Author Archives: Meinolf Schwefer

Tag des Kindes

image2In der Casita Amarilla in Guatemala-City feierten viele Kinder aus den umliegenden Slums an der Mülldeponie mit fröhlichen Spielen „ihren“ Tag. Unsere Praktikantinnen Juliane Boeselager und Lisa Rettler waren von der Spielfreude der über 50 Mädchen und Jungen begeistert und luden anschließend zu erfrischen Getränken und Knabbersachen ein.

 

2 Praktikantinnen berichten über ihre Arbeit

Seit Anfang August hat die Jürgen Wahn Stiftung zwei Praktikantinnen in ihrem Kooperationsprojekt „Casita Amarilla“ in Zone 3 der guatemaltekischen Hauptstadt Guatemala-City eingesetzt.

JulianeJuliane von Boeselager beschäftigt sich mit der Evaluation des Mikrokredite-Projekts, das unsere Partnerorganisation CAFNIMA in Slumvierteln von Guatemala-City und Umgebung durchführt. Außerdem unterstützt Juliane das Mikrokredite-Team bei der Verbesserung der internen Prozesse und Kontrollen.

LisaLisa Rettler entwickelt ein Bewegungsprogramm für die Kinder der Guardería, der Kita in der Casita Amarilla für allein gelassene Kinder aus den umliegenden Slums.

Hier die ersten Berichte:

1. Von Juliane von Boeselager:

Vorbemerkung: Juliane’s Bericht zeigt die Situation um die Mikrokredite in der Casita Amarilla auf. Dank ihrem Studium und einem Praktikum bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kann sie die Entwicklungen und Probleme im Projekt gut herausarbeiten und Lösungsansätze entwickeln.

Das Mikrokredite-Programm wurde vor 15 Jahren gegründet und umfasst Stand August 2015 knapp 900 Teilnehmer, mit einem Frauenanteil von 90%. Seit Dezember 2014 hat das Programm leider kontinuierlich an Teilnehmern verloren. Ursprünglich hatte Dr. Christian Aponte, der Gründer von CAFNIMA, für meinen Aufenthalt als Hauptaufgabe eine Wirkungsanalyse der Mikrokredite geplant. Anhand von Fragebögen und Interviews mit den Kreditnehmerinnen versuche ich zu ermitteln, welchen Nutzen (dies umfasst sowohl wirtschaftliche Aspekte als auch eine Verbesserung der Gesundheit und Bildung der Frauen) die Frauen aus den Mikrokrediten ziehen. Aufgrund der aktuellen Situation hat mich Christian Aponte weiterhin gebeten, das Team bei einer Verbesserung der internen Prozesse zu unterstützen.

Mit der Mikrokredite-Beraterin Karla Chávez (zweite Reihe, Mitte) besuche ich das Treffen einer Gruppe von Kreditnehmerinnen in der Zone 8

Mit der Mikrokredite-Beraterin Karla Chávez (zweite Reihe, Mitte) besuche ich das Treffen einer Gruppe von Kreditnehmerinnen in der Zone 8

Die negative Entwicklung der Kreditnehmerzahlen führt Christian Aponte auf diverse Faktoren zurück. Unter anderem gibt es immer mehr konkurrierende Organisationen. Diese verlangen – im Gegensatz zu CAFNIMA – keine Sicherheiten zur Hinterlegung der Mikrokredite (z.B. Fernseher und Stereoanlagen), holen keine Bonitätsauskunft ein und sind daher oft schneller in der Bearbeitung neuer Kreditanträge als das Team von CAFNIMA. Allerdings verlangt die Konkurrenz im Gegenzug höhere Zinsen und bedroht teilweise die Kreditnehmer bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist unter Einsatz von Waffen. Viele Menschen lockt das schnelle Geld, die damit verbundenen Konditionen werden jedoch erst später erkannt. So verlassen manche Frauen das Programm von CAFNIMA, wenden sich anderen Organisationen zu und kehren nach einiger Zeit wieder zurück.

