Author Archives: Meinolf Schwefer

DZI Spenden-Siegel 2019: Zeichen für Vertrauen

Wieder einmal, seit 1994 regelmäßig, hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) der Jürgen Wahn Stiftung e.V. das

DZI Spenden-Siegel: Zeichen für Vertrauen

für das Jahr 2019.

Aus dem Text des Spenden-Siegels:

„Die Organisation

Jürgen Wahn Stiftung e.V.
Weslarner Weg 1
59494 Soest

hat die Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat bestätigt, dass sie alle dazu erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß und vollständig nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und belegt hat. Nach intensiver und umfassender Prüfung hat das DZI festgestellt, dass die Organisation die Spenden-Siegel-Standards erfüllt und erkennt ihr das DZI Spenden-Siegel für den Zeitraum vom 1.1.2019 bis 31.12.2019 zu.

Die Organisation ist berechtigt, das abgebildete Siegel-Emblem zu führen. Berlin, den 15.03.2019“

Ergänzend hierzu teilt das DZI in seinem Prüfbericht mit, dass der Anteil der Werbeausgaben an den Sammlungseinnahmen im Jahr 2017 1,66 % (Vorjahr: 1,95 %) beträgt.

Ferner kommt das DZI zu dem Ergebnis:

„Der Jürgen-Wahn-Stiftung e.V., Soest, kann das DZI Spenden-Siegel erneut zuerkannt werden.

Die sieben Spenden-Siegel-Standards erfüllt der Verein wie folgt:

1. Die Organisation leistet satzungsgemäße Arbeit.

2. Leitung und Aufsicht sind angemessen strukturiert, klar voneinander getrennt und werden wirksam wahrgenommen.

3. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit informieren klar, wahr, sachlich und offen.

4. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig („niedrig“ = unter 10%). Die Wirksamkeit des Mitteleinsatzes wird überprüft, und die Ergebnisse werden dokumentiert und veröffentlicht.

5. Vergütungen (trifft nicht zu)

6. Mittelbeschaffung und -verwendung sowie die Vermögenslage werden nachvollziehbar dokumentiert und angemessen geprüft.

7. Die Organisation berichtet offen und hinreichend umfassend über ihre Arbeit, Strukturen und Finanzen.“

Die Jürgen Wahn Stiftung e.V. ist stolz, seinen Spendern diese erfreuliche Nachricht mitteilen zu können.

Spendenübergabe der Aktion: Brot des Monats, Bäckerei Steinhoff, Soest

Mit einer Spende über 1.010 Euro unterstützt die Schokoladen-Sommelière Karin Steinhoff von der Bäckerei Steinhoff in Borgeln die Jürgen Wahn Stiftung bei ihren Projekten an der Mülldeponie in Guatemala-City. „Ich möchte den Mädchen und Jungen aus der Vorschule in der Casita Amarilla helfen, bessere Startchancen für ihr späteres Leben zu bekommen,“ so Karin Steinhoff.

Auf dem Foto v.l. Berthold Giepen und Karin Steinhoff (beide Bäckerei Steinhoff) und Klaus Schubert, Vorsitzender der Jürgen Wahn Stiftung.

Benefizkonzert am 31.03.2019

Liebe Freunde der Jürgen Wahn Stiftung e.V.,

von Pop über Jazz bis Klassik reicht die musikalische Bandbreite eines Benefiz-Konzerts zu Gunsten der Jürgen Wahn Stiftung. Es findet am 31. März 2019, 17.00 Uhr, in der Neu-St. Thomä-Kirche in Soest statt.

Der bekannte Soester Musiklehrer Karl-Heinz Pröpsting, der noch vor 2 Jahren am Aldegrever-Gymnasium unterrichtete, ist der Ideengeber und musikalischer Leiter.

Mitwirkende sind Hellweg Blech, ein Bläser-Quartett unter der organisatorischen Leitung von Konrad Sümmermann (Trompete), der Chor CHORios unter der Leitung von Stefan Risse und das Sinfonische Blasorchester Soest unter der Leitung von Karl-Heinz Pröpsting. Zum Abschluss des rund 2 stündigen Programms (incl. Pause) versuchen sich alle Mitwirkenden und das Publikum an einigen gemeinsamen Liedern.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Jedoch bitten Initiator und Jürgen Wahn Stiftung e.V. am Ausgang um eine Spende für die Hilfsprojekte in Albanien, Argentinien, Nepal, Mexiko, Myanmar, Syrien und Togo.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Familien, Freunde und Bekannten beim Konzert zu treffen.

