Author Archives: Meinolf Schwefer

Auf geht’s nach Nepal

Lea Meisner und Manasi Palachandran werden Ende Oktober nach Devighat reisen, um dort 6 Monate in dem von uns unterstützten Jugendclub und sicher auch in den benachbarten Schulen mitzuhelfen. Von Sport und Spiel bis zu Musik und wohl auch der einen oder anderen Unterrichtsstunde reicht das Aufgabenspektrum der beiden Alde-Abiturientinnen. Dafür hat Lea ihre Ukulele im Gepäck und Manasi Spiel- und Sportutensilien. Wir sind schon ganz gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte aus dieser für die beiden sicher ganz anderen Welt.

Mitgliederversammlung 2019

Bei der Mitgliederversammlung der Jürgen Wahn Stiftung am. 08.10.2019 im Petrushaus, Soest, gab es eine große Zustimmung für die Arbeit von Vorstand und Projektleitern! Nicht völlig überraschend wurde daher der komplette Vorstand einstimmig wiedergewählt. v.l. 2. Vors. Meinolf Schwefer, Schatzmeister Hans Pflüger, Dr. Hassan Daoud, Vors. Klaus Schubert, Thomas Frye, Helmut Schütz und Norbert Röttger. Es fehlt Prof. Dr. Volker Wahn.

Klaus Schubert mit Klaus Dehnert und seiner Ehefrau Ingeborg

Im Rahmen der Mitgliederversammlung ehrte Klaus Schubert den bisherigen Togo-Koordinator Klaus Dehnert für sein jehrelanges Engagement für Projekte der Jürgen Wahn Stiftung, insbesondere bezogen auf Togo. Er überreichte ihm eine Dankurkunde als PDF und seiner Frau einen Blumenstrauß.

 

Auszubildende spenden für Jürgen-Wahn-Stiftung!

Genau 514,74€ …

… ergab die aktuelle Sammeldosen-Aktion für die Soester Jürgen-Wahn-Stiftung im „Haus des Handwerks“ der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe. Hier spenden seit vielen Jahren bereits Besucher und Gäste, Kursteilnehmer, MitarbeiterInnen und vor allem Auszubildende des Handwerks tagtäglich am Kiosk zumeist ihre Kupfer-Centstücke für die gemeinnützige Stiftung – und tun so regelmäßig viel Gutes. So auch (hier im Bild zu sehen) die aktuell 27 auszubildenden Physiotherapeuten des Hospitalverbundes Hellweg, deren Schulungsräume ebenfalls im „Haus des Handwerks“ untergebracht sind. „Handwerk und Helfen passt bei unseren angehenden Physiotherapeuten sehr gut zusammen, die schließlich ihren helfenden Beruf auch vorwiegend mit den Händen ausüben“, wie Gudrun Esken (Leiterin des Ausbildungszweigs) beim Fototermin erläuterte.

(Pressemitteilung der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe vom 19.09.2019)

WDR3 Lokalzeit Siegen berichtet über unsere Arbeit

Am 26.07.2019 berichte WDR3 in der Sendung Lokalzeit Südwestfalen über das 30-jährige Bestehen der Jürgen Wahn Stiftung aus Soest. Der Bericht lief in der Sendezeit von 19:30 Uhr – 20:00 Uhr.

Hier können Sie den Ausschnitt auf unserem YouTube-Kanal sehen.

 

Mit-i-Ma – Miteinander in Marokko

Marokko ist eines der bestentwickelten Länder Afrikas, hat aber dennoch mit vielen sozialen Problemen zu kämpfen. Zwei Herausforderungen sollen nun in einem neuen Projekt angegangen werden, das von der NRW-Staatskanzlei finanziert wird: Die Versorgung von Körperbehinderten mit den erforderlichen Hilfsmitteln und die Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit.

„Eine Reise von Tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an“, sagt ein arabisches Sprichwort. Doch für viele behinderte Menschen in Marokko ist das mangels Hilfsmittel unmöglich. Lis Hühnerbach aus Gladbeck ist oft unterwegs in dem Maghreb-Staat und kennt die Situation gut: „In Marrakesch sieht man immer wieder Menschen, die sich an Hauswänden festhalten um „Schritte zu tun“, oder andere, die sich auf selbstgezimmerten Rollenbrettern sitzend mit den Händen über den Boden schieben. Das ist für uns unvorstellbar“, berichtet sie.

Lis möchte an dieser Situation etwas ändern und hat mit der Staatskanzlei der Landes NRW einen Finanzier und der JWS einen Projektträger gefunden. Seit Beginn des Jahres sind nun in Deutschland ausgemusterte und reparaturbedürftige, jedoch grundsätzlich noch gebrauchsfähige Rollstühle und andere Hilfsmittel zur Fortbewegung in großer Zahl gesammelt worden. Ende Juni ging diese erste Ladung per Seefracht nach Marokko. In Marrakesch werden Rollstuhl und Co. nun unter Anleitung von arbeitslosen Jugendlichen instandgesetzt und später kostenlos an Bedürftige verteilt. „Die berufliche Qualifizierung von jungen Marokkanern/innen ist somit ein weiterer Projektschwerpunkt, der auch mit dazu beiträgt, den Menschen eine Perspektive in ihrem Heimatland zu geben“, unterstreicht Reinhard Neundorf, der für die Jürgen Wahn Stiftung dieses Projekt koordiniert.

