Author Archives: Meinolf Schwefer

Allgäu Orient Rallye 24.04.2011

Schneller als erwartet kommt die Nachricht rein. Das Auswärtige Amt hat gestern eine Reisewarnung für Syrien herausgegeben. Das bedeutet, dass bei Bestehen dieser Warnung die Tour nicht durch Syrien stattfinden wird. Es kommt möglicherweise die Alternative I = Israel in Betracht.

Das OK hat bereits die Genehmigung dazu bekommen, von Haifa oder einem anderen israelischen Hafen aus nach Jordanien fahren zu dürfen! Z.Z. wird eine Fähre von der Türkei nach Israel gesucht. Nun heißt es umplanen, da wir ja nicht mir unseren vielen Sachen nach Syrien kommen. Es sind nun einige Fragen zu klären. Etwas Zeit bleibt uns ja noch und es wird eine Lösung gefunden werden.

Es ist Schade, dass sich die Situation so entwickelt und wir nicht unser Projekt in Salamiyah besuchen können. Das bedeutet aber nicht das Aus für die Nähschule.

Allgäu Orient Rallye 23.04.2011

Heute in einer Woche sind wir unterwegs. So langsam geht es an die letzten Vorbereitungen. Die Route wird überprüft, sofern die von uns vorgesehene Strecke nicht wegen Aufgaben der Rallyeleitung geändert werden muss.

 Wir fragen uns, wann wir starten können. Nach dem offiziellen Teil soll irgendwann nach 8:00 das erste Team über die Startrampe gehen. Dann folgen, sofern sich nichts verzögert, im 2 Min.-Takt die weiteren Teams. Wenn wir nicht dazwischen geschoben werden, dann sind wir mit unserer Startnummer 104 ja erst nach mehr als 3 Stunden dran. Dann kommen wir bestimmt nicht mehr so weit wie wir zunächst geplant hatten und alles verschiebt sich. Außerdem haben die Organisatoren bestimmt schon auf den ersten km nervige Aufgaben vorbereitet. O-Ton von Wilfried Gehr: „Ihr werdet uns in Immenstadt schon hassen!“.

Die Lage in Syrien macht uns schon Sorgen. Das OK und unser syrisches Vorstandsmitglied Dr. Hassan Daoud stehen mit den örtlichen Vertretern in Kontakt und werden ein achtsames Auge auf die Lage haben. Plan B und C sind in der Schublade. Wir  hoffen aber, dass wir alle die Hilfsgüter auch in Salamiyah bei den behinderten Kindern abliefern können. Denn das ist zumindest für unser Team ein wesentlicher Antriebsgrund.

Heute wurde der Bulli vorbereitet. Er war bis Donnerstag noch im Einsatz. Am Dienstag bekommt er noch einen Unterbodenschutz für die Ölwanne, man weiß ja nicht über welche Pisten wir fahren.

Donnerstag werden die Autos gepackt, denn Freitag geht es gegen 9:00 Uhr nach Oberstaufen. Mit einem Umweg über Nürnberg, dort muss noch eine große Industrienähmaschine, die das Team „Gelbes Band“ aus Hamburg aufgetrieben hat, abgeholt werden. Startplatz ist der Feldmühlenweg 18, wo mein Bulli bisher sein zu Hause hatte.

Unterschriftenaktion beim Soester Altstadtfrühling 10.04.2011

Auch am 2. Tag war der Ansturm groß. Insgesamt kamen an beiden Tagen 627 Euro für den Bau der Nähschule in Syrien zusammen. 

Unterschriftenaktion beim Soester Altstadtfrühling 09.04.2011

Der 1. Tag des Altstadtfrühlings mit unserer Unterschriftenaktion auf dem Rallyeauto von Werner und Özcan ist gut angelaufen. Wir hoffen auf den 2. Tag beim verkaufsoffenen Sonntag.

Allgäu Orient Rallye 05.04.2011

Am Wochenende findet in Soest der Altstadtfrühling statt. In diesem Rahmen stellen die Soester Autohäuser ihre neuen Fahrzeugmodelle aus. Unser Sponsor Autohaus Behrend hat für ein Rallyefahrzeug einen Stellplatz auf dem Markt reserviert. Wir werden von Seiten der Jürgen Wahn Stiftung dieses nutzen und für die geplante Nähschule in Salamiyah, Syrien, werben. Jeder Besucher kann im Rahmen dieser Aktion gegen eine kleine Spende unser Rallyefahrzeug mit seiner Unterschrift verschönern. Wir sind mal gespannt, wieviel Geld wir durch diese Aktion nach Syrien schicken können.

