shahid Jagat Prakash Jung Shah Sanskrit Secondary School erstellt. Dieser Bericht basiert auf mehreren Besuchen aus Kathmandu in Devighat und der ständigen  Kommunikation mit den Personen, die sich vor Ort in Devighat um das Bauprojekt kümmern.

Als die  jüngsten Fortschritte des Schulgebäudes ist die Fertigstellung des Rohbaus bis zur  ersten Etage abgeschlossen. Die Stützpfeiler und Wände bis zur Decke der 1. Etage wurden ebenfalls abgeschlossen.

Bis jetzt wurden die nachfolgend Arbeiten ausgeführt:

1. Erstellen des Fundaments
2. Schwellen  und Sockel
3. Erdgeschoss Pfeiler
4. Erdgeschoss Wände
5. Erdgeschoss Türen und Fensterrahmen
6. Fensterstürze
7. Treppenhaus
8. Erster Stock Betonieren der Decke
9. Erster Stock Pfeiler
10. Wände bis Unterkante Fenster im 1. Stock

Mit  diesem Bericht möchten wir  auch gerne die gute Mitteilung übermitteln,  dass mehr als 50% der gesamten Bauarbeiten in so kurzer Zeit abgeschlossen wurden und nun werden wir bald die restlichen Arbeiten wie miteinander vereinbart durchführen. Bei der  Geschwindigkeit, mit der der Bau durchgeführt wird, können wir wirklich davon ausgehen, dass wir das neue Schulgebäude vor der angestrebten Zeit fertig stellen können.

2. Bericht über das Projekt zur Unterstützung von bedürftigen Schülerinnen und Schülern

Die neue Hilfsprojekt  zur finanziellen  Unterstützung (30 Euro pro Monat) von wirtschaftlich ganz besonders bedürftigen Schülern hat ab Januar 2013 begonnen. Bei unserem letzten Besuch haben wir  das Geld direkt an die jeweilige Familie übergeben. Wir werden prüfen, ob das Geld ordnungsgemäß verwendet wird. Wenn nicht, planen wir, die Unterstützung durch die  Lieferung von Lebensmitteln für den täglichen Bedarf  anstelle des Geldbetrages  zu ersetzen.   Insgesamt 720 Euro wurden uns von der JWS für dieses spezielle Projekt für dieses Jahr von Januar 2013 bis Dezember 2013 überwiesen. Wir haben jetzt diese besondere Unterstützung erst einmal für 2 Monate zur Verfügung gestellt.

3. Zweiter Projekt-Besuch von Jürgen Wahn Stiftung-Vertretern aus Kathmandu in Devighat

Das Projekt in Devighat der Jürgen Wahn Stiftung wurde intensiv durch die nepalesischen Vertreter der Jürgen Wahn Stiftung und insbesondere durch Klaus Schubert begleitet und kontrolliert. Dazu zählt auch der Besuch von Klaus Schubert im September 2011 in Devighat anlässlich der Einweihung des neuen Jugendclubs. Jetzt warten wir auf den  zweiten Besuch von Herrn Schubert,  und diesmal evtl. mit weiteren Mitgliedern Jürgen Wahn Stiftung. Wir in Kathmandu und Devighat freuen uns auf diesem Besuch.

Der Besuch hat einerseits die  Überprüfung der bisher abgeschlossenen  Projekte zum Ziel: den Neubau des auch für Behinderte benutzbaren  freundlichen WC-Gebäudes und des 8-Klassenräume-Neubaus der Schule Shree Shahid Jagat Prakash Jung Shah Sanskrit Secondary School. Bei diesem Besuch wird auch die offizielle Einweihung des neuen Schulgebäudes stattfinden.

Wir, die  Chitrakar Familie in Kathmandu, sind bereit und werden  keine Gelegenheit auslassen, um unsere Gäste der Jürgen Wahn Stiftung in jeder Weise zu unterstützen. Wir erwarten Sie mit Freude.