Die LKW-Ladung reparaturbedürftiger Rollstühle ging Ende Juni auf die Reise nach Marokko. Dort sind ie jungen Männer für die Ausbildung bereit.

Vorschulkinder erhalten eigene Betreuung

Das kennen wir auch aus der Heimat: Kinder stören den Unterricht, wenn sie überfordert sind. In Animadé und Worodé in Togo war das der Fall, weil viele Kinder im Vorschulalter aus Ernährungsgründen viel zu früh in die Schule geschickt wurden. Mit zwei eigenen Vorschulgruppen ist diese Zeit jetzt vorbei.

Jeweils 20 Kinder werden nun von einer eigenen Erzieherin betreut und erhalten ebenso wie die älteren Schulkinder eine warme Mahlzeit täglich. Das ist natürlich viel „cooler“, mit den Gleichaltrigen spielerisch zu lernen, als gelangweilt Lesen oder Rechnen zu pauken. „Es kommt also jüngeren und älteren Kindern gleichsam zugute, dass beide Altersklassen nun getrennt sind“, freut sich Togo-Koordinator Klaus Dehnert über diese gute Lösung.

Während die Gruppe in Worodé in der dortigen Schulkantine vorerst eine Bleibe gefunden hat, mussten die Kinder in Animadé in den ersten Monaten ohne eigene Räume auskommen und im Freien unter Schatten spendenden Bäumen lernen. Aber nun ist dort Abhilfe in Sicht, denn mit Beginn der in Togo 3monatigen Sommerferien haben die Arbeiten zum Umbau eines Raumes in einem alten Schulgebäude begonnen, in der zum neuen Schuljahr die Vorschule eingerichtet wird.

Der Umbau der Schule zur Vorschulklasse hat begonnen.

Carmen Barrios kommt am 27. August nach Soest

Die engagierte Leiterin der guatemaltekischen Organisation ADECI berichtet um 19 Uhr im Petrus-Haus am Petrikirchplatz über die erfolgreiche Arbeit, die sie gemeinsam mit ihrem Team in der Tagesstätte La Carolingia leistet.

Das gleichnamige Viertel der Großstadt Mixco, die zum Ballungsraum der Hauptstadt im zentralen Hochland Guatemalas gehört, ist ein sozialer Brennpunkt mit einem hohen Gewaltpotenzial. Rund 150 Kinder meist mit Lernschwierigkeiten und sozialen Problemen werden hier in direkter Nachbarschaft zu einer Grundschule betreut, erhalten Nachhilfe, täglich eine warme Mahlzeit und können an wechselnden Freizeitaktivitäten teilnehmen. Sie werden damit davon abgehalten, sich rivalisierenden Straßenkinder-Banden anzuschließen, den sogenannten Maras. Die Kita ist dabei ein geschützter Raum, in dem den Kindern Werte wie Respekt und Fürsorge und soziale Zuneigung vermittelt werden, die im familiären Umfeld und im öffentlichen Raum häufig fehlen.

Carmen Barrios kommt anlässlich eines Besuchs bei ihrer aus Soest stammenden Freundin Caroline Sasse in die Börde. Sie wird dabei auch Planungen für einen Ausbau der Betreuungskapazitäten vorstellen, die wir gerne unterstützen möchten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Carmen Barrios in ihrem Element in La Carolingia

Neubau der 4. Schule in Nepal geht auf die Zielgerade.

Wer aus der Ferne auf das Dorf Belkot im nepalesischen Bezirk Nuwakot zuläuft, dem dürften gleich die auf einem Hügel stehenden neuen Schulgebäude mit ihren roten Ziegelsteinen ins Auge stechen. Das zeigen die aktuellen Fotos, die Situ und Ramesh Chitrakar vom jüngsten Besuch auf der Baustelle schickten.

Die 2 neuen Gebäude mit insgesamt 8 Räumen, darunter Labor und Computerraum, sind mit Wand-Paneelen und Isolierdecken gegen die Hitze ausgestattet, was für die örtlichen Verhältnisse außergewöhnlich ist. Jetzt muss als Schutz gegen die fortschreitende Bodenerosion infolge des Monsunregens eine Mauer errichtet werden. Im Inneren fehlen nun noch Tische, Stühle und Whiteboards, die schon bestellt, aber noch nicht ausgeliefert sind. Wenn dann auch noch die Außenanlagen hergerichtet sind, kann es losgehen mit dem von den Schülern langerwarteten Unterricht in den neuen Gebäuden.

Die neue Schule in Belkot ist nach Devighat, wo eine Grund- und eine Sekundarschule entstanden sind, und Duipipal die 4. Schule, die die Jürgen Wahn Stiftung finanziert hat. Erneut ist das Schmallenberger Bauunternehmen Feldhaus maßgeblich an der Finanzierung beteiligt.