Das Mikrokredite Team – Carla, Oti, Aracely, Eva, Rebeca und Karla vor zwei Bildern, die Jürgen Wahn und den Vorstand der Stiftung zeigen

Das Mikrokredite Team – Carla, Oti, Aracely, Eva, Rebeca und Karla vor zwei Bildern, die Jürgen Wahn und den Vorstand der Stiftung zeigen

Weiterhin wird die Arbeit des Teams auch von der zunehmenden Gewalt in Guatemala-Stadt negativ beeinflusst. So ist CAFNIMA gezwungen, sich aus besonders gefährlichen Stadtteilen zurückzuziehen und verliert damit weitere Programmteilnehmer. Zu groß ist das Risiko, dass die Kredit-Beraterinnen bei ihren Besuchen der Kreditnehmerinnen überfallen werden könnten.

Als Reaktion auf die negative Entwicklung der Teilnehmerzahlen hat Christian Aponte mich darum gebeten, eine Arbeitsgruppe zu leiten, um sämtliche internen Prozesse, insbesondere den Kreditvergabeprozess, in kurzer Zeit zu analysieren, um diese im nächsten Schritt zu vereinfachen und verbessern. Gleichzeitig entwickeln Eva Morales und ich diverse Ideen, um neue Programmteilnehmerinnen zu gewinnen und damit das Programm zu stärken. Ich hoffe sehr dazu beitragen zu können, dass sich das Programm wieder positiv entwickelt und ich den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen erleichtern und sie damit in ihrem Arbeitsalltag unterstützen und motivieren kann.

In diesen Tagen arbeite ich täglich mit der Teamleiterin Eva Morales an der Verbesserung der internen Prozesse In diesen Tagen arbeite ich täglich mit der Teamleiterin Eva Morales an der Verbesserung der internen Prozesse

In diesen Tagen arbeite ich täglich mit der Teamleiterin Eva Morales an der Verbesserung der internen Prozesse
In diesen Tagen arbeite ich täglich mit der Teamleiterin Eva Morales an der Verbesserung der internen Prozesse

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Eva Morales, die Leiterin des Mikrokredite-Programms, ihre Assistentin Rebeca Gómez und die vier ‚asesoras de crédito’ (Mikrokredite-Beraterinnen) ebenso wie Armando Pantzey, der Buchhalter, eine sehr gute Arbeit leisten. Die Mikrokredite-Beraterinnen verfügen über viel Erfahrung im Umgang mit dem Kreditnehmerinnen und haben exzellente Ortskenntnisse. Diese sind besonders wichtig, da die Adressen in den Slums nur sehr schwer zu finden sind. Zu den Kreditnehmerinnen haben sie ein sehr gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Arbeit der Kredit-Beraterinnen ist momentan sehr bürokratisch, viele Dokumente werden per Hand ausgefüllt. Daher ist ein Ziel der Überarbeitung der internen Prozesse, weitere Arbeitsschritte zu automatisieren und damit die Arbeit des Teams zu erleichtern. Mein Eindruck ist, dass besonders der Teamleiterin Eva das Projekt persönlich sehr am Herzen liegt. Dies erklärt auch ihren unermüdlichen Willen und Arbeitsbereitschaft.

Fernseher und Gasherde werden oft als Sicherheiten für die Mikrokredite hinterlegt. Diese werden zu Dokumentationszwecken fotografiert

Fernseher und Gasherde werden oft als Sicherheiten für die Mikrokredite hinterlegt. Diese werden zu Dokumentationszwecken fotografiert

Meine Tätigkeit bei CAFNIMA bietet mir viele spannende Einblicke in die Arbeit des Mikrokredite-Teams und insbesondere in das Leben der Kreditnehmerinnen, das oft von Armut und Schicksalsschlägen geprägt ist. Viele Frauen haben bereits ein oder mehrere Familienmitglieder verloren. Umso erfreulicher ist es für mich zu erfahren, dass die Mikrokredite einigen Frauen ein besseres Leben ermöglichen.

Die Eröffnung der neuen Gruppe gibt mir gleichzeitig Gelegenheit, mit den Frauen über ihre Lebenssituation und ihre Erwartungen an das Mikrokredite-Programm zu sprechen. Diese Erzählungen helfen mir für die Wirkungsanalyse des Projektes.