Mit besten Grüßen im Namen des Vorstands der Jürgen Wahn Stiftung e.V.

Abschied aus Velipojë

Zum Abschluss Ihres 1/2-jährigen Praktikums berichten Mona Happ und Anke Gehring eindrucksvoll über ihre Zeit. In Auszügen folgt hier ihr Bericht:

… Darum möchten wir euch jetzt an unseren schönsten, emotionalsten und lehrreichsten Momenten dieser letzten Monate teilhaben lassen.

Beginnen wir mit Weihnachten. Wir wurden gebeten ein kleines Programm im Kindergarten auf die Beine zu stellen und da willigten wir natürlich mit Freude ein. Wir entschieden uns für einen Tanz zu dem Lied „Rocking around the Christmas Tree“ und einen zu Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“. Außerdem übten wir einige Lieder mit den Kindern, unter anderem eine albanische Version von Jingle Bells. Die Erzieher gaben den Kindern jeweils noch einem kurzen Vers zum Auswendiglernen mit und schon hatten wir ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Zwei Wochen lang übten wir jeden Tag. Die Schwierigkeit dabei war es vor allem die unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Kinder zu berücksichtigen. Einige konnten die Schritte am ersten Tag schon besser umsetzen, als Andere es jemals in der ganzen Zeit hätten schaffen können. Aber trotz dieser Herausforderung hatten sie und wir sehr viel Spaß an der Sache. Vormittags übten wir fleißig einen Programmpunkt nach dem Anderen, nachmittags ging es Zuhause an die Vorbereitungen. Kostüme mussten gebastelt oder auf dem Speicher gefunden werden, alte Plastikrohre wurden mit rotem und weißem Lack zu Zuckerstangen-Gehstöcken umfunktioniert. Und all die Mühe hat sich gelohnt. Es war ein toller Moment, als die albanische Kinderschar inbrünstig den Text von „In der Weihnachtsbäckerei“ mit trällerte. Auch Schwester Juditha war sichtlich amüsiert. …

… Das erste große Thema, welches uns am Herzen lag, war die Zahnpflege. Schon in den ersten Tagen im Kindergarten war uns aufgefallen, wie viele Kinder extrem schlechte Zähne hatten. Dies fing an mit schwarzen Flecken und ging bis hin zu komplett schwarzen Zähnen oder einer vollständig zerstörten Schneidezahnreihe. In Kooperation mit der Jürgen Wahn Stiftung war es uns möglich für jedes Kind im Kindergarten eine Zahnbürste, Zahnpasta und einen Zahnputzbecher zu erwerben. Außerdem sechs Tritthocker, damit sie sich beim Putzen im Spiegel angucken und auch die Kleinen das Waschbecken gut erreichen können und ein übergroßes Kiefermodell mit zugehöriger Zahnbürste zu Demonstrationszwecken. Zur Einführung schauten wir mit dem brandneuen – von der Jürgen Wahn Stiftung erhaltenen – Beamer einige Videos zur richtigen Zahnpflege. Warum muss man eigentlich Zähneputzen? Und vor allem wann, wie lange und mit welcher Technik? All dies sind Informationen, die den Kindern hier in Deutschland und auch uns früher regelrecht eingetrichtert wurden. Jedes Kind weiß, dass zum Beispiel Schokolade schlecht für die Zähne ist und man am besten drei Mal am Tag Putzen sollte. In den meisten deutschen Kindergärten ist das Zähneputzen an der Tagesordnung, den regelmäßigen Besuch des Zahnputzwagens erwarten die Kinder mit Freude. …

… Das nächste große Thema, das wir nicht unangesprochen lassen konnten war das „Müll-Problem“. Angemessene Müllentsorgung, geschweige denn Recycling oder die allgemeine Wiederverwertung von Wertstoffen sind in Albanien leider noch nicht wirklich angekommen. Dies führt zu einer Unmenge an Müll in der Natur: an allen Straßenrändern, am Strand, in den Wäldern. Überall. Mal wieder fehlt es lediglich an ein bisschen Bildung. Bei den meisten Erwachsenen ist es vermutlich schon zu spät, also entschieden wir bei der Generation von Morgen anzufangen.