4. Bericht über die Stipendien und die Aktivitäten des Jugendclubs

Im Oktober 2012 hatten wir die JWS über die Verteilung der Schulstipendien informiert. Danach haben wir kürzere Berichte geliefert. Seit 2007 verteilen wir Stipendien an 30 Schüler und im Jahre 2012 mit Zustimmung der JWS auf  35 bedürftige Schülerinnen und Schüler erhöht, die ohne diese Unterstützung nicht die Schule besuchen könnten.  Nach dem nepalischen  Kalender haben wir den zehnten Monat des Jahres, das bis zum Monat April läuft. Dann werden die Schüler Mitte April ihre Jahresergebnisse erhalten.

Was beinhaltet das Schulstipendium?

1. Hemd
2. Hosen / Röcke
3. Sweater (Strickjacken)
4. Rucksack mit JWS-Logo als Schultasche
5. Schreibwaren (Kopien, Bleistifte, Kugelschreiber, Radiergummis, Anspitzer, Tinte)

Bild 7: Schüler mit neuer Schulkleidung und JWS-Rucksäcken mit Lehrern und Ramesh Chitrakar (hintere Reihe in hellem Hemd)

Bild 7: Schüler mit neuer Schulkleidung und JWS-Rucksäcken mit Lehrern und Ramesh Chitrakar (hintere Reihe in hellem Hemd)

Unser Projekt zur Verteilung von Schulstipendien hat die schulische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig gefördert. Bei allen Besuchen in Devighat haben wir von den Lehrern und der Schulleitung sehr gute positive Rückmeldungen erhalten. Dieses Projekt hat die Motivation und Lernbereitschaft der Stipendiaten nachhaltig gefördert. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit der Lehrer über die besseren Leistungen und den erhöhten Einsatz der Stipendiaten im Vergleich zu den vorher schwachen Leistungen gestiegen. Den armen und bedürftigen Eltern dieser Kinder ist der große Druck genommen worden, wie sie die erforderliche Schulkleidung und die Schulmaterialien kaufen könnten.

Darüber hinaus haben die Aktivitäten im Devighat Child Club dazu beigetragen, das allgemeine soziale Verhalten der Kinder zu verbessern und sich in Teamwork zu üben. Sie lesen auch Bücher, die sie aus dem Jugendclub ausleihen, was dazu geführt hat, dass sie die schulischen Lerninhalte besser verstehen.

Die sportlichen Aktivitäten haben die psychologische und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen stark gefördert. Kinder, die zu Anfang sehr introvertiert waren, haben inzwischen gelernt, sich in die Gruppen einzubinden und ihre Meinung im Team zu äußern.

Auf diese Weise werden  die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde  Devighat und der umliegenden Dörfer direkt durch die Aktivitäten des Devighat Child Clubs gefördert. Entsprechend dem aktuellen Bedarf  des Clubs erwerben zusätzliche und weitere Sportgeräte und -materialien. Unsere Freunde aus  Devighat helfen auch beim Transport der Materialien, wenn sie Kathmandu besuchen und die Materialien mit zurücknehmen.

Andererseits wurden einige Sachen für den Child Club direkt in Devighat gekauft und dem Club zur Verfügung gestellt. Die Zahlung erfolgte dann bei einem späteren Besuch von uns Devighat.

Die finanziellen Details der verschiedenen Aktivitäten des Devighat Child Club mit  der Verteilung der Stipendien werden wir am Ende des Nepali-Kalenderjahres in zwei Monaten insgesamt vorlegen.

Bild 8: Neue Sportgeräte für den Devighat Child Club

Bild 8: Neue Sportgeräte für den Devighat Child Club

Bild 9: Übergabe der Schulmaterialien an die Stipendiaten

Bild 9: Übergabe der Schulmaterialien an die Stipendiaten

Projektvideo

Linda Engel hat von September 2004 bis Februar 2005 ein Praktikum im Projekt ADECI in La Carolingia gemacht und ist dem Projekt und der Jürgen Wahn Stiftung sehr eng verbunden. Sie hat 2011 vor Ort ein Video über das Projekt erstellt auf welches wir hier gerne hinweisen wollen.

Das Video kann hier über einen Link bei youtube angesehen werden.

Der Blog zum Projekt kann hier eingesehen werden.