Die Eröffnung der neuen Gruppe gibt mir gleichzeitig Gelegenheit, mit den Frauen über ihre Lebenssituation und ihre Erwartungen an das Mikrokredite-Programm zu sprechen. Diese Erzählungen helfen mir für die Wirkungsanalyse des Projektes.

Ich begleite Karla Chávez und Eva Morales bei der Eröffnung einer neuen Gruppe von Kreditnehmerinnen. Das Plakat enthält die wesentlichen Kreditkonditionen.

Ich begleite Karla Chávez und Eva Morales bei der Eröffnung einer neuen Gruppe von Kreditnehmerinnen. Das Plakat enthält die wesentlichen Kreditkonditionen.

Glücklicherweise habe ich genug Zeit, auch außerhalb meiner Tätigkeit bei CAFNIMA Land und Leute kennenzulernen. Lisa und ich haben eine sehr gute Verbindung zu unserer „Vermieterin“ Beatriz Vasquez, die uns nicht nur eine Wohnung zur Verfügung stellt, sondern sich insgesamt sehr lieb um uns kümmert. Um 07:30 Uhr wartet sie jeden Tag mit einem wunderbaren Frühstück auf uns. Das Mittagessen bekommen wir aus der Kindertagesstätte von CAFNIMA. Abends essen wir gemeinsam mit Beatriz’ Familie, also mit ihrem Vater und den drei Kindern. Aus Sicherheitsgründen schaut Beatriz auch, dass wir nach dem Abendessen sicher in unsere 50m entfernte Wohnung gelangen. Für den sportlichen Ausgleich besuchen Lisa und ich mit Beatriz’ Tochter Karisha ein Fitnessstudio. Außerdem singe ich im Chor der deutschen Epiphanias Gemeinde. Am vergangenen Wochenende sind wir an den Atitlán See gefahren und haben eine Wanderung auf den Vulkan San Pedro unternommen. Beatriz hat uns zu dem Busterminal begleitet und geholfen den richtigen „Chicken Bus“ zu finden. Am kommenden Samstag besuchen wir Antigua, die alte Hauptstadt Guatemalas. Insgesamt haben wir uns sehr gut eingelebt und hoffen noch viele Seiten dieses wunderschönen Landes kennenzulernen!

2. Von Lisa Rettler

Vorbemerkung: Seit Anfang August ist Lisa Rettler in der Casita Amarilla in Guatemala-City tätig. Mit ihren Erfahrungen aus ihrem Sport-Studium an der Sporthochschule Köln entwickelt sie ein Bewegungs- und Sportprogramm für die Kinder aus den umliegenden Slums, die in die Kita der Casita Amarilla gehen.

Die ersten 3 Wochen in der Casita Amarilla sind nun schon vorbei und in dieser Zeit ist schon einiges passiert. Anfangs war noch nicht klar definiert welche konkrete Aufgabe ich in der Casita haben sollte. Eins war aber klar, Ziel sollte es sein den Kindern und Jugendlichen ein besseres und vielfältigeres Bewegungsangebot zu bieten. Somit bestand die erste Woche hauptsächlich auch Meetings um zu besprechen wie ich am besten eingesetzt werden kann.

