Category Archives: Togo

Bericht aus einer Vorschulklasse in Worodé/Togo

In unserer Vorschulklasse sind zurzeit 25 Kinder darunter 10 Kinder, die im kommenden Schuljahr zur CP l (erste Grundschulklasse) gehen. 15 Kinder werden im Kindergarten bleiben, aber es kommen auch neue Kinder hinzu.

Täglich beginnen wir mit sportlichen Aktivitäten, die es den Kindern ermöglichen, sich körperlich und geistig zu entwickeln.

Bei jeder Sitzung trainiere ich das Zählen, das Erfassen und Darstellen von Objekten, das Schreiben von Zahlen, gefolgt vom französischen Alphabet, damit sich jedes Kind der Gruppe vorstellt, indem es seinen Namen angibt und einen einfachen Buchstaben des französischen Alphabets schreibt.

Nach diesen Aktivitäten haben die Kinder Spaß in den vier verschiedenen „Ecken“:

  • – In der Krankenhausecke imitiert ein Kind eine Krankenschwester, die aufgesucht wurde, und die anderen sehen geduldig zu.
  • – Die Ladenecke ermöglicht es den Kindern zu handeln, um einen Gegenstand zu kaufen, den man kaufen möchte,
  • – die Küchenecke ist der Ort, an dem Kinder kochen lernen, indem sie ihre Mutter zu Hause imitieren.
  • – In der Mutterschaftsecke imitieren die Kinder mit Hilfe von Puder und anderen Artikeln, vor allem die Mädchen, ihre Mütter, die Babies stillen und versorgen.

Ich danke der Jürgen-Wahn-Stiftung für die Hilfe, die sie mir und meinen Kindern leistet.

Ihre sehr ergebene

AKPARO TEKSME

Vorschulklassen in Animadé und Worodé – ein neues Projekt in Togo

Die Dörfer Animadé, Amaïdé und Worodé liegen im Norden Togos auf einer Hochebene. Dort lebt man auch heute noch weitgehend in Rundhütten und ernährt sich von dem, was die mageren Felder hergeben, hauptsächlich Mais, Hirse und Jams. Fleisch gibt es zu den Mahlzeiten nur gelegentlich. Die derzeitigen klimatischen Veränderungen stellen aber zunehmend ausreichende Ernten in Frage, sodass die Eltern ihre Kinder zumeist nicht hinreichend ernähren können.

Vorschulkinder aus Animadé mit ihrer Betreuerin

Für die Kinder stehen zwei Grundschulen zur Verfügung, die eine in Animadé und die zweite in Worodé. Der Unterricht beginnt morgens um 8 Uhr und wird nach einer Mittagspause bis 16 Uhr fortgeführt. Seit 2009 finanziert die Jürgen Wahn Stiftung für alle Grundschulkinder eine warme Mittagsmahlzeit, die von engagierten Müttern hergestellt wird. Als Speiseraum wurde von der Jürgen Wahn Stiftung der Bau je eines Kantinenhauses in Animadé und Worodé ermöglicht.

Seit einigen Jahren schickten die Mütter ihre Kleinen, die noch nicht schulpflichtig waren, mittags zu den Kantinen. Um sie unter Aufsicht zu haben, suchten die Vorschulkinder den Unterricht der ersten Klasse auf, aber die meisten konnten wohl kaum davon profitieren, langweilten sich und störten den Unterricht. Sicherlich nahmen sie für ihr zukünftiges Schulleben auch keine gute Erfahrung mit.

Um diesem Problem zu begegnen, entschlossen sich im Schuljahr 2017/2018 die beiden Schulleiter, an jeder der beiden Schulen einen Vorschulkindergarten einzurichten. Seitdem gehen in Animadé die Vorschulkinder in die Bibliothek der Alten Schule, in Worodé steht ihnen bis zum Mittagessen die Kantine zur Verfügung. In Animadé werden sie von einer Frau des Ortes und in Worodé von einer Volontärin betreut.