1.700 Euro für „ADECI La Carolingia“

Die Geschwister Stephan und Caroline Sasse bei der Spendenübergabe an Klaus Schubert

Die Geschwister Stephan und Caroline Sasse bei der Spendenübergabe an Klaus Schubert

Statt Weihnachtsgeschenken stiftet Familie Sasse aus Soest 1.700 € für das Projekt „ADECI La Carolingia“ in Guatemala-City. In dem gefährlichsten Stadtviertel der Hauptstadt bestimmen  Gewalt und Verbrechen das tägliche Leben der Bewohner. Über 80 Kinder und Jugendliche kommen täglich in das Projekt. Die Kleinen gehen in einen Kindergarten, während ihre Mütter einer gering entlohnten Arbeit nachgehen. Sie erhalten eine medizinische Grundversorgung und bekommen zumindest 1 x am Tag eine warme Mahlzeit. Sonst ausgestoßene und vernachlässigte Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen werden phyisotherapeutisch betreut und gefördert.

Die Jugendlichen nehmen an Kursen zur Gewaltprävention und entwickeln gemeinsam Konzepte für ein Leben ohne Gewalt.

Seit ihrem mehrmonatigen Praktikum im Jahre 2003 engagiert sich Caroline Sasse in ganz besonderem Maße für dieses Projekt und hat bereits vielfältige Hilfe leisten können. Auch ihre Eltern und Brüder waren mehrmals in diesem Projekt und spenden zusammen mit Freunden und Nachbarn für ADECI. Dieser Spendenbetrag von 1.700 Euro wird für die therapeutische  Betreuung der behinderten Kinder eingesetzt.

Ausbildung von Gesundheitsberatern

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Die Teilnehmer tragen ein T-Shirt, das sie der Bevölkerung gegenüber als Gesundheitsberater ausweist.
Vorne rechts César Caal, der Koordinator dieses Projekts. Hinten, mit fliederfarbenem Hemd, Dr. Christian Aponte. Weiter rechts: die erfahrene Krankenschwester Phyllis Groff, die glücklicherweise die Sprache der Bevölkerung im Ulpán-Tal spricht: Q’eqchi.
Die Ausbildung findet in einem Holzhaus statt, das CAFNIMA vor Ort errichtet hat.

Ein Bericht von César Caal, Koordinator der Projekts (Übersetzung und Zusammenfassung durch Klaus Schubert)

Liebe Freunde der Jürgen Wahn Stiftung und des Marienkrankenhaus Soest,

wir senden Ihnen unsere Grüße aus Alta Verapaz/Guatemala. Wir informieren Sie über die  beiden letzten Praxis-Lehrgänge der angehenden  Gesundheitsberater.

I. Vorstellung des Projekts

Die Nicht-Regierungsorganisation CAFNIMA hat vor einiger Zeit ein regionales Entwicklungsprojekt im Ulpán-Tal mit der Teilnahme von 16 Q’eqchi –Dörfern entwickelt. Dieses Projekt besteht aus Programmen und Projekten im  Bereich Gesundheit.

Eine Aufgabe ist, die extrem hohe  Mütter- und Kindersterblichkeit, die in diesem Gebirgstal  auftritt, durch eine entsprechende Ausbildung der für die Gesundheitsversorgung zuständigen Personen in den einzelnen Dörfern zu verringern. Hierzu zählen Gesundheitsberater, Hilfskräfte und Verantwortliche in den Dorfgemeinschaften.

Die grundlegende Idee ist es, ein Umfeld zu schaffen,  in dem Familien und/oder im Tal wohnende Personen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit oder Beratung über häufige Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen sowie die Hilfe von  Hebammen erhalten, die diese ohne große Schwierigkeiten anwenden können. Denn in früheren Zeiten hat es an vielem in der Gesundheitsbetreuung gefehlt. Es gab eine sehr hohe Mütter- und Kindersterblichkeit und bestimmte Krankheiten haben zugenommen, ohne dass eine Prävention oder eine Kontrolle stattgefunden hätte.