Allgäu Orient Rallye 02.04.2011

Das schöne Wetter am heutigen Samstag wurde genutzt, um auch des 2. Auto mit einer anständigen Grundbeklebung zu versehen.

 

Allgäu Orient Rallye 27.03.2011

Das 1. Auto des Teams 104.

Das 1. Auto des Teams 104.

Das 1. Auto hat sein Outfit erhalten. Nachdem die Aufkleber angekommen sind und die Rallyekarte auf Folie gedruckt war, haben wir das 1. Auto beklebt. Gestern hat unser auswärtiger Mitfahrer Dirk aus Löhne seine Aufkleber, T-Shirt und Polohemd abgeholt. Er wird zu Hause seinen 24 Jahre alten Mercedes entsprechend ausstatten.Trotz der angespannten Lage in Syrien sind wir alle noch guter Dinge. Das Organisationskomitee beobachtet die Situation vor Ort und hat ggf. einen Plan „B“ in der Hinterhand. Wir müssen zunächst einfach mal abwarten. Daher geht die Vorbereitung ganz normal weiter. Unsere Abreise ist in 32 Tagen am 29.04. mit dem „Vorstart“ von Soest nach Oberstaufen. Hierbei hat uns das Team „Gelbes Band“ aus Hamburg schon das „1. Hindernis“ in den Weg gelegt: Sie haben eine große Nähmaschine in Nürnberg aufgetrieben, die von ihnen nicht transportiert werden kann. Daher werden wir mit unserem Bulli einspringen und bei der Anreise den Umweg über Nürnberg gerne in Kauf nehmen und die Nähmaschine dort abholen. Als Entschädigung ist uns dann ein „Sponsorbier“ zugesagt worden. Das werden wir sicherlich dort, wo es schwer ist an Bier zu kommen, einfordern.

Teampräsentation in Steibis.

Allgäu Orient Rallye 14.03.2011

Teampräsentation in Steibis.

Teampräsentation in Steibis.

Die urgemütliche Festhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die urgemütliche Festhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Am Samstag war die offizielle Teampräsentation aller Teilnehmer in Oberstaufen. Mit meiner Frau Lisa war ich für unser Team vor Ort. Die nicht zu große, aber urgemütliche Festhalle in Steibis war bis auf den letzten Platz durch die Rallyefahrer teilweise mit Anhang gefüllt. Jedes Team durfte sich in einer bis zu 3-minütigen Vorstellung präsentieren. Da wir die letzte Startnummer 104 hatten, war ich als erster an der Reihe. Es wurde in absteigender Folge vorgestellt. Ich musste improvisieren, da meine Powerpoint-Präsentation auf dem elektronischen Wege verloren gegangen war. Da ich keine Teammitglieder an Bord hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und ein paar Worte über die Jürgen Wahn Stiftung gesprochen. In der Kürze lag hier die Würze. Alle hörten noch zu. So konnte ich denn auch den Dank der Stiftung an all die Sammler für die geplante Nähwerkstatt in Syrien richten. Ebenso galt der Dank dem Organisationsteam um Wilfried Gehr, dass das Projekt der Jürgen Wahn Stiftung in die Rallye einbezogen hat. Das Team der „Oriental Proms“ startete bei ihrer Präsentation noch einmal durch und rief die anderen Teams auf, weiter Geld durch Aktionen zu sammeln, damit das Projekt auch ein Erfolg wird. Nach vier Stunden Teamvorstellung haben wir zum Abschluss mit dem Team „Desert Monkeys“ um Annette Boeddinghaus aus Ense (Soester West-Apotheke) zusammen gesessen und den Abend Revue passieren lassen. So hatten wir ein verlängertes Wochenende bei sehr gutem Wetter im Allgäu. Es war ein gelungener Auftakt für die kommenden Wochen.

Allgäu Orient Rallye 09.03.2011

Morgen geht’s auf nach Oberstaufen zur offiziellen Teampräsentation,

aber zuerst kam in dieser Woche der Schock: Kann ich mein vorgesehenes Fahrzeug überhaupt mitnehmen? Denn ein neuerer Bulli, der bisher einwandfrei seine Dienst tat hat mit einem kapitalen Motorschaden seinen Geist aufgegeben. Nun wurde mein Orient-Bulli wieder dienstverpflichtet. Zum Glück bekommen wir in 4 Wochen ein Ersatzfahrzeug und damit ist die Fahrzeufrage wieder geklärt.