Um die Vorschulkinder zu beschäftigen, ist kindgemäßes Spiel- und Arbeitsmaterial erforderlich. Wir sind in der glücklichen Lage, auf dafür empfangen Spenden zurückgreifen zu können, wofür wir uns herzlich bedanken. Unsere Kontaktpersonen, Jacques und Erika M‘BATA sorgen dafür, das dieses Material angeschafft wird. Darüber hinaus werden sie zusehen, dass die Betreuerinnen – nach Möglichkeit – eine sachgerechte Ausbildung erfahren.

Soest, 24.11.2018
Klaus Dehnert
Togo-Projektkoordinator

Ein „Stilles Örtchen“ für die Schule in Kpaha

Die Schüler der Sekundarschule in Kpaha/Togo haben jetzt ein richtiges „Stilles Örtchen“. Die neue und für örtliche Verhältnisse moderne Toilettenanlage ist ein wichtiger Beitrag zur Hygiene und damit zur Gesundheitsvorsorge in Westafrika. JWS-Vertrauensmann Jacques M’Bata und der Schuldirektor inspizierten vor kurzem gemeinsam mit dem Bauunternehmer den von uns finanzierten Neubau. Jetzt geht es nicht mehr „Ab in die Büsche“ und vor allem steht nach dem Geschäft regelmäßig das Händewaschen an. Dafür muss allerdings Wasser aus der Zisterne per Eimer in den Behälter des Waschbeckens gefüllt werden, denn eine Wasserleitung gibt es dorthin nicht.
Herzlichen Dank allen treuen Togo-Spendern, die dieses Projekt ermöglicht haben.
Einen ausführlichen Bericht können Sie hier lesen: Bericht zum Neubau.

Dank für die berufliche Förderung

Liebe Freunde, 

eine erfreuliche Mitteilung aus Togo: Angba Tantar, die von uns mehrere Jahre in ihrer schulischen und anschließenden beruflichen Ausbildung zur Hebamme gefördert worden ist, hat erfolgreich an einem Wettbewerb auf nationaler Ebene in Togo teilgenommen. Leider hat sie dennoch bisher keine Anstellung erhalten. Daher haben wir ihr für ein vom Staat unbezahltes Praktikum einen monatlichen Betrag von 50 Euro bewilligt, damit sie in der Gesundheitsstation der Jürgen Wahn Stiftung (JWS) in Animadé tätig sein kann.

Nachfolgend der Text Ihres Dankschreibens:

Guten Tag  Herr der Präsident der Stiftung,

ich nutze die Gelegenheit zum Anfang des Jahres 2017, Ihnen Gesundheit und ein langes Leben zu wünschen.

Ja, habe ich den Betrag von 98.390 FCFA  (400 €) für den Kauf eines Computers von Frau Erika M‘ Bata erhalten:  Es ist für mich eine große Freude, in meiner neuen Funktion als Hebamme einen so  nützlichen Computer sowie auch die erste finanzielle Unterstützung von 50 €/Monat für meine Dienste in der Krankenstation  von Animadé erhalten zu haben. Vielen Dank, dass ich diesen Betrag auch in den kommenden Monaten bekommen werde.

Ich bin über alles glücklich, dass mich die Stiftung Kinder der Welt  (Soest) seit meiner Schulzeit im Gymnasium und dann auch in der Universität finanziell unterstütz hat. Nun ist die Gelegenheit für mich und meine Familie gekommen, Ihnen unseren  aufrichtigen Dank auszusprechen. Ich danke Ihnen für alles, was Sie für mich und meine Familie schon getan haben und noch tun werden, und erneuere den Wunsch, dass der Herr Ihnen und Ihrer Familie im neuen Jahr 2017 Gesundheit, Frieden, Glück und Freude beschere.

Zurzeit warte ich auf die Ergebnisse eines Wettbewerbes, an dem ich teilgenommen habe, und hoffe im Gebet zu Gott, dass  ich Erfolg haben werde, denn in meinem Land Togo garantiert allein der öffentliche Dienst ein Überleben nach der Pension.