II. Hintergrund

Gesundheitsberater waren lediglich Personen, die über Gesundheitsprobleme in den Dörfern gesprochen haben und sich in den Gesundheitszentren  nur um Kranke oder Schwangere kümmerten. Dies führte dazu, dass in den  Gesundheitszentren und/oder Krankenhäusern immer sehr viele Menschen waren. .
Die bisherige Versorgung der Nicht-Regierungsorganisationen wendet sich an Schwangere und Kinder unter 5 Jahren und dies nur alle zwei Wochen.

Eine Situation, die den Gesundheitszustand der weit verstreuten Dörfer betraf und erschwerte,  war, dass keine  Kommunikation per Handy möglich war. Lediglich die Leitung des CAFNIMA- Managements hat durch den Bau eines Sendemastes  eine telefonische Erreichbarkeit für Handys ermöglicht. Jetzt ist somit möglich, im Falle von Schwerkranken oder Schwangeren in Problemfällen in Verbindung zu treten.

III. Begründung

Die Entwicklung  und Förderung von Gesundheitsberatern  zur Verbesserung der Gesundheitssituation und der  Patientenbehandlung, damit diese über gute Kenntnisse bei verschiedenen Erkrankungen der Bevölkerung im Ulpán-Tal verfügen.
Die Gesundheitsberater können aufgrund ihrer Ausbildung innerhalb ihres Dorfes die gesundheitliche Versorgung der Dorfbewohner übernehmen und durchführen. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten, vor allem für die Menschen im Ulpán-Tal.
Sie sind in der Lage, die grundlegenden Erkrankungen von Kindern und Frauen im Dorf  sowie von Personen anderer Altersgruppen aus der näheren Umgebung zu erkennen und zu behandeln.
Im Verlauf des Jahres 2012 sind an Wochenenden monatlich praktische Übungen durchgeführt worden, bei denen über 2 bis 3 Tage Unterrichtsmaterialien in ihrer Sprache Q’eqchi verwendet worden, so dass sie die Materialien gut verstehen konnten.

Es wurden  mit den Teilnehmern Vereinbarungen getroffen, dass sie an Ausbildungsterminen  teilzunehmen hatten, dass sie lernten, mit anderen in einem Team zu arbeiten, und dass die so ausgebildeten Geburtshelferinnen in ihren jeweiligen Dörfern in Notfällen durch weitere Personen Unterstützung finden.

IV. Ziele

  • – Die Fähigkeit vermitteln, das Wissen durch praktische Erfahrungen und Fortbildung zu erweitern.
  • – Die Inhalte des Buches in Q’eqchi „Kawilal Li“ (Die Gesundheit) verstehen, um Präventivmaßnahmen für die Gesundheit der Familien zu entwickeln.
  • – Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Gesundheitsberater zur direkten medizinischen Behandlung in ihren Dörfern zu fördern.
  • – Die Qualifizierung, dass sie in der Lage sind, die Wirkung und Funktion eines jeden Medikaments zu kennen und die Heilwirkung zuzuordnen.
  • – Die medizinische Ausstattung richtig kennenlernen und einsetzen, um eine gute Beratung der Patienten gewährleisten zu können.

V. Zusammenfassung der Fortschritte mit den Gesundheitsberatern und –beraterinnen im  Ulpán-Tal

1. Am 18. und 19. Oktober 2012, wurden die 26 Gesundheitsberater in Haus von CAFNIMA Zentrale für jeweils 8 Stunden eingeladen, wo sie an Hand des Inhalts  des Lehr- und Übungsbuches „Kawilal Li“ theoretisch und praktisch  geschult wurden

Folgende Inhalte wurden behandelt:

  • – Die Funktionen eines Gesundheitsberaters
  • – Häufige Erkrankungen
  • – Der menschliche Körper
  • – Das Nervensystem
  • – Die Atemwege
  • – Das Verdauungssystem
  • – Die Fortpflanzung
  • – Das Kreislaufsystem
  • – Die Harnwege
  • – Das menschliche Skelett
  • – Das Muskelsystem
  • – Die Ernährung von Kindern und Schwangeren
Anschließend machten alle einen schriftlichen Test, bei dem sie zu bestimmten Erkrankungen Antworten geben sollten: um  welche Krankheit handelt es sich und was ist bei der Behandlung zu tun?  Die durchschnittlichen Ergebnisse der Evaluierung lagen bei 80 Punkten, da eine freiwillige  ausgebildete Krankenschwester sie ausgebildet hatte.