Wir wollten den Kindern zeigen, was man aus vermeintlichem Müll noch alles machen kann. Die Idee war, mit den Kindern Müll sammeln zu gehen und anschließend gemeinsam mit ihnen daraus lebensgroße Figuren mit ausgeschnittenen Gesichtern zu machen. Figuren, die Berufsfelder darstellen, da in Albanien eine große Arbeitslosigkeit und viel Resignation darüber herrscht; um den Kindern zum Träumen zu verhelfen und ihnen zu zeigen, was sie alles erreichen könnten, wenn sie sich nur anstrengen. So fragten wir alle Kinder einzeln nach ihrem Traumberuf. Die acht mit den meisten Stimmen waren: Doktor, Maler, Lehrer, Chauffeur, Polizist, Ballerina, Koch und Fußballer.

Anschließend fuhren mit den 15 Vorschulkindern in einen Waldabschnitt direkt am Strand, der wortwörtlich zugemüllt ist. Endlose Reihen an Plastikflaschen, Styropor, Kleidung, Spielzeug, Schminke und vielem mehr. Einige Familien scheinen ihren vollständigen Haushaltsmüll dort zu entsorgen. Ein Anblick des Schreckens für jeden Deutschen, aber der perfekte Platz für unsere Mission. Jedes Kind bekam einen Handschuh und schon ging die Müllsuche los. Es war ein voller Erfolg! Genau wie wir es uns erhofft hatten, rannten die Kinder emsig wie die Ameisen und mit einem riesen Strahlen im Gesicht hin und her und präsentierten uns stolz Mini-Swimmingpools, Handtaschen, Shampoo-Dosen und Autoreifen.

Direkt am nächsten Tag ging es los mit der Auslese. Die Kinder hatten einen Heidenspaß und schnitten und klebten mit Feuereifer drauf los. Schon innerhalb einer Woche waren die acht Figuren fertig. Der Koch bekam Beine aus Plastiktellern und Haare aus Gabeln, die Ballerina ein Tutu aus rosa Plastiktüten. Der Polizist wurde bestückt mit einer Wasserpistole und der Fußballer bekam ein Trikot aus einem Regenschirm und natürlich einen Fußball. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. …

… Neben diesen zwar erfüllenden, aber auch sehr zeitintensiven Projekten, haben wir es trotzdem geschafft, die letzten Wochen noch voll zu genießen. Wir begleiteten Schwester Martina bei ihrer wöchentlichen Fahrt durch Velipojë, bei der sie die heilige Kommunion an die Menschen verteilt, die zu alt oder zu krank sind, um an der Sonntagsmesse teilzunehmen. Es war eine sehr bewegende Erfahrung. Jeder einzelne dieser Menschen war erfüllt mit Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber den Schwestern. Jeder Einzelne wollte uns zum Abschied etwas mitgeben. Eine Orange, einen Apfel oder ein Bonbon. Egal wie wenig sie selbst zum Leben haben, sie konnten uns nicht mit leeren Händen gehen sehen. Als sie dann beim Abschied unsere Hände mit ihren fest umschlossen und uns mit ihren Augen voller Liebe und Schmerz anschauten, wurde uns bewusst, wie tief der Glaube dieser Menschen ist und warum die Schwestern Woche für Woche ihre Zeit für sie aufbringen. Diese Stunden könnte man nicht besser investieren. …

… Auch im Kindergarten taten wir unser Bestes, noch so viele Ideen und Anregungen wie möglich an die Erzieher weiterzugeben. Wir hatten Prickelnadeln, Kleister, Bügelperlen, Kinderschminke und Fensterfarbe aus Deutschland besorgt und jedes einzelne dieser Miniprojekte war ein Erfolg. Wir prickelten herzförmige Karten für den albanischen Muttertag, beschrieben und bemalten sie und versahen sie am Schluss zur Freude der Kinder mit einem roten Kuss. Wir bastelten Körbchen aus Pappmaschee in Form einer halben Eierschale für Ostern. Wir bemalten die Fenster gemeinsam mit den Kindern zunächst mit Schneemännern und Schneeflocken und kurz vor unserer Abreise nochmal neu mit Schmetterlingen, Sonnen und Blumen. Beim Abschiedsfest wurde dann jedes Kind noch geschminkt und schnell war der Kindergarten voll von Piraten, Prinzessinnen, Schmetterlingen und Löwen. …

… Abschließend können wir nur nochmal betonen, wie dankbar wir dafür sind, die Möglichkeit gehabt zu haben, sechs Monate in diesem wundervollen Land zu verbringen. Wir hatten eine unglaublich schöne und lehrreiche Zeit, von der wir unser ganzes Leben lang werden zehren können. Darum vielen Dank an unsere tollen Schwestern, die uns eingeladen haben für sechs Monate Teil ihres ganz privaten Alltags zu sein; die uns aufgenommen haben als einen Teil ihrer Gemeinschaft; die wir immer alles fragen konnten, egal worum es ging; die uns so viel gelehrt haben über die Geschichte Albaniens, über ihre Kindheit im Kommunismus, über die Sprache und die Bräuche ihres Landes und vor allem über den Glauben. Durch sie haben wir einen ganz anderen Blickwinkel auf Religion und vor allem auf die katholische Kirche gewinnen können und dafür sind wir unendlich dankbar.