Für Samstag habe ich eine kurze Powerpointpräsentation vorbereitet damit ich die Jürgen Wahn Stiftung und unser Team „ausführlich“ in 2-3 Minuten vorstellen kann. Dabei sein soll auch noch eine kurze Projektbeschreibung für die Nähschule, mal sehen wie lange das alles dauern wird.

Das Team von Annette Boeddinghaus, die DesertMonkey’s, werden auch vor Ort sein. Annette hat mit ihrer Tochter schon ein Fahrzeug gestylt. Sie kommen aus Ense und bilden damit, zumindest teilweise, das 2. heimische Team. In Oberstaufen wird dann ein Weißbier auf die Heimat getrunken.

Wenn alle 111 Teams sich präsentieren, dann wird das ein abendfüllendes Programm. Warten wir’s mal ab. Auf dem Rückweg haben wir hoffentlich die Türaufkleber und Rallyeschilder an Bord, denn dann folgt der nächste Schritt: Auto’s bekleben….

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Sie wissen, was „Hilfe zur Selbsthilfe“ bedeutet

In den Sommerferien des Jahres 2010 trafen sich 40 junge Männer und Frauen in Animadé im Norden Togos zur Aktion „Nützliche Ferien“. Es sind junge Menschen aus der Gegend, die sich als Studierende an den Universitäten von Lomé und Kara oder als Auszubildende im Berufsbildungszentrum der Kleinstadt Pya weiterbilden. Um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren, schlossen sie sich zur „Vereinigung der Lehrlinge, Studenten und Gymnasiasten des Plateaus von Animadé“ zusammen.
Unter der Leitung ihres Vorsitzenden Nandji Tantar kamen sie zusammen, um sich in ihren Heimatorten nützlich zu machen und der älteren Generation Beispiele der Selbsthilfe zu geben. In fünf Gruppen befassten sie sich mit den Themen: Ferienunterricht, Aufforstung, Sensibilisierung, Kultur und Verpflegung.
Im Ferienunterricht lehrten sie Kinder der Grundschulen in Mathematik, Französisch und Englisch. Die Kurse wurden gut besucht, weil die Aktion von den Eltern unterstützt wurde.

Mitglieder der Aktion "Nützliche Ferien 2010" bei einer Pflanzaktion.

Mitglieder der Aktion „Nützliche Ferien 2010“ bei einer Pflanzaktion.

In der Aufforstungskampagne pflanzten sie unter der Leitung eines Gärtners viele hundert Obst- und Nichtobstbäume. Damit wirkten sie der Entwaldung entgegen und sorgten gleichzeitig für zukünftig frisches Obst. Sie legten Brandschneisen an, um den Erfolg ihrer Mühe zu sichern. Nandji Tantar schreibt: „Wer einen Baum vor seinem Tod gepflanzt hat, hat nicht umsonst gelebt.“
Die Gruppe Sensibilisierung wandte sich an die Dorfbevölkerung mit dem Thema: „Lasst uns unsere Gemeinde sauber halten, denn unser Überleben hängt davon ab“. Dabei ging es um die Hygiene in den Gehöften, an den Wasserstellen und auf den öffentlichen Plätzen. Schließlich machten sich die jungen Teilnehmer klar, dass sie die zukünftige Generation sind und lernen müssen, ehrlich zu sein nach dem Motto: „Was für den Anderen bestimmt ist, soll ihm auch zukommen“.
Die Gruppe Kultur unterhielt die Mitglieder und die Bevölkerung durch Schauspiele, Gesänge, Konzerte und lustige Geschichten aus ihren Sitten und Gebräuchen. Bei den Aufführungen war sogar die togolesische Presse anwesend, die später darüber berichtete.
Die Abteilung Verpflegung versorgte die Teilnehmer während drei Wochen mit Speisen. Nandji Tantar schreibt: „Ich konnte mit Freude sehen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Mahlzeiten gestärkt wurden.“ Er selbst und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des leitenden Komitees ernteten viel Lob und Anerkennung. „Macht so weiter, denn wir glauben, dass viele Jugendliche in eure Fußstapfen treten werden“, sagte man ihnen.
Der Vorstand der Jürgen Wahn Stiftung unterstützte das Unternehmen mit 1.000 Euro und ist überzeugt, dass dieses Geld gut angelegt ist, denn die Aktion erfüllt in besonderer Weise unser Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“