IMG_1364Die Kinder im Alter von 1-6 Jahren, die täglich in die Guarderia kommen, stammen meist aus ärmlichen Verhältnissen oftmals wohnen ihre Familien in den Slums nahe der Mülldeponie. Die Guarderia entspricht etwa einer deutschen Kindertagesstätte, hier kommen die Kinder morgens um 7.30 Uhr an und werden etwa um 5 Uhr nachmittags wieder abgeholt. Der Morgen in der Casita verläuft sehr strukturiert ab, die Kinder bekommen Frühstück, danach wird gebastelt, gemalt oder etwas Kreatives gemacht. Anschließend gibt es eine Zwischenmahlzeit in Form von Obst, damit die Kinder auch jeden Tag etwas Gesundes bekommen. Bei den „Großen“, die im Alter von 4-6 Jahren sind, wird dann meist etwas gelernt, z.B. Farben, Formen, das Sonnensystem mit ihren Planeten, Tiere, etc. Bevor es dann Mittagessen gibt, haben die Kinder etwa 45 Minuten Zeit um auf dem Klettergerüst zu spielen. Einen Platz um sich draußen zu bewegen gibt es leider nicht und auf der Straße spielen ist leider zu gefährlich. Nach dem Mittagessen, schlafen dann alle Kinder 2 Stunden und dann ist der Tag für die Kinder auch schon fast vorbei. Aufgefallen ist mir dabei sehr deutlich das die Kinder sehr wenig Zeit haben um sich komplett frei zu bewegen, da in der Casita leider der Platz und vermutlich auch die Zeit fehlt. Nach einigen Besprechungen mit Roberto, dem Projektleiter und Delfi, der Leiterin für den Bereich der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, waren die Wünsche seitens der Einrichtung, Sport mit den Kinder zu machen aber ohne das es nur „reines Spielen mit einem Ball“ ist.

Meine Idee ist es dann gewesen ein Sportprogramm für die Guarderia aufzustellen, welches nicht nur den reinen Bewegungsfokus hat sondern auch mit den Themen wie Farben, Formen, Zahlen, etc. verbunden ist. Die verschiedenen Übungen mit konkreten Anweisungen bezüglich Material, Zeit, Dauer, etc. werden dann in eine Art nachhaltiges Handbuch verfasst, sodass die Erzieherinnen und Mütter, das Sportprogramm auch durchführen können wenn ich nicht mehr vor Ort bin.

Die größte Problematik bei der Entwicklung des Sportprogramms ist, das in der Casita leider kaum Material zur Verfügung ist um tatsächlich Sport zu machen und auch motorische Fähigkeiten zu fördern. Der aktuelle Bestand sind ca. 6 Hula Hoop Reifen, einer Kiste Plastikbälle und ein Indoor-Klettergerüst.

IMG_1340Da ich aber schon direkt in der zweiten Woche mit dem Sportprogramm anfangen sollte, ist Improvisation gefragt. Zurzeit benutze ich einfache Gartenstühle, Decken, und Tische aus den Gruppen um überhaupt etwas mit den Kleinsten (1-3) machen zu können. Für die größeren Kinder war dann die Idee, in die Garage der Casita zu gehen um sich dort zu bewegen, da die Gruppenräume sehr wenig Platz bieten. Leider musste dieser Plan oft über den Haufen geworfen werden, da in der ersten Woche, Freiwillige aus den USA die Garage gestrichen haben. An vielen Tagen sind dort zusätzlich die Zusammentreffen der Mikrokreditgruppen, somit muss ich an den Tagen wieder auf die Gruppen ausweichen.

Ich habe sehr schnell gemerkt, dass die Bewegung der Kinder leider einen geringeren Stellenwert hat. Meist liegt es daran, dass das Wissen fehlt, welchen Effekt Sport auf die Entwicklung der Kinder hat. So weisen viele Kinder starke motorische Defizite auf und sind oftmals ihres Alters entsprechend unterentwickelt.

Um ein besseres Bewegungsangebot zu schaffen, habe ich mir überlegt dass es wichtig ist neues Material (Turnmatte, Springseile, Kasten,…) anzuschaffen, um Bewegungslandschaften zu bauen und vielfältige Möglichkeiten zur gezielten Bewegungsförderung zu schaffen. Nachdem Roberto die Materialidee abgesegnet hat, ist der nächste Schritt nun zu schauen ob und wo man die Materialien bekommt.

Zum Tod von Hans-Joachim Hölscher

Hans-Joachim Hölscher 2008 beim Besuch des 1993 vonSoester Handwerkern renovierten Heims für behinderte Kinder in Durres

Hans-Joachim Hölscher 2008 beim Besuch des 1993 vonSoester Handwerkern renovierten Heims für behinderte Kinder in Durres

Liebe Freundinnen und Freunde der Jürgen Wahn Stiftung,  

tief betroffen haben wir vom Tod unseres Freundes und Förderers, Hans-Joachim Hölscher, erfahren. Diese Nachricht macht uns alle sehr traurig, denn wir haben einen sehr wertvollen Menschen verloren.  