Meine Familie und ich sind sehr dankbar für Ihre Aufmerksamkeit, die Sie mir entgegengebracht haben.

Dank Ihnen, teurer Vater, und allen Ihren Mitarbeitern.

Ihr ganz ergebenes Mädchen,

Angba TANTAR

 

Friedenstaube: Glückwünsche aus unseren Projekten

Zum Erhalt der UN-Friedenstaube erreichen uns Glückwünsche aus aller Welt:

Albanien: -> Grüße aus Velipoje, Albanien

Argentinien: -> Grüße von Team aus der Kita „El Sembrador“ in Ezeiza, Buenos Aires

Guatemala: -> Grüße von Carmen Barrios aus La Carolingia, Guatemala City (spanisch) und -> Grüße von Ros-Mari Morales Vargas und Christian Gregory Aponte, CAFNIMA, Guatemala City (spanisch)

Nepal: -> Grüße von Ramesh Chitrakar, Devighat und Duipipal (englisch)

Syrien: -> Grüße von Ismail Khadour, Salamiyah und -> Mohsen Kareem, Tartus

Togo: -> Grüße von Erika und Jaques M´BATA aus Lomé

Informatikunterricht in Animadé

Die Informatik-Lehrerin, Marissouwa KAKA, aus Animadé schreibt im Januar 2015 aus Togo

Marissouwa KAKA unterrichtet am PC

Marissouwa KAKA unterrichtet am PC

Ihnen Herr Vorsitzender, Klaus Schubert und dem Patenschaftskoordinator, Klaus Dehnert, sowie allen Mitgliedern der Jürgen Wahn Stiftung einen Guten Tag,

ich bin glücklich, dass wir im Jahre 2012 von Ihnen fünf PCs bekamen, die seitdem in Gebrauch sind. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich sehr, den Umgang mit Computern zu erlernen. Nach dem theoretischen Kurs des vergangenen Schuljahres, nehmen nun 20 Schülerinnen und Schüler in je zwei Wochenstunden an einem praktischen Kurs teil. Dieses Programm ist Bestandteil des schulischen Ausbildungskonzepts in Togo.   

Auch Lehrer nehmen am Unterricht teil

Auch Lehrer nehmen am Unterricht teil

Den Schülern der weiterführenden Schule in Kpaha, eine Mittelschule, die in 4 Jahren zum Abschluss des 10. Schuljahres führt, hilft dieser Kurs beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe und später zu den beiden Universitäten von Togo, die schon zu 75% mit Computern ausgestattet sind. Wenn die jungen Leute dorthin kommen, können sie mit einem PC umgehen und Texte eingeben. Doch ohne die Mitarbeit des Schulleiters der weiterführenden Schule CEG-Kpaha, wäre das alles nicht möglich. Unser Problem ist aber immer noch die Bezahlung der Stromkosten.

Das Unterrichtsprogramm gestaltete ich folgendermaßen:

– Vermittlung von allgemeinen Kenntnissen über das Informationswesen

– Kennenlernen der Teile eines PCs, einen PC starten können, einen USB-Anschluss herstellen können usw.

– Tastatur und PC-Maus verwenden können.

– Verwendung des Schreibprogramms „Microsoft-Word” und Gestaltung eines Textes nach eigenen Vorstellungen.

Erfolgskontrolle:

 

– Im theoretischen Teil frage ich in einem Test das Gelernte ab.

– Im praktischen Teil prüfte ich die Fähigkeit zur Texteingabe, in dem ich den Schülern einen Text vorlege, den sie am PC schreiben müssen. Diese Arbeit ist in einer vorgeschriebenen Zeit zu erledigen. Wenn ich eine Viertelstunde benötigte, haben die Schüler dafür eine Stunde Zeit.