2. Am 13. und 14. November 2012 wurde  wieder eine Fortbildung durchgeführt, wieder mit jeweils acht Stunden  Theorie und Praxis.

Der Workshop wurde wieder von der freiwilligen Krankenschwester mit jahrelangen  klinischen Erfahrungen sowie von sechs bereits ausgebildeten Gesundheitsberatern aus anderen  Regionen in Guatemala geleitet und durchgeführt. Sie arbeiteten zusammen mit den Gesundheitsratern aus dem Ulpán-Tal, die kranke Bewohner des Dorfes Semeché zu behandeln hatten.

Vor der Behandlung der Patienten wurde die Verwendung des Stethoskops, des Blutdruckmessgeräts und des Thermometers ausführlich erläutert.

Der Workshop wurde wieder von der  freiwilligen Krankenschwester mit langjährigen klinischen Erfahrungen und von sechs bereits ausgebildeten  Gesundheitsberatern aus anderen Regionen in Guatemala geleitet und durchgeführt. Sie standen den angehenden Gesundheitsberatern aus unserem Projekt bei der Behandlung von kranken Dorfbewohnern aus Semeché , wenn nötig, hilfreich zur Seite.

Und es wurde wieder eine theoretische und praktische Prüfung durchgeführt, um die Kenntnisse zu überprüfen.

In der praktischen Behandlung der Kranken aus dem Dorf Semeché, die um 8:30 Uhr begann und um 16:00 Uhr endete, wurden  6 Bereiche eingerichtet, in denen jeweils 4 – 5 Gesundheitsberater tätig waren, um verschiedene Patienten zu behandeln: Schwangere, Kinder mit Parasiten, Kinder mit Infektionen der Haut, Infektionen der Atemwege, Fieber, Darm-Infektionen etc..

VI. Ergebnisse

26 Personen wurden zum  Gesundheitsberater ausgebildet und sind nunmehr beim Gesundheitsministerium des Landes anerkannt und sind berechtigt, Bewohner im ländlichen Bereich zu beraten und zu   behandeln.

Insgesamt wurden im Jahr 11 Ausbildungs- und Fortbildungsseminare durchgeführt.

Jeder der Teilnehmer/Teilnehmerinnen wurde von Dr. Christian Aponte und den medizinischen Ausbildern einem festen Team in seinem Dorf bzw. im Ulpán-Tal zugeteilt.

Bei dem Behandlungstag im Dorf Semeché Gemeinde wurden 90 Personen behandelt.

Die meisten Krankheiten der Bevölkerung sind Darminfektionen (Amoebiasis, akute Durchfallerkrankungen), Anämie, akute Infektionen der Atemwege, Mandelentzündung, Hauterkrankungen (Sarcopiosis) Arthritis, Harnwegserkrankungen und Fieber.

Vielen Dank für Ihre große Unterstützung.

Cesar Caal.       Im Dezember 2012
Koordinator der Ausbildung der Gesundheitsberater
im Ulpán-Tal/ Guatemala

Grüße zum Neuen Jahr

Der Präsident der Evangelischen Kirche am La Plata, Carlos A. Duarte, und der Projektbeauftragte, Nicolás Rosenthal, senden der Jürgen Wahn Stiftung „die besten Wünsche für ein gesegnetes Jahr 2013 voller Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit, die eine neue Welt verheißen mögen. Zugleich danken sie für die jahrelange Unterstützung des Projekts „El Sembrador“ in Ezeiza/ Buenos Aires.

Im Jahre 1992 weihten die Vorstandsmitglieder Werner Hufnagel, Elke Keuter und Klaus Schubert die Kindertagesstätte „El Sembrador – Der Sämann“ ein. Sie liegt in einem der ärmsten Vororte von Buenos Aires, unmittelbar am internationalen Flughafen, und bietet vielen Kindern und Jugendlichen aus indigenen, nach Argentinien zugewanderten Familien eine offene Bleibe und eine Chance für ihre Zukunft.