Bereits im Jahre 1993 fuhr er zusammen mit Freunden und Kollegen mit einem Konvoi voller Hilfsmittel nach Albanien, um Menschen in diesem ärmsten Land auf unserem Kontinent medizinische Hilfsmittel und Baumaterialien zu bringen. Trotz großer Beschwernisse auf den Straßen und beim Zoll hat er sich wiederholt für derartige Fahrten zur Verfügung gestellt, sie organisiert und geleitet.  

Hans-Joachim Hölscher war über viele Jahre Mitglied und bis zum Jahre 2009 2. Vorsitzender der Jürgen Wahn Stiftung. In seiner engagierten Art hat er viele wichtige Impulse für die Vorstandsarbeit gegeben und unsere Arbeit persönlich und finanziell nachhaltig unterstützt und gefördert.  

Sein besonderer Einsatz galt den Projekten in Albanien, in Durres, Kavaja und in den letzten Jahren vor allem in Velipoje. Er war stets Ansprechpartner für die baulichen, finanziellen und personellen Notwendigkeiten vor Ort und ein hervorragender Mittler zwischen den albanischen Partnern und der Jürgen Wahn Stiftung. Zu Recht wurde er vom albanischen Präsidenten mit einem Orden ausgezeichnet.  

Nach dem Tsunami am 2. Weihnachtstag 2004 flog er in offizieller Mission der Jürgen Wahn Stiftung nach Sri Lanka und organisierte und koordinierte mit großer Umsicht erste Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Fischer und Landwirte. Beim Bau einer Kindertagesstätte und eines Waisenhauses in Orten an der besonderes betroffenen Ostküste der Insel stellte er sein breites berufliches Wissen gerne in den Dienst der Jürgen Wahn Stiftung.  

Seinen beiden Söhnen Tim und Philipp war er mit seinem großzügigen Verständnis humanitären Engagements Vorbild und Ansporn, so dass diese an mehreren offiziellen Fahrten nach Togo und Sri Lanka teilnahmen.  

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Wir trauern um einen hoch geschätzten Freund und Kollegen und bewundern seine Hoffnung „Ich bin unterwegs nach Süden und will weiter ans Meer.“  

Im Namen des geschäftsführenden und erweiterten Vorstands

Klaus Schubert, Meinolf Schwefer, Friedrich-Wilhelm Kaiser

Klaus Schubert und Nicolás Rosenthal

Besuch des Direktors des Projekts “El Sembrador ” in Ezeiza/ Argentinien

Klaus Schubert und Nicolás Rosenthal

Klaus Schubert und Nicolás Rosenthal

Nicolás Rosenthal zu Besuch bei der Jürgen Wahn Stiftung. Seit 1992 unterstützt die Jürgen Wahn Stiftung das Projekt “El Sembrador” in Ezeiza. Dank der Errichtung einer Kindertagesstätte können bedürftige Kinder und Jugendliche in sozialer und medizinischer Hinsicht betreut werden. Die Jürgen Wahn Stiftung unterstützt das Projekt regelmäßig mit Hilfe für die tägliche Essensversorgung und sozialpädagogische Betreuung.

Aktion zu Gunsten der Nepal-Hilfe

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Gerne verweisen wir auf die Spendenaktion von

PAPA LOBSTER

Spenden für Nepal nach dem Erdbeben

Donation for Nepal after the earthquake via www.papalobster.com

„Star-Cardigan-4-Nepal“
Gemeinsam können wir helfen: Mit dem Kauf eines Sternchen-Cardigans von PAPA LOBSTER, welches in Kathmandu produziert wurde, unterstützt Du die Menschen in Nepal auf direktem Wege. Der Gewinn der Spende geht zu 100% an das Nepal-Projekt der Jürgen Wahn Stiftung e.V., das den Menschen im Bezirk Nuwokat, im abgelegenen Devighat und Duipipal (ca. 80 km entfernt von Kathmandu) hilft, wo Hilfe besonders dringend benötigt wird.