Und vor allem natürlich ein riesen Dankeschön an die Jürgen-Wahn-Stiftung, ohne die der ganze Aufenthalt gar nicht erst möglich gewesen wäre. Vielen Dank besonders an dich Klaus, für deine konstante Begleitung und Unterstützung aus der Ferne. Egal worum es ging, wir konnten immer auf dich zählen. Wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit in der Zukunft. Ihr leistet wirklich Großartiges!

Bericht aus einer Vorschulklasse in Worodé/Togo

In unserer Vorschulklasse sind zurzeit 25 Kinder darunter 10 Kinder, die im kommenden Schuljahr zur CP l (erste Grundschulklasse) gehen. 15 Kinder werden im Kindergarten bleiben, aber es kommen auch neue Kinder hinzu.

Täglich beginnen wir mit sportlichen Aktivitäten, die es den Kindern ermöglichen, sich körperlich und geistig zu entwickeln.

Bei jeder Sitzung trainiere ich das Zählen, das Erfassen und Darstellen von Objekten, das Schreiben von Zahlen, gefolgt vom französischen Alphabet, damit sich jedes Kind der Gruppe vorstellt, indem es seinen Namen angibt und einen einfachen Buchstaben des französischen Alphabets schreibt.

Nach diesen Aktivitäten haben die Kinder Spaß in den vier verschiedenen „Ecken“:

  • – In der Krankenhausecke imitiert ein Kind eine Krankenschwester, die aufgesucht wurde, und die anderen sehen geduldig zu.
  • – Die Ladenecke ermöglicht es den Kindern zu handeln, um einen Gegenstand zu kaufen, den man kaufen möchte,
  • – die Küchenecke ist der Ort, an dem Kinder kochen lernen, indem sie ihre Mutter zu Hause imitieren.
  • – In der Mutterschaftsecke imitieren die Kinder mit Hilfe von Puder und anderen Artikeln, vor allem die Mädchen, ihre Mütter, die Babies stillen und versorgen.

Ich danke der Jürgen-Wahn-Stiftung für die Hilfe, die sie mir und meinen Kindern leistet.

Ihre sehr ergebene

AKPARO TEKSME

Vorschulklassen in Animadé und Worodé – ein neues Projekt in Togo

Die Dörfer Animadé, Amaïdé und Worodé liegen im Norden Togos auf einer Hochebene. Dort lebt man auch heute noch weitgehend in Rundhütten und ernährt sich von dem, was die mageren Felder hergeben, hauptsächlich Mais, Hirse und Jams. Fleisch gibt es zu den Mahlzeiten nur gelegentlich. Die derzeitigen klimatischen Veränderungen stellen aber zunehmend ausreichende Ernten in Frage, sodass die Eltern ihre Kinder zumeist nicht hinreichend ernähren können.

Vorschulkinder aus Animadé mit ihrer Betreuerin

Für die Kinder stehen zwei Grundschulen zur Verfügung, die eine in Animadé und die zweite in Worodé. Der Unterricht beginnt morgens um 8 Uhr und wird nach einer Mittagspause bis 16 Uhr fortgeführt. Seit 2009 finanziert die Jürgen Wahn Stiftung für alle Grundschulkinder eine warme Mittagsmahlzeit, die von engagierten Müttern hergestellt wird. Als Speiseraum wurde von der Jürgen Wahn Stiftung der Bau je eines Kantinenhauses in Animadé und Worodé ermöglicht.

Seit einigen Jahren schickten die Mütter ihre Kleinen, die noch nicht schulpflichtig waren, mittags zu den Kantinen. Um sie unter Aufsicht zu haben, suchten die Vorschulkinder den Unterricht der ersten Klasse auf, aber die meisten konnten wohl kaum davon profitieren, langweilten sich und störten den Unterricht. Sicherlich nahmen sie für ihr zukünftiges Schulleben auch keine gute Erfahrung mit.

Um diesem Problem zu begegnen, entschlossen sich im Schuljahr 2017/2018 die beiden Schulleiter, an jeder der beiden Schulen einen Vorschulkindergarten einzurichten. Seitdem gehen in Animadé die Vorschulkinder in die Bibliothek der Alten Schule, in Worodé steht ihnen bis zum Mittagessen die Kantine zur Verfügung. In Animadé werden sie von einer Frau des Ortes und in Worodé von einer Volontärin betreut.