Leistungsbewertung

 

Der Erfolg meiner Bemühungen zeigt, dass die meisten Schüler die Anforderungen sowohl im theoretischen wie im praktischen Teil erfüllen. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler schätzen meine Arbeit. Sogar einige Lehrer nehmen an den Übungen teil. Mein sehnlichster Wunsch ist es, eines Tages eine Internet-Verbindung bekommen und die dauerhafte Übernahme der Stromkosten.

Ich wünsche allen Mitgliedern der Jürgen Wahn Stiftung ein gutes Jahr 2015. Marissouwa KAKA, Lehrerin für Informatik in Animadé, Togo

Aldegrevergymnasium Eine-Welt-Initiative spendet 1000 Euro

k-9516Eine Spende von 1000 Euro übergaben die Vertreter der Eine-Welt-Initiative des Aldegrever Gymnasiums an die Jürgen Wahn Stiftung für das Togo-Projekt. Dieses Geld erwirtschafteten Sie durch den Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und Tee sowie von selbst gebackenem Kuchen an Elternsprechtagen und bei sonstigen Gelegenheiten.

Zum wiederholten Male lud die Eine-Welt-Initiative des Aldegrever Gymnasiums in Soest einen Vertreter der Jürgen Wahn Stiftung ein. Dieses Mal berichtete Klaus Dehnert  aufmerksamen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 von seinen Reisen nach Togo und stellte ihnen mit Videos und Fotos die ländliche Lebensweise der Menschen im Norden Togo  dar.

Die jungen Zuhörer staunten über die einfache Lebensweise der Bewohner von Animadé, die in Lehmhütten wohnen und kein elektrisches Licht haben. Sie stellten fest, dass diese Menschen trotz ihres geringen Wohlstandes keineswegs unglücklich sind, man ihnen aber dennoch helfen sollte. Insbesondere das Schulleben der Mädchen und Jungen von Animadé beeindruckte die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer sehr.

Sie erkannten, dass ihre Spende sinnvoll eingesetzt wird, um Gleichaltrigen in Togo eine gute Schulbildung zu vermitteln, die Voraussetzung ist, um später im Leben besser zurechtzukommen und zu helfen, ihr Heimatland besser zu entwickeln.

Togo Patenbrief 2014-1

2014-1 Patenbrief Vorschulkinder

Liebe Togo-Patinnen und Togo-Paten,
der Togo-Patenbrief 2014-1 zeigt Ihnen, was bisher im laufenden Schuljahr für die Togo-Patenkinder getan wurde, für die Sie sich mit Ihrer Spende einsetzen. Mit Fragen und Hinweisen können Sie sich gern an uns wenden.

Im Human Development Index steht Togo am Ende der Liste auf Platz 159 von insgesamt 186 Staaten. Togo gehört damit zu den ärmsten Ländern der Welt. In seinem neuesten Strategiepapier zur Armutsbekämpfung spricht der IWF von über 60%  der Bevölkerung, die in Togo unterhalb der Armutsgrenze leben. Besonders stark betroffen ist davon die Region unseres Patenschaftsprojekts im Norden des Landes. Dort sollen sogar 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Zudem geht die Armut mit Unterernährung einher, was für 64,2% der Bevölkerung zutreffen soll. Entsprechend groß ist die Fluktuation in der Bevölkerung. Viele Familen versuchen, in Städten des Südens Fuß zu fassen, wo sie sich bessere Lebensbedingungen versprechen. Dadurch wird es aber für uns in vielen Fällen schwierig, die schulische Entwicklung von Patenkindern über die Jahre zu verfolgen, obwohl wir uns sehr darum bemühen.

Zurzeit hält sich unser Freund Jürgen Brückner für mehrere Wochen in Togo auf, um sich über die Lebensverhältnisse in Animadé und Amaïdé-Worodé zu erkundigen. Nach seiner Rückkehr wird er uns in Wort und Bild über seine Erfahrungen berichten, die wir dann gern weitergeben.

Das Togo-Patenteam und der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung, danken Ihnen für
Ihr Engagement im Togo-Patenschaftsprojekt durch

Klaus Dehnert
Togo-Patenschaftskoordinator