Together we can help: by buying a PAPA LOBSTER star-cardigan, which has been produced in Kathmandu, you can directly support the people in Nepal. The profit of this donation goes to 100% to the Nepal project of the Jürgen-Wahn-Stiftung e.V., which concentrates its efforts on the people in the Nuwokat area, more precicely Devighat and Duipipal (approx. 80 km from Kathmandu city), where help is urgently needed.

„Dies ist eine katastrophale Zeit für Nepal und wir müssen stark sein. Ich hoffe, dass wir mit Hilfe von internationaler Unterstützung gegen diese Tragödie ankämpfen können“ schreibt unser nepalesischer Freund Bimal, einer der Koordinatoren des Nepal Projekts der Jürgen-Wahn-Stiftung e.V. nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal am 25.04.2015

„This is the disaster time in Nepal and we have to be strong in this time. Hope, we will be able to fight against this situation with help of international help“ writes our friend Bimal and one of the coordinators of the Nepal project managed by the Jürgen Wahn Stiftung e.V. after the earthquake in Nepal on 25/4/2015.

Sammelaktionen für die Nepalhilfe

Dankbar möchten wir auf verschiedene Aktionen zu Gunsten unserer Nepalhilfe hinweisen:

  • Die kfd Oeventrop spendet 1300 Euro sowie gestrickte Mützen, Schals und Strümpfe (die bereits mit einem Transport sofort via Hamburg nach Nepal verschickt wurden)
Die Mitstreiterinnen der Aktion

Die Mitstreiterinnen der Aktion

2015-05-05 KFD Oeventrop Vorstand

Mechthild Schulte, Lore Flaschel und Elisabeth Helleberg bei der Geldübergabe an Klaus Schubert

  • Kindermode Kunterbunt aus Bad Sassendorf (Frau Anja Gockel und Kinder) haben am Wochenende Waffeln gebacken und verkauft. Der Erlös dieser Aktion sind stolze 600 Euro.
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Einsatz der Kindern von Frau Gockel und deren Freunden

2015-05-05 Kindermoden Kunterbund Bad Sassendorf

Frau Gockel übergibt den Erlös an Klaus Schubert

  • Karla Ludwig und in Soest lebende Nepalesen bzw. nepalesische Studenten traten am Samstag in Soest als Straßenmusikanten auf und sammelten Geld für Nepal.

20150502_114110

Soforthilfe aus Soest erreicht Erdbebenopfer

Schulneubauten weitgehend unversehrt

Bericht 1 mit Fotos (englisch)   Bericht 2 mit Fotos (englisch)

Bericht 3 mit Fotos (englisch)

fotoIm Bezirk Nuwokat in Nepal sind die meisten Häuser der Bewohner durch das Erdbeben sehr stark beschädigt worden. „In Devighat sind mehr als 100 Häuser nicht mehr bewohnbar“, schreibt Situ Chitrakar. Ihr Verwandter Bimal hat zahlreiche Fotos aus Devighat geschickt, auf denen das ganze Ausmaß der Katastrophe vom 25. April deutlich wird. Die Lehrerin Dipti wurde von herabfallenden Steinen am Fuß verletzt. Jetzt lebt sie mir ihrer Familie in einem Zelt direkt hinter der Ruine ihres Hauses. Bahadur Dangol, Vorsitzender des Schulkomitees, geht es nicht besser. Er hat sich eine Notunterkunft aus Wellblech-Resten seines früheren Hausdaches gebaut. Viele andere Menschen, die Klaus Schubert und Meinolf Schwefer bei ihrem jüngsten Besuch im September 2013 getroffen hatten, sind ebenfalls obdachlos.