Als 2018 vom Vorstand der Beschluss gefasst wurde, weitere zur Verfügung stehende Hilfsgelder für den Aufbau einer neuen Schule zu verwenden, schlug Ramesh Chitrakar den Neubau als Ersatz für die desolate „Niranjana Higher Secondary School“ in Belkot vor. Dieser Ort liegt etwa 15 km von Devighat entfernt. Die höhere Sekundarschule (vergleichbar dem Gymnasium) umfasst ca. 600 Schüler in 21 Klassen und ist die einzige dieses Schul-Zweiges in der Region mit rund 20.000 Einwohnern. Die Bevölkerung in Belkot setzt sich überwiegend aus der Kaste der Brahmanen (60 %) und zu einem kleineren Teil aus tibetstämmigen Gurung zusammen, die meist als Bauern ihren Lebensunterhalt verdienen.

Mindestens genauso wie die Schüler fiebern nun 1. Vorsitzender Klaus Schubert und 2. Vorsitzender Meinolf Schwefer der offiziellen Eröffnung entgegen, zu der sie eigens im Oktober nach Nepal reisen werden, natürlich auf eigene Kosten. Dann haben die Jungen und Mädchen allerdings schon die neuen Räume bezogen und die ersten Wochen gebüffelt. Schließlich soll mit dem Schuljahresbeginn pünktlich gestartet und nicht auf den Besuch aus Deutschland gewartet werden. „Soft opening“ nennt man das wohl auch in Nepal, wo Englisch weit verbreitet ist.

Die Außenanlagen werden bis zum Schulbeginn fertiggestellt sein

Bildung, Werte und Bewegung an Mexikos Pazifik-Küste

In einem halben Jahr Bauzeit ist im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca eine „Oase“ entstanden. Wer jetzt an schattenspendende Palmen, plätschernde Quellbäche und seichte Gitarrenmusik denkt, der liegt grundlegend falsch. Denn die „Oasis del Pacífico“ ist zwar von Palmen umgeben, hat ansonsten aber wenig mit Muße zu tun.

Von Zumba- und Yogakursen über Mal-, Schreib- und Nähwerkstätten bis hin zu Sprachunterricht und Umweltbildung reicht die Bandbreite der Aktivitäten unter dem Palmendach des neuen Familienbildungszentrums in der Bucht von Colotepec. Dr. Anja Widmann, die in ihrer neuen Wahl-Heimat als Kinderärztin praktiziert, hat hier u.a. mit Hilfe der Jürgen Wahn Stiftung einen multifunktionalen Raum geschaffen. Vielleicht wäre sogar der Begriff der räumlich offenen Aktionsfläche besser, denn in Mexikos warmem Süden sind Wände, Türen und Fenster überflüssig.

Seit dem Start am 01.05. ist der Terminkalender prall gefüllt mit Angeboten, die von Kindern, Familien und Jugendlichen begeistert in Anspruch genommen werden. „Die Ideengeber, die Kursleiter und natürlich auch die Teilnehmer kommen alle aus Santa María de Colotepec und der Umgebung“, erläutert Mexiko-Koordinator Norbert Röttger. Das erinnert ihn stark an das Modell unserer deutschen Volkshochschulen. Besonders wichtig ist für die Jürgen Wahn Stiftung die Umweltbildung mit einer stärkeren Sensibilisierung für eine Schonung natürlicher Ressourcen. Dies ist in vielen lateinamerikanischen Ländern wenig ausgeprägt. In einem Recycling-Workshop befassten sich die Teilnehmer daher mit der Trennung und Wiederverwertung von Reststoffen und der Reparatur von Kleidungsstücken.

Malkurse sind ein wichtiger Programmteil in der Oasis

Die Saat des argentinischen Sämanns geht auch künftig auf

Foto: Nicolás Rosenthal und Klaus Schubert vor einem Soester Wahrzeichen

Auch in Zukunft wird die langjährige Zusammenarbeit der evangelischen Kirche am Río de la Plata mit der JWS an der Kindertagesstätte „El Sembrador“ (Der Sämann) fortgesetzt. Das verabredeten Nicolas Rosenthal, Direktor der kirchlichen Stiftung „Hora de Obrar“, und der Vorsitzende der Jürgen Wahn Stiftung, Klaus Schubert. Rosenthal war aus Anlass des evangelischen Kirchentages in Dortmund Ende Juni zu einem Kurzbesuch nach Soest gekommen. Die Einrichtung in Ezeiza, einem Armenviertel der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, wurde 1992 mit unserer Hilfe errichtet und jüngst renoviert. Hier erhalten Kinder und Familien, darunter viele bedürftige Indígenas aus den benachbarten Andenländern, eine sozialpädagogische Betreuung, Nachhilfe und medizinische Fürsorge. Nicolás Rosenthal berichtete über die Weiterentwicklung der Projektarbeiten in Ezeiza und dankte der JWS für die regelmäßige finanzielle Unterstützung. Klaus Schubert sicherte dem argentinischen Partner weitere Hilfe in der Zukunft zu.