Um die Vorschulkinder zu beschäftigen, ist kindgemäßes Spiel- und Arbeitsmaterial erforderlich. Wir sind in der glücklichen Lage, auf dafür empfangen Spenden zurückgreifen zu können, wofür wir uns herzlich bedanken. Unsere Kontaktpersonen, Jacques und Erika M‘BATA sorgen dafür, das dieses Material angeschafft wird. Darüber hinaus werden sie zusehen, dass die Betreuerinnen – nach Möglichkeit – eine sachgerechte Ausbildung erfahren.

Soest, 24.11.2018
Klaus Dehnert
Togo-Projektkoordinator

Verleihung des Spendensiegels 2018

Spendensiegel für 2018
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin hat der Jürgen Wahn Stiftung auch für 2018 das Spenden-Siegel wieder zuerkannt.
Das DZI prüft jährlich ausführlich und detailliert die Strukturen, Arbeitsweise, Spendeneinnahmen und insbesondere das Ausgabeverhalten der Stiftung. Für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich besonders positive Wirtschaftsindikatoren: Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben beläuft sich auf lediglich 4,55 %. Der Anteil der Werbeausgaben an den Sammlungseinnahmen beläuft sich im Jahr 2016 auf 1,95%.
Die geringen Kosten sind insbesondere auch dadurch begründet, dass alle Vorstandsmitglieder vollständig unentgeltlich tätig sind und auch Fahrten zu den Projekten vollständig aus eigener Tasche bezahlt werden. Spendengelder werden hierzu nicht herangezogen.
In dem Spendensiegel des DZI heißt es: „Die Organisation Jürgen Wahn Stiftung e.V., Weslarner Weg 1 59494 Soest hat die Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat bestätigt, dass sie alle dazu erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß und vollständig nachbestem Wissen und Gewissen gemacht und belegt hat. Nach intensiver und umfassender Prüfung hat das DZI festgestellt, dass die Organisation die Spenden-Siegel-Standards erfüllt und erkennt ihr das DZI Spenden-Siegel für den Zeitraum vom 1.1.2018 bis 31.12.2018 zu.
Die Organisation ist berechtigt, das abgebildete Siegel-Emblem zu führen.“
Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab als niedrig ( „niedrig= unter 10 %) anzusehen.

Renovierungsarbeiten in „El Sembrador“

Aus dem Bericht der Leiterin der Tagesstätte „El Sembrador“, Cristina La Motte:

Das Gemeindehaus:

Die Erfüllung der Renovierungsarbeiten der Gebäude des Sembradors war ein heiß ersehntes Ziel! Es wurde möglich gemacht durch die Zuwendungen von drei befreundeten Organisationen:

  1. dem Gustav Adolf Werk
  2. der Jürgen Wahn Stiftung  e.V.
  3. sowie der Deutschen Botschaft.

Der Gemeindebeirat, der gesetzlich die Verantwortung für das Werk trägt, beschloss, dass die Arbeit von einem Bauunternehmen ausgeführt werden sollte.
Die Bauarbeiten waren hauptsächlich auf das Gemeindehaus gezielt.

Die Architekten stellten fest, dass das Hauptproblem nicht am Fundament lag, sondern an mangelnden Stützsäulen. Das Problem wurde behoben und außerdem wurden Risse in den Wänden ausgebessert. Die Wände wurden neu verputzt. Darüber hinaus wurde das Dach überprüft und Büro, Küche, Flur und Badezimmer neu angestrichen.

Der Kindergarten:

Hier mussten einige Balken der Holzdecke ersetzt und ihre Befestigung an den Wänden versiegelt werden. Auch die Regenrinnen wurden ausgewechselt.

Die Außenanlagen:

Dank der günstigen Kostenvoranschläge konnten noch andere nötigen Reparaturen unternommen werden. Der beschädigte Drahtzauns um das ganze Gelände konnte erneuert werden musste. Neue Tore wurden eingesetzt.
Eine defekte Gasleitung im Kindergarten wurde ersetzt. Nun haben wir wieder eine funktionierende Gasleitung!

Die dringendsten Notstände beider Gebäude sind nunmehr behoben.

Wir wollen zum Schluss unsere tiefe Dankbarkeit für die erhaltene Hilfe zum Ausdruck bringen. Ihre Unterstützung gibt uns die Kraft, mit unserer Gemeindearbeit weitermachen!