Umso wichtiger ist es, dass die von der Jürgen Wahn Stiftung bereitgestellte Soforthilfe von 5.000 € nun bei den Betroffenen ankommt. Die Studenten Hem Dangol und Sangita Chitrakar haben davon vor allem Grundnahrungsmittel, aber auch Bekleidung und eine kleine Solarstromanlage eingekauft. Situ: „Damit können die Handys aufgeladen und ein Mindestmaß an Kommunikation hergestellt werden“. Gemeinsam mit weiteren Kommilitonen haben die Studenten u.a.  in der Bezirks-Stadt Dalachowski an 50 Familien 15 kg Reis sowie Bohnen, Kartoffeln und Salz verteilt. In dem gesamten Ort mit 1.100 Einwohnern sind 195 von 214 Häusern beschädigt worden.

Die erst 2013 und 2014 neu errichteten Schulen in Devighat und Duipipal haben hingegen das starke Erdbeben ohne größere Schäden überstanden. „Jetzt zeigt sich, dass es richtig war, die Gebäude mit erdbebensicheren Fundamenten zu versehen“, berichten Bimal Chitrakar und Dipu Dangol. Die beiden sind – obwohl selbst vom Erdbeben betroffen – am 02. und 03. Mai mit dem Motorrad von Kathmandu aus nach Nuwakot gefahren. Ihre Fotos zeigen, dass die gerade erst eingeweihte Schule in Duipipal nur am Treppenaufgang einige Schäden mitbekommen hat.  Ebenso sind im Erdgeschoss einige Risse in den Außenwänden entstanden. Ähnlich ist die Situation der Sekundarschule in Devighat, die nach Meinung der beiden Besucher mit relativ geringem Aufwand wieder vollkommen Instand gesetzt werden kann.   Deutlich größer sind die Schäden an den alten Gebäuden. Dort sind zum Teil ganze Wände eingestürzt. Klassenräume haben sich dadurch mit Schutt und Dreck gefüllt. Auch das Toilettengebäude in Duipipal , für das die Jürgen Wahn Stiftung erst jüngst die Finanzierung eines Neubaus in Aussicht gestellt hat, ist nun endgültig nicht mehr nutzbar.

Neue Nachrichten aus Nepal

Die Familie Chitrakar, die für die Jürgen-Wahn Stiftung den Jugendclub und die Schulen in Devighat und Duipipal betreut, ist wohlauf. Vater Ramesh Chitrakar hat in den letzten Stunden herausgefunden, dass die Lebensmittelversorgung im Bezirk Nuwakot noch verhältnismäßig gut ist. Was vor allem gebraucht wird, sind Zelte und Decken. Dafür will er gemeinsam mit seiner Tochter Situ nun die erste Überweisung aus Soest verwenden, die bereits ausgezahlt wurde. Viele Erdbebenopfer in der Umgebung von Devighat und Duipipal haben kein Dach mehr über dem Kopf. Sie vor dem frühzeitig einsetzenden Dauerregen des Monsun zu schützen, ist dort nun die vordringliche Aufgabe. Größtes Problem dabei: Die betroffenen Orte überhaupt zu erreichen. Das ohnehin unwegsame Straßennetz ist weitgehend zerstört und auch Transportmittel sind nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Unermüdlich sucht die Familie Chitrakar nun nach einer Lösung.

Wir werden weiter berichten, sobald uns neue Informationen vorliegen. Internet ist in Nepal aktuell kaum verfügbar und auch die Telefonleitungen sind sehr instabil, berichtet Situ Chitrakar.

Jürgen Wahn Stiftung hilft in Nepal, Bericht WDR Lokalzeit Siegen 27.04.2015

Die Soester Jürgen Wahn Stiftung hat zu Spenden für die Erdbeben-Opfer in Nepal aufgerufen. Die Hilfsorganisation betreibt 80 Kilometer von Kathmandu entfernt eine Schule und ein Jugendzentrum. Nur ein Schulneubau sei beschädigt worden, die anderen Häuser der Stiftung seien erdbebensicher gebaut und hätten stand gehalten. Allerdings macht sich Geschäftsführer Klaus Schubert große Sorgen, weil die Menschen dort in einfachen Ziegelhütten leben. Möglicherweise gebe es viele Verletzte und große Schäden in den Dörfern. Deshalb überwies die Hilfsorganisation schon 5.000 Euro. Damit sollen Decken und Zelte gekauft werden.

Hier ist der Link zum Fernsehbericht